Freitag, 4. Juli 2014

Musitipps Juli 2014

Trouble Orchestra – Heiter

 

Trouble Orchestra Heiter

 

Rap und Hip Hop mit Rock und Indie mischen ist das eine gute Idee? Finden sich Leute, die das gut heißen oder prallen da unvereinbare Genres aufeinander? Zugegeben, die Kombination ist gewagt, aber durchaus gelungen – vorausgesetzt man ist bereit die Grenzen der eigenen Szene zu überschreiten. Begonnen hat alles mit Liveband-Konzerten von ‚Zeckenrapper‘ Johnny Mauser. Dies entwickelte sich zu einem eigenständigen Bandprojekt, bei dem Mauser zusammen mit Phurioso die Raps liefert. „Heiter“ ist das Erstlingswerk des Trouble Orchestra in Albumlänge und wurde am 16. Mai bei Audiolith veröffentlicht. Hier trifft wortgewandter Rap auf Schlagzeugsounds und harte E-Gitarrenakkorde. Auf der anderen Seite stehen melodische Indie-Passagen und ruhige Gesangseinlagen. Die Songs des siebenköpfigen Kollektivs sind zum einen wirklich ‚heiter‘, zum anderen auch nachdenklich und kritisch. Trouble Orchstra vereinen das Beste aus verschiedenen Welten und setzen sich dabei über alle Vorurteile hinweg.

 

www.troubleorchestra.com

Foto: Audiolith

 

 

Quatiere Coffee – Italian Reggae Familia

 

Italian Reggae Familia

 

Nach siebenjährigem Bestehen ist die toskanische Reggae Band Quartiere Coffee um Sänger KG MAN in Südeuropa längst kein Geheimtipp mehr. Mit ihren vorrangig englischsprachigen Texten, machen sich die Jungs jetzt daran den Norden zu erobern. Ihr neues Album „Italian Reggae Familia“ ist seit dem 25. April 20014 über QC Music in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Das Album ist klassisch in der Tradition des jamaikanischen Offbeats gehalten. Dabei wird die gesamte Bandbreite ausgeschöpft. Nu Roots, Rockers sowie Bashment Soca und Dancehall kann man genauso heraushören wie klassischen Roots Reggae und Rocksteady. Quatiere Coffee liefern unbeschwerte gute Laune Musik, mit unter anderem sozialkritischen Texten. Sämtliche Riddims wurden live eingespielt. Eine kluge Entscheidung, da dadurch die Qualität der Instrumentale hörbar angehoben wird, im Vergleich zu den ganzen Konservenriddims mit denen die Szene seit längerem überflutet wird.

 

www.quartierecoffee.it

Foto: Soulfire Artists

 

 

Yucca – Seasons

 

Yucca Seasons

 

Die Nürnberger Band Yucca besteht seit 2006. Nachdem die Truppe sich 2012 eine kreative Pause gönnte, traf man sich mit frischer Energie und neuen Ideen im Studio, um die Arbeit am neuen Album aufzunehmen. Dabei hatten die fünf Musiker professionelle Unterstützung von Oliver Zülch und Dave Anderson, die auch Album der Sportfreunde Stiller, Slut, Die Ärzte oder Juli gemischt bzw. gemastert haben.

„Seasons“ wurde am 13. Juni 2014 bei AdP Records veröffentlicht. Bei den Aufnahmen feilten Yucca an ihrem Indie-Electro Sound. Die Songs sind tanzbar und dabei elektronischer als die Lieder des Vorgängeralbums. Neben Indiepop lassen sich auch Wave- und Dubstep-Elemente heraushören. Die Songs sind komplex strukturiert und wirken doch wie aus einem Guss. Bei „Seasons“ galt es die eigenen Grenzen zu überschreiten und musikalisch neuen Wind hereinzulassen. Von dem Ergebnis können sich Fans und solche, die es vielleicht noch werden wollen, bei der anstehenden Tour zum Album überzeugen.

