Donnerstag, 3. Juli 2014

Nur keine Panik

Wieso gleich zurücktreten?

 

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Wird als Hartmanns Nachfolger gehandelt: Dr. rer. nat. Walter Weiß

 

Seit gestern ist der SPD-Politiker Michael Hartmann in den Schlagzeilen, weil die Polizei bei ihm eine Hausdurchsuchung durchgeführt hatte. Hartmann steht anscheinend im Verdacht, Crystal Meth konsumiert zu haben, fündig wurden die Beamten einer Meldung von Spiegel online zufolge jedoch nicht. Hartmann ist bereits vom Amt des Innenpolitischen Sprechers zurückgetreten, will jedoch nach einer Auszeit sein Bundestagsmandat wieder wahrnehmen. Seine Immunität wurde gestern aufgehoben. Eigentlich sollte, angesichts weitaus größerer Skandale ohne Rücktritt, auch für einen Bundestagsabgeordneten Drogenkonsum in der Freizeit kein Rücktrittsgrund darstellen. Vor allen Dingen wenn es wie in diesem Falle sehr wahrscheinlich, lediglich darum geht, dass er sich eventuell selbst geschädigt hat. Schade ist nur, dass der Volksvertreter bei Cannabis anscheinend andere Maßstäbe ansetzt, als bei den eigenen Vorlieben. Hartmann schreibt auf Abgeordnetenwatch, “[…] dass das gesundheitliche Gefährdungspotential durch regelmäßigen und intensiven Cannabiskonsum, vor allem auch für die immer jüngeren Erstkonsumenten ernst zu nehmen ist und keinesfalls unterschätzt und bagatellisiert werden darf. […]”

 

Hartmann wird jetzt  höchstwahrscheinlich des Konsums überführt werden, den reumütigen Sünder markieren und eine Schnell-Therapie wie sein beim Koksen ertappter “Vorgänger” Friedmann durchziehen, um in ein paar Monaten die gleichen drogenpolitischen Positionen Dogmen wie zuvor zu vertreten.

 

Viel interessanter wäre doch, ob er sich nach einer anstrengenden Arbeitswoche ab und an das Näschen gepudert hat? Oder einfach mal eine fette Line gezogen hat, um sein Pensum bewältigen zu können? Oder war er richtig “drauf” und die Kollegen haben es nicht mitbekommen? Hat sich ein problematisches Konsummuster entwickelt? Falls ja, wie war dessen Verlauf? Wenn nicht, wie vereinbart er das mit den Horrorgeschichten seiner Parteigenossinnen? Hat er’s geraucht, gegessen, gesnieft oder gespritzt? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Statt dessen werden auch aus Hartmanns Mund in Zukunft Worte wie “größter Fehler des Lebens”, “Modedroge”, “persönliche Krise”, “Kampf intensivieren” und natürlich die üblichen Abstinenz-Gelübde schallen.

 

Sollte er die Gelegenheit und seinen eigenen Drogenkonsum hingegen als Anlass zum Start einer evidenzbasierten Diskussion nutzen wollen, wäre es wohl nicht nur kurzfristig um die Partei-Karriere geschehen.

 

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14 Kommentare
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Sebastian
Sebastian
7 Jahre zuvor

Walter Weiß, so geil 😀

Ganja
Ganja
7 Jahre zuvor

Laut TV soll er sich 100g Meth bestellt haben, wer seine Erfahrung damit hat, weiß wie drauf man da schon sein muss. Eigenbedarf kann ich mir bei dieser Menge nicht vorstellen. Also liebe Presse, findet heraus, wer zu dieser Party mit Eingeladen war 😀 https://www.youtube.com/watch?v=8d8gSVMnJRk&list=PL9D3BECA28AD75EE9

Patrick
7 Jahre zuvor

Das sollte man aufbereitet dem normalen Bürger unter die Nase reiben!

Liste des “kleinen Mannes” mit BTMG und Strafen in Gegenüberstellung Liste bekannter Personen mit BTMG und Strafen!

Und eine Liste von Mord, Vergewaltigung und anderen schweren Straftaten bei welchen Urteile gefällt wurden die mindere Strafen gaben als bei BTMG Delikten im Kontext Eigenverbrauch/Anbau oder Handel “geringer Mengen” =< 500g (Cannabis!)

Das wirklich professionell an das Volk bringen und den Bürger wütend machen! Und wenn es nur ein oder zwei Zielgruppen sind die man anstachelt! (Siehe Alkohol-Prohibition und dessen Ende!)

Vllt. reicht ein Funken um ein Feuer zu entfachen, wir müssen unsere Strategie überdenken!

