Mittwoch, 9. April 2014

Killing is my Business, Honey

Buddy macht kurzen Prozess

Text: mze / Fotos: Bud Spencer

 

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Foto: Bud Spencer

 

Hanfanbau ist leider noch immer verboten, als wir unseren dicken Italiener bei einer zufälligen Gelegenheit auf einer Party in einem noblen Stadtteil einer hippen Metropole, fern unserer eigentlichen Heimat treffen. Sich seiner Verbrechen immer bewusst, ist sich Bud Spencer jedoch nie zu Feige, zu seinen wachsenden Untaten zu stehen. Da wir leider schon länger keinen Kontakt und Möglichkeiten zum Austausch fachlichen Wissens hatten, lud uns Buddy nach durchzechter Nacht noch ein, einen Absacker plus Kaffee con leche in einer seiner Zweitwohnungen einzunehmen und über seine neuerlichen Schandtaten zu plaudern. Etwas zu erzählen gibt es aus dem stillen Kämmerlein daheim schließlich immer, solang der Strom denn fließt und alle Lichter dank zuverlässiger Zeitschaltuhren brennen.

 

HaJo: Hello Mr. Bud! Danke, dass du dir erneut die Zeit, heut sogar zu solch später Stunde, für uns nimmst.

 

Bud: Yo, was für ein Zufall, dass wir uns ausgerechnet heute Abend hier treffen mussten, aber so bietet sich ein Besuch mit Kaffeetrunk und etwas Growing-Analyse ja geradezu an. Die Kammer in meiner Villa ist seit ein paar Wochen frisch bestückt und das zuletzt geerntete Weed ist seit einigen Tagen in Ge- besser Verbrauch. Und bevor ich euch nichts mehr davon anbieten können sollte, seid ihr genau rechtzeitig in meine Hallen zu Besuch gekommen. Also, während ich jetzt erstmal ein Hörnchen dreh, könnt ihr mich mit euren Fragen löchern. Was wollt ihr denn wissen?

 

HaJo:  Wie du dich eingefuchst hast vor allem. Der letzte Bericht, handelte ja vom Wiederaufbau deiner Kräfte. Nur deine AK-47 hatte den übertriebenen Aufrüstungsversuch überlebt und drei Keimlinge waren am wachsen, wenn ich mich nicht irre?

 

Bud: Genau. Nachdem ich mich besonnen hatte, die ganzen Düngerzusätze wieder abzuschaffen, eine ziemliche Menge Ausschuss produzierte und mich schlussendlich auf die wirklich widerstandsfähige AK-47 konzentriere, hatte ich  erneut mit drei unbekannten Fundsamen experimentiert. Zwei waren was, eine war ein männliches Exemplar, das gleich entfernt  wurde. Leider ließen sich deren Klonversuche nicht mit Erfolg krönen, was ich etwas bereue, da beide Plants vom Endergebnis her überraschend schmackhaft wie Potent waren.

 

HaJo: Zum Glück hast du ja wieder einige Fotos geschossen, die wir als Beweismaterial beschlagnahmen und veröffentlichen können, damit sich unsere Leser selber ein Bild von den äußert dicken Knospen machen können. Wie schlugen sich die beiden unbekannten denn im Vergleich zu deiner beliebten AK-47?

 

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Foto: Bud Spencer

 

Bud: Sie brauchten wesentlich länger als ich es von den Aks gewöhnt bin. Obwohl die Keimpflanzen wesentlich schneller wuchsen und auch viel schneller an Höhe gewannen, dauerte der Prozess zur Blütebildung und letztendlich zur Reifung fast das Doppelte an Zeit.

 

HaJo: Deine Ak´s sind meist nach acht Wochen Blüte Kammer reif oder?

 

Bud: Spätestens. Die sind wirklich überraschend flott, nahmen in den letzten Grows jedoch ein wirklich überschaubares Wachstumsmaß an. Will sagen, trotz Vorwachszeit von mitunter bis zu vier Wochen in kleineren Anwuchskübelchen, werden die guten Biester nicht wirklich höher als 80cm Zentimeter. Ich stelle sie daher immer auf umgedrehte Töpfe, damit sie annähernd genügend potente Lichtstrahlung der 250Watt Natriumdampf-Birne abgreifen können.

 

HaJo: Woran meinst du, könnte das liegen und hast du dadurch Defizite zu befürchten?

 

Bud: Ab und an denke ich schon, dass ich vielleicht etwas mehr Nährstofflösung, also ich mein Gießwasser mit den GHE Produkten vermischt, vergießen sollte. Ich benutz ja die 3,8 Liter Root Pouches, die zurzeit  recht widerspenstig Wasser aufnehmen, da ich die Kokoserde etwas zu fest gedrückt hab. Einiges des vorsichtig  Gegossenen, fließt damit direkt aus allen Poren der Säcke, zum anderen trocknet das Substrat in den Pouches schneller. Ich werd beim nächsten Grow versuchen, die Pflanzen stets auf einem gleichmäßigen Level an Feuchtigkeit zu halten und nicht  ständig die Stressresistenz ausreizen, die laut manchem Fachbuch auch für bessere Ernteergebnisse verantwortlich seien kann. Hier das richtige Maß zu finden, scheint mir aber schwierig, da es selbst bei Stecklingen derselben Mutterpflanzen Unterschiede im Durst der Mädels zu bemerken gibt.

 

HaJo: Was genau benutzt du denn zurzeit an Substrat?

 

Bud: Aufgrund des nächsten Weges, hatte ich beim Gartenhändler mal zu den lustig klingenden Bollerblom Kokosbriks gegriffen und mir für neue Stecklinge auch mal ein kleines Anwuchsset des Herstellers besorgt. Dies wurde beim letzten Grow, den ihr gerade in den Lungen haltet, und beim derzeitigen verwendet. Einen weiteren unbekannten Samen hatte ich erfolgreich zwischendurch mal versucht in meinem alten Set angesetzt, das Klonen funktionierte bei der sich als hermaphrodite outenden Schönheit aber leider wieder nicht. Da nur vereinzelt männliche Samensäcke erschienen, wagte ich ein entfernen und ließ die weiteren weiblichen Geschlechtsteile ungestört weiter wachsen. Ob sich der Versuch gelohnt hat wird sich in vier Wochen zeigen. Das Substrat ist jedenfalls nicht für die erfolglosen Klonversuche verantwortlich, da zeitgleich in dem neuen Set acht AK-Steckis gezogen wurden, von denen