Montag, 9. Juni 2014

ALARM: Nach der Million geht´s um die Million!

 Europäischen Volksinitiative zur Legalisierung – wo bleiben die Unterschriften?

 

 

EU Volksinitiative: wo bleiben die Unterschriften?

 

Das Jahr hat wirklich phänomenal begonnen, wenn man das mal aus „Legalizatorsicht“ sieht. Nach einem fulminanten Auftakt bei der Millionärsshow in Sachen Hanf und einem Global Marijuana March, wie ihn die deutschsprachige Szene seit Längerem nicht gesehen hat, kündigen sich die nächsten Höhepunkte auf dem Weg zur Legalisierung an. Dr. Franjo Grotenhermen und seine Petition für medizinisches Cannabis an den deutschen Bundestag ist eines dieser Highlights. Wer heute noch nicht gezeichnet hat, der kann das hier und am besten sofort tun:  http://cannabis-medizin-petition.de/  (der Link müsste täglich freigeschalten werden) – die 50.000 Unterschriften werden innerhalb weniger Wochen zusammen sein, da bin ich mir ob der guten Vorbereitung sicher. Ein Zeichen ist es allemal, wenn auch sofort 100.000 Unterschriften zusammen wären.

 

Und schon bahnt sich der nächste Höhepunkt an. Die Hanfparade expandiert und wird aller Voraussicht nach größer und damit auch politisch gewichtiger als die Jahre zuvor. Noch mehr. Als Vorbereitung und Netzwerktreffen kristallisiert sich ein Legalizer-Camp im Vorfeld heraus. Das ist gut so. Virtuell zusammengearbeitet haben sie ja schon; jetzt sollen sich die Hanfisten dieser Republik mal kennenlernen, gegenseitig schulen und inspirieren. Nur gemeinsam und im Netzwerk wird diese Republik zu überzeugen sein.

 

Ein Höhepunkt nach dem anderen könnte man meinen und sich anfangen selbst zu loben. Pustekuchen, denn da wo viele hin greifen und promoten, da fällt es manchmal den wirklich wichtigen Dingen schwer durchzukommen. Vor allem dann, wenn sich niemand zuständig fühlt. So auch bei dem aktuell wichtigsten Legalisierungsprojekt, der Europäischen Volksinitiative zur Legalisierung.

 

Wahr ist, dass diejenigen, die die Initiative gestartet haben beinahe zu Null Prozent mit der europäischen Hanfszene vernetzt sind. Ein Team von Studenten erhielt den Auftrag von ihrem Professor das Ding aufzusetzen. Wohl nicht mehr und nicht weniger. Des Professors Intention war gut und die Studenten machten ihre Arbeit prima, denn es ist gar nicht so einfach eine solche Initiative überhaupt legal und korrekt aufzusetzen. Soweit so gut. Ich sehe keinen Makel an der Initiative, auch wenn sie nicht von den üblichen Verdächtigen kommt. Nun flog der Ball und er fliegt immer noch, denn keiner fühlt sich berufen ihn anzunehmen.

 

Von einer Million Unterschriften sind jetzt erst Einhunderttausend zusammen. An dieser Stelle schämen wir uns eine Runde. Gemeint sind wir alle. Ich gehe fest davon aus, dass mindesten sieben Millionen Österreicher und Deutsches ab und an Gras rauchen – bitte warum stehen denn nicht diese sieben Millionen mittlerweile auf den Unterschriftenlisten? Hat denn jemand real Angst, dass die uns alle verhaften, weil wir mit unserem Guten Namen unterschreiben?

 

Insbesondere ärgert mich die organisierte Unbekümmertheit derjenigen, die mir als erstes einfallen würden, dafür zuständig zu sein. Keine Namen an dieser Stelle; denkt selber wer denn eigentlich so eine Kampagne richtig pushen müsste und während ihr nachdenkt, könnt ihr ja schon mal euren basisdemokratischen Beitrag leisten und dafür sorgen, das Eure Unterschrift hier erscheint:

 

https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/signup.do

 

Und wenn die dann endlich drunter sitzt, dann hast Du den Auftrag direkt und ohne Verzug deine Freunde, deine Familie, deine Bekannten, deine Arbeitskollegen und alle, die es auch cool finden wenn DU nicht mehr kriminalisiert wirst, auf diese Liste zu bekommen. Ja genau Du!