Littleganja
Littleganja
7 Jahre zuvor

Quelle Focus: Hartmann: „Cannabis ist keine harmlose Droge“ Der SPD-Bundestagsgeordnete Michael Hartmann, der aktuell unter Drogenverdacht steht, hat sich noch vor eineinhalb Jahren entschieden gegen die Legalisierung sogar weicher Drogen wie Cannabis ausgesprochen. Das geht aus einer Antwort Hartmanns auf eine Anfrage bei „abgeordnetenwatch.de“ hervor. Auf die Frage eines Bürgers antwortete Hartmann im Dezember 2012, eine Legalisierung könne „niemand wollen, der beispielsweise den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Drogen und Sucht ernst nimmt“. Eine völlige Legalisierung weicher Drogen würde nach Ansicht der SPD-Fraktion „vor allem dem Drogenhandel nützen“. Hartmann weist außerdem auf die gesundheitliche Gefahr regelmäßigen und intensiven Cannabiskonsums hin, der „keineswegs bagatellisiert“ werden dürfe. „Cannabis ist keine harmlose Droge.“ ————————————————————————————————————————————– Ist schon OK das der sein Amt niedergelegt… Weiterlesen »

Littleganja
Littleganja
7 Jahre zuvor

Achso was ich noch sagen wollte, der sieht aus wie Walter White aus Breaking Bad, noch ein kleiner schwarzer Hut und es wäre perfekt 😉

patrick
patrick
Antwort an  Littleganja
7 Jahre zuvor

Schau mal den Text unterm Foto an 😉

Littleganja
Littleganja
Antwort an  patrick
7 Jahre zuvor

Ok habs übersehen 🙂

Hempfriend
Hempfriend
7 Jahre zuvor

Zu denken müsste einem doch noch geben das scheinbar doch andere Interessen und andere Anliegen hinter den Aussagen der Politiker liegen die sie am Ende nicht mal selber teilen und befürworten.Wer zieht hier die Fäden?Wer ist enormer Profiteur von einem generellen Drogenverbot?

Louis Cyphir
Louis Cyphir
7 Jahre zuvor

“Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, … …musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.” (Voltaire) Besoffene alkoholkranke christliche Politiker regieren dieses Land. Gerade diese Menschen haben eine große Angst davor das Alkohol als Droge in der Öffentlichkeit anders dargestellt wird. Nämlich als, hochgiftige, zerstörerische, körperlich-geistig abhängig machende Substanz, gegen die Cannabis, MDMA, LSD, usw. wie ein Glas Milch zu beurteilen sind. Das viele unsere christlich-fundamentalen Politiker von einer Substanz abhängig sind und durch ein Cannabisverbot ihre Sucht decken, das ist unser Drogen/Cannabisproblem! Nicht die Drogen/Cannabiskonsumenten haben ein Problem mit ihrem Konsum, sondern die Alkoholtrinker die in eine Schutzhaltung ihrer eigenen Sucht gegenüber verharren, so unsere Kinder und die Zukunft des Landes gefährden. Die dummen sind trotzdem die… Weiterlesen »

Ganja
Ganja
Antwort an  Louis Cyphir
7 Jahre zuvor

Nicht zu vergessen: Mit einer gepuderten Nase, kannst die ganze Nacht durch Saufen 😛

J2
J2
Antwort an  Ganja
7 Jahre zuvor

Kannst du dir vorstellen, wie viel Säure du dann wieder hergibst? Und alles geht zurück in die Natur. Und dann wächst die Erde nicht richtig und wir müssen uns gegenseitig umbringen, damit alle drauf passen. Ozonloch zu und ich könnte mir eine blühende Sahara vorstellen. Paradies ist zum Greifen nah, aber dank den Alkoholikern gehen wir in die entgegengesetzte Richtung. Einst Abschaum der Gesellschaft, bestimmen sie heute, wo es lang geht. Ein Mensch/eine Gruppe nimmt sich das Recht heraus, selbst als ein Teil der Natur, ihre weitere Zusammensetzung zu bestimmen. Erst die Neandertaler, die wir nicht begreifen konnten, heute jeder, der nicht mitmacht. Aus Tradition.

mario
mario
Antwort an  J2
7 Jahre zuvor

Wir lassen es doch zu,ohne uns zu wehren!
Das ist mMn das größte Problem!in allen Dingen! Die Gleichgültigkeit ,aber im jammern sind wir ganz vorne mit dabei…..

Arno Nym
Arno Nym
7 Jahre zuvor

Einfach mal bei Google:”Misbrauch + Täter” eingeben. Und dann auf Nachrichten.
Wenn dann sowas steht wie 69 jähriger verging sich an 2 (11 und 9 Jahre) Kindern,
war geständig und bekam gegen 3000€ und Therapieauflage 13 Monate auf Bewährung, dann ausrasten.

Sollte der selbe Richter einen Cannabiskonsumenten härter verfolgen.
Namen des Richters ÖFFENTLICH MACHEN.

Nennt diese Richter beim Namen, die Cannabiskonsumenten wie Schwerverbrecher behandeln und Messerstecher und Vergewaltiger mit Samthandschuhen anfassen endlich.

LG

trackback
7 Jahre zuvor

[…] hatten vergangenen Woche über ehemaligen Innenpolitschen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag berichtet, der aufgrund eines laufenden Ermittlungsverfahren zurückgetreten war. Hartmann, dem der Kauf von […]