 

www.yucca-music.de

Foto: AdP Records

 

 

Ziggi Recado – Therapeutic

 

Ziggi Recado Therapeutic

 

Seit seinem Hit Tune „Blaze it“ sollte Ziggi Recado hiesigen Reggae Fans ein Begriff sein. Sein erstes Album wurde in den Niederlanden als „Bestes Album“ ausgezeichnet. Nun veröffentlicht der aus St. Eustatius stammende Künstler bereits sein viertes Album. Mit „Therapeutic will Ziggi Recado die Medizin für Seele und Geist liefern und den Wahnsinn im babylonischen Zirkus bekämpfen.

Auch wenn Ziggi Recado erst nach dem Umzug in die Niederlande anfing Musik zu machen, sind seine Songs stark von seinen karibischen Wurzeln geprägt. Das neue Album ist von klassischen (Roots-) Reggae Riddims geprägt. Auch thematisch beschäftigt es sich vorrangig mit den gewohnten Themen, Liebe, Ganjah, Jah sowie dem Wahnsinn und der Unterdrückung in Babylon. „Therapeutic“ ist Ziggi Recaods erste Langspielerveröffentlichung seit der Trennung von Produzent Rock ‚N Vibes. Die Scheibe wurde komplett von Zion I Kings produziert und ist seit dem 20. Mai 2014 bei Zion High Productions erhältlich.

 

www.ziggirecadomusic.com

Foto: Rootdown Records

 

 

Third Coast Kings – West Grand Boulevard

 

West Grand Boulevard

 

„West Grand Boulevard“ heißt das neue Album der Third Coast Kings, das zwei Jahre nach dem selbst betitelten Debüt-Album erschienen ist. Die Band wird als beste Deep Funk Band Michigans gehandelt. Aufgenommen wurde das neue Album in Detroit, zusammen mit Deep Funk Produzent Nate Goldentone, der in der Vergangenheit bereits mit Dojo Cut oder The Liberators gearbeitet hat.  Das neue Album ist eng mit der Stadt verbunden, darauf weißt auch der Titel hin. Der West Grand Boulevard ist einer der größten Durchfahrtsstraßen Detroits. Die Band hat sich durch den Sound, den Vibe und die Geschichte der Stadt bei der Zusammenstellung der Lieder inspirieren lassen. Auf dem Album wechseln sich funky Instrumentals mit temperamentvollen Gesangseinlagen ab. „West Grand Boulevard“ wurde am 23. Mai 2014 bei Record Kicks veröffentlicht. Die Scheibe liefert authentischen und schwungvollen Funk im klassischen Sinne und lasst das Feeling der 60er und 70er Jahre wieder aufleben.

 

www.thirdcoastkings.com

Foto: Passionate PR

 

 

I-Fire – Salut!

I-Fire Salut!

 

I-Fire feiern ihr 10-jähriges Bandjubiläum. Deshalb wird dieses Jahr nicht nur intensiv getourt, es gibt auch noch eine Albumveröffentlichung oben drauf. Die neun Jungs aus Hamburg sehen sich eher als live Band. Trotzdem besitzen sie ein eigenes Label sowie ein Studio und basteln gemeinsam an ihren Songs. Schnelle Beats und eine Mischung aus Ska, Reggae mit Ausflügen zu Dub oder Drum&Bass sind das Erfolgsrezept von I-Fire. Ihr neues Album „Salut“ wurde am 23. Mai 2014 bei I-Fire Empire veröffentlicht.  Die treibenden Riddims gehen in die Füße und die deutschsprachigen Texte machen gute Laune und versetzen einen in Feierstimmung. Neben neuen Songs ist auch der I-Fire Klassiker „Dabadubade“, den die Band am Ende jedes Konzerts mit ihren Fans singt, auf „Salut!“ zu finden. In diesem Sommer sollte man auf den Festivals nach der Band Ausschau halten. Unter anderem werden I-Fire auf dem Reggaejam, Chiemsee Reggae und auf dem Stemweder Open Air anzutreffen sein.

www.i-fire-sound.com

Foto: Tommy Adrian

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