 

Hier kann man den aktuellen Stand der Sammlung live sehen:

https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/map.do

 

Emanuel Kotzian @emanuelkotzian, ist Herausgeber des Hanfjournals, parteiunabhängiger Politiker und bloggt unter: www.kotzian.de

21 Antworten auf „ALARM: Nach der Million geht´s um die Million!

  1. Anon

    Das muss man erstmal verstehen 93000 Unterschriften bei weed like to talk… bei 7 europäischen ländern die den schwellenwert überschreiten müssen, wird das wohl nix.
    Da muß man sich echt für die meissten Cannabisfreunde fremdschämen… was ist so kompliziert dran einfach das Formular aus zu füllen? (Hab ich sofort gemacht als ich von #weedliketotalk gehört hab) Kein Wunder das unsere Rechte immer mehr beschnitten werden, wenn sich die Masse schon nicht mehr traut der eigenen Meinung nachdruck zu verleien. Von den Vollpfosten die einfach zu faul sind will ich hier gar nicht anfangen, die sind eh unser Untergang. Also aufraffen und unterzeichnen!

    Achja, die Petition vom Franjo ist immernoch nicht online 😉

  2. Streuner

    Ist ja alles nett… aaaber, wenn wir 10 Mio Deutschsprachige Konsumenten annehmen, wieso gibt es dann den Text der Petition nur in Englisch? Das ist nicht meine Sprache und ich verstehe nicht, was da steht, wörtlich! Das kann ich nicht unterschreiben, tut mir leid.

  3. P.Pipeur

    Wenn man die Kommentare auf Facebook & Co ließt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass viele spätesten beim 2. Schritt oder wachsender Komplexität des Formulars einfach abschalten oder den eigentlichen Sinn des Formulars vergessen und nicht weitermachen ^^

  4. Thomas

    Schon mal was von einem Translator gehört? Eine Dümmere Ausrede kann man sich wohl kaum einfallen lassen. Ich Könnte mein Arsch drauf verwetten, bei einer Legalisierung sind sie der erste im Coffeeshop. Armes Deutschland

  5. paranoid

    Genau wie bei den deutschen Petitionen müsste meines Erachtens mehr in den Vordergrund kommen und erklärt werden, dass diejenigen, die hier abstimmen, keine Folgen davon tragen.
    Welchen Schutz haben die Teilnehmer ? Woher weiss ich, dass diese Beteidigungslisten nicht doch bei der Justiz oder der Füherscheinstelle landen ?
    Wenn das klarer kommuniziert wäre, wäre die Beteidigung bestimmt viel höher. Meine Meinung.

  6. Jan

    Dein Recht auf freie Meinungsäußerung schützt dich davor. Außerdem musst du kein Cannabis konsumieren, um eine Legalisierung zu unterstützen und dafür zu stehen.

  7. wüsstetihrwohlgern

    die führerscheinstelle hat das recht dich zu nem drogentest einzuladen, ob nun beweise vorliegen oder nicht. das ist verwaltungsrecht. selbst wenn da nur jemand anruft der dich nich leiden kann und dich anschwärzt dürfen sie das machen. theoretisch könnten die auch ganz deutscland morgen zu nem test einladen. nichts kann einen vor der führerscheinstelle schützen!

  8. Hasi

    Na ja Angabe der kompletten Anschrift ist doch eigentlich nicht wirklich nötig für eine Petition, oder?

  9. XtS

    Ich denke das aufsuchen von Websites wie dieser hier oder anderer, die sich mit Cannabis beschäftigen, ist genauso gefährlich (und liefert ebenso viele Daten) wie diese Petition zu unterschreiben. Also bitte habt euch nicht so!

  10. Gustav

    also ich habe bereits ganz am Anfang unterschrieben und habe bis dato noch keine Konsequenzen zu spüren bekommen 😉 macht euch doch nicht lächerlich ist doch alles abgedeckt und steht da: die daten werden bis zum ender der petition gespeichert und danach vernichtet, also kein grund zur panik.
    aber leider wird das ohnehin nix werden, da einfach viele zu naiv sind und sich einen furz kümmern und genau 0 für deren einstellung und recht tun

  11. Thomas

    Bei Erfolg dieser und anderer Petitionen, wächst der Druck auf die Politik und die Konsequenzen werden immer weniger. Das leuchtet vielen leider nicht ein. sehr schade

