Freitag, 4. Juli 2014

Colorado gegen Cannabis Social Clubs

Wer hätte das gedacht?

 

Polizeieinsatz
Trotz Legalisierung im Visier der Ermittler: Colorados Cannabis Social Clubs, Illu: marker/Hanf Journal

 

 

Da man in Colorado Gras jetzt einfach so kaufen kann und ehemalige “Dispensarys” seit Januar als lizensierte Hanf-Fachgeschäfte  einen Großteil des Marktes bedienen, waren die hier heiß diskutierten Cannabis Social Clubs nach spanischem Vorbild nie ein großes Thema.

 

Trotzdem haben sich aufgrund des öffentlichen Konsumverbots zahlreiche solcher Clubs in Colorado gegründet. Von Gesetzes wegen darf jede/r Erwachsene dort auch fünf Hanfpflanzen anbauen, wodurch die Möglichkeit  eines gemeinschaftlichen Anbaus, anders als in Spaniens Clubs, in Colorado wiederum nicht gegeben ist. Da der Konsum jedoch nur in privaten Räumen erlaubt ist, ist man beim Kiffen ohne ärztliche Verordnung eigentlich auf die eigenen vier Wände angewiesen. Bereits ein Joint auf einer Grillparty im Garten ist streng genommen illegal. So haben sich einige private Cannabis Social Clubs gegründet, in denen sich Mitglieder treffen, um sich über Cannabis auszutauschen und es dort zu konsumieren. Doch Politik und Strafverfolger zweifeln den privaten Charakter solcher Clubs an und haben mit einer Razzia im Maryjane’s Social Club wohl ein Zeichen setzen wollen. In Denver agieren dutzende solcher Clubs in einem gesetzlichen Graubereich, den es dem Anwalt des Clubs zufolge nun zu klären gilt.

 

9 Antworten auf „Colorado gegen Cannabis Social Clubs

  1. saddy

    kommt drauf an, wenn die clubs unkommerziell/kostendeckend als Verein geführt werden ist es zu befürworten, wenn das überteurte Spaßbuden sind dann nicht, Drogen sollten nicht kommerzialisiert werden

  2. jemand

    Für Abhängige – ich weiß, Konsumenten bestreiten oft, dass eine Cannabis-Abhängigkeit überhaupt möglich ist, hab da aber andere Erfahrung gemacht, obwohl ich inwzischen ein normales Konsumverhalten habe, Computerabhängigkeit ist ja z.B. auch möglich -, für Abhängige jedenfalls ist ein “Cannabis Social Club” eigentlich wahrscheinlich die schlechtere Lösung gegenüber Coffeeshop-ähnlichen Stellen, da man es in den Clubs immer mit einer abgeschlossenen Gruppe von Kiffern zu tun hat in der man sozialisiert ist und in der exzessives Kiffen mitunter toleriert ist. Man stelle sich abgeschlossene “Alkoholclubs” vor, in denen sich Leute zum Bierbrauen und gemeinsamen Alkoholkonsum treffen. Das ist, denke ich, eher suchtfördernd (auch wenn diese beiden Drogen nicht unbedingt 1:1 vergleichbar sind). Abgabestellen sind da vielleicht sinnvoller. Andererseits ist in den Social Clubs durch den Gruppenaspekt wahrscheinlich Jugendschutz viel eher umsetzbar. Sicher bin ich mir aber bei all dem auch nicht. Beide Modelle sind jedenfalls dem Schwarzmarkt unbedingt vorzuziehen!

  3. Raupe

    Das Gras aus dem Sozialclub ist viel Preiswerter ! Klein aber fein !
    Weil die Preise ,in den Staatlich ,lizensierten Hanf-Fachgeschäften ,viel zu hoch sind. Auch die Konzentration einer derartig großen Menge an Cannabisprodukten und deren Einahmen erzeugen ein hohes Sichehrheitsrisiko und erfordern ein großaufgebot an kostspieligen Technischen Sicherheitsmaßnahmen ,einschließlich Personal . Öffentliches Rauchverbot : Kiffen war Gestern ,denn es ist Zeitverschwendung! Heute gibts Outdoor Konsumfähige Pommes ,Schokolade Kuchen ,Brause ,Bonbons ,Kaugummis ,Eiscrem und Sonnen-Creme etc. die Potentes Hochkonzentriertes ,Cannabisextract enthält .

  4. Ganja

    @jemand
    Ist doch egal ob Coffeeshop oder Cannabis Social Club. Das in einem von beiden Mehr gekifft würde halte ich für ein großes Gerücht.
    Es geht ums Geld, da wurden Lizenzen vergeben für Herstellung und Verkauf, die kosten Geld. Mir würde es auch nicht gefallen, wenn ich für viele Dollar eine Lizenz kaufe, dann macht an jeder Ecke ein CSC auf und versaut das Geschäft.

  5. Ralf

    @Jemand
    ” Man stelle sich abgeschlossene “Alkoholclubs” vor, in denen sich Leute zum Bierbrauen und gemeinsamen Alkoholkonsum treffen. Das ist, denke ich, eher suchtfördernd”

    Ich brauch mir das nicht vorzustellen, es gibt Beispiele für geschlossene Säuferclubs an allen Ecken und Kanten, vom Schützen- oder Hundeverein über die Feuerwehr den Karnevalsverein bis zu Bayern München und anderen sogenannten “Sportvereinen”. Ach ja die Biergärten habe ich fast vergessen, da darf man sich sogar im Freien besaufen, während man auf dem größten Drogenfest der Welt jeden Oktober wenigstens noch ein Zelt drüber macht. Wie realitätsblind muß man denn sein, um bei all diesen Infos hier immer noch solch einen Scheiß zusammenzuschreiben. Geht das eigentlich irgendwann in eure behämmerten Köpfe rein, daß wir einfach nur dieselben Rechte haben wie diese Flüssigdrogenuser an deren Giftgebräu jährlich 73 000 krepieren?

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