Donnerstag, 29. Mai 2014

Child of Light

Marchen Adventure

 

Aurora ist gestorben.
 

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Nachdem sie sich davon überzeugt hat, dass das Leben damit nicht endet und sie gegen diesen Zustand etwas unternehmen kann, macht sie sich mit Hilfe eines Irrlichts auf die Reise im neusten Ubisoft Rollenspiel, das leider bisher nur durch die Internetleitung zu erstehen ist.

Child of Light nutzt für das kindliche Bilderbuch-Adventure, die Rayman lebensspendende Ubiart Framework Engine, die erneut hübsche 2d Grafiken, auf den Bildschirm zu zaubern vermag. Aurora durchstreift fortan das merkwürdige, wie ein Pastell-Kinderbuch gestaltet Land, in dem sie neben freundlichen Gestalten, vor allem dunkle Schattenwesen und auch Ungetüme vorfindet. Glücklicherweise kann sie ein magisches Schwert bergen und sich somit gegen die unausweichlichen Kämpfe mit den schrecklichen Biestern zur Wehr setzen. In recht typischen RPG-Rundenschlachten kämpft sie dann, mittels Rpg-Menü und direkter Auswahl der gewünschten Tätigkeit/Fähigkeit durch den Spieler, sowie mit mehreren Mitgliedern im wachsenden Team, um Experience-Points und Edelsteine zu ergattern.Ein Menü im Pause-Modus lässt die Charaktere dann auf Wunsch Fähigkeiten lernen und die Edelsteine handwerklich bearbeiten, um sie anschließend zur Stärkung gewisser Werte einzusetzen. Die Level sind RPG untypisch in der Seite scrollend und blättern nach gewissen Abständen, wie die Seite eines Buches, auf das folgende, angeschlossene Areal um. Mittels Kartenübersicht, kann man später über Abkürzungen bereits besuchte Orte schneller aufsuchen und dank neuer Fähigkeiten nach alten, übersehenen Schätzen suchen. Aurora lernt nämlich auch einiges, was ihr in der eigentlichen Spielwelt, neben den Kämpfen weiterhilft und auch Igniculus das Irrlicht kann mittels Leuchtkraft gewisse Objekte beeinflussen. Ab dem Moment in dem das kleine Mädchen mit Feen-Flügeln beschenkt wird, wird der Weg frei, um der Geschichte tatsächlich auf den Grund zu gehen und die Level vertikal zu durchforsten. Die Rundenkämpfe orientieren sich dagegen mit einer angezeigten Zeitlinie, die den genauen Angriffszeitpunkt der jeweiligen Figur offenlegen, stark am RPG-Klassiker Grandia, den Ubisoft vor langem in westlichen Gefilden herausbrachte. Dieses Kampf-Konzept funktioniert heute noch eben so gut, wie damals auf der ersten Playstation, in Teil zwei auf dem Dreamcast oder auch im dritten Teil auf der Playstation2. Doch muss man Rundenkämpfe schon etwas mögen, um tatsächliche Freude am kunstvollen Gesamtkonzeptes vom Child of Light zu haben.
 

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Denn recht hübsch, gut spielbar, sehr zugänglich und äußerst ansprechend für Interessierte, ist das Download-Only-Spiel, das fast überall nur sahnige Wertungen kassierte. Menschen, die seit Jahrzehnten in Rundenkämpfe involviert sind, eher auf das klassische Kopffüsslergewusel aus der Vogel-Perspektive oder auch auf modernere Polygongrafik setzen und dem leicht kitschigen „Trauriger-Clown-Charakter“ des Child of Lights weniger abgewinnen können, dürften auch durch den, doch sehr seichten Schwierigkeitsgrad, des etwas über 10 Stunden langen Ausflugs ins Bilderbuch, nicht unbedingt vollständig oder eben ihren Ansprüchen entsprechend unterhalten werden. Einen gefahrlosen Blick riskieren kann man aber definitiv oder zumindest über die angebotene Demo-Version einige Seiten der Wunderwelt studieren, um zu schauen, ob man anschließend Aurora wirklich zurück ins Reich der Lebenden erretten möchte.

Bilderbuch mit Platz nach oben.

 

Child of Light

Fotos: Ubisoft

USK 6

Circa 15€

(PSN – ASIN: B00IYEI3I0 (Deluxe Edition) / Uplay Code – ASIN: B00IAS0LOE / via  XboxLive oder den Nintenedo eshop)

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