  12. Gasterl

    Es wird geschrieben (in den Kommentaren), dass einen das Recht auf freie Meinungsäusserung schützt. Wenn dem so wäre, dann frage ich mich, warum die Polizei bei so ziemlich jeder Demo (egal von wem und zu welchem Zweck) mit deren Kameras aufwarten und die Demonstranten ablichten. Gerade Demonstrationen sind ja nochmal extra geschützt.
    Die Menschen haben meiner Ansicht nach das Vertrauen in den Staat verloren und wollen deswegen keinesfalls all Ihre Daten unter eine solche Petition setzen – aus begründeter Angst.
    Das ist nicht schön und auch nicht förderlich, aber leider bittere Realität.
    In diesem Staat werden ja sogar wegen des Kaufs von eigentlich harmlosen und vor Allem legalen Dingen (Lampen, Lüfter usw) auch Hausdurchsuchungen gemacht, denn es ist ja der Verdacht da, dass der Kunde diese Dinge nicht zum Tomatenzüchten nutzt…ich erinnere hier an die Ratien in Folge eine gewissen Onlineshops, der hochgenommen wurde vor einiger Zeit.
    So könnte man die Liste beliebig fortführen…man wird in diesem Staat sehr schnell verdächtigt, auch wenn absolut nichts daran ist, dass man etwas „unrechtes“ (also lt. Staat verbotenes) getan hat.
    Noch ein gutes Beispiel: Vor etwa 2 Jahren war in den Medien von einer älteren Dame zu lesen, welche beim Spazieren im Wald eine Leiche entdeckt hatte. Die Dame hat dies sofort der Polizei gemeldet – mangels weiteren Verdächtigen kam die Dame sofort in U-Haft. Solche Beispiele sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Man bräuchte erstmal eine Petition, die dem Staat grundsätzlich in allen Bereichen untersagt, Demonstranten und Unterschreiber einer Petition (egal auf welchem Wege) zu verfolgen….dann könnte man sich endlich der vielen Themen annehmen, bei denen Leute Angst haben eine Petition zu unterschreiben.

  13. Ralf

    Ha,Ha,soll ich mal laut lachen? Dein Recht auf freie Meinungsäußerung hat mich meinen Lappen gekostet. Wie kann man nur so blauäugig sein und an so etwas wie „verfassungsmäßige Rechte oder gar Menschenrechte glauben“ die das Papier nicht wert sind auf dem diese geschrieben stehen.
    Die meisten Leute haben eben die Schnautze voll von ewig nichts bringenden Petitionen und Protestmailern. Und ich finde es arrogant und dumm auf ihnen rumzuhacken, während man es selbst als Bewegung nicht mal fertig bringt wie diese Einzelperson Martin Soinneborn DIE PARTEI in unserem Falle die DEMOKRATISCHE HANFPARTEI zu gründen und damit ins Europaparlament einzuziehen. Gib ihnen die Möglichkeit ein anonymes Kreuz in der Wahlkabine zu machen und sie werden sich schon bewegen.Da gibt es Leute, die haben seit einem halben Jahr eine Million zur verfügung und haben das voll verpennt und uns damit eine wirklich schlagkräftige Gelegenheit vermasselt. Ich jedenfalls verschwende meine Zeit nicht mehr mit solch ineffektiven Aktionen von Leuten die uns eigentlich nur verarschen.

  14. X-Kiffer

    Ja das finde ich auch sehr enttäuschend was der vom Hanfverband da abgezogen hat. Kassiert einfach die Millionen und bestimmt isser schon auf Hawai oder wo im Exil. Da hätte längst was an Aktionen kommen müssen. Mein Vertrauen in den DHV ist zutiefst erschüttert.

  15. XY-Kiffer

    Du solltest dich mal besser informieren, dann wüsstest du, dass sie am machen sind. Kaufen kann man die Legalisierung nicht! Das Geld zum Fenster rausschmeißen bringt auch nix.

  16. papa

    Das ist doch genau so wie bei der letzten Petition wo jeder geschrieben hat und als man die Adresse eingeben musste haben die meisten den schwa….. eingezogen.
    Ich hab damals wie heute gezeichnet sollen die doch kommen.
    Was wollen die den machen.

  17. Ralf

    Dämliche Antwort, den Hanfverband finde ich auch ohne deinen dämlichen Link. Ich kann da außer `ner Menge bla,bla und so einem unnötig kostspieligen Fernsehspot, der frühestens im Winter raukommen soll, nix finden. Mit dieser Geschwindigkeit kann ich dann ja in hundert Jahren mit Ergebnissen rechnen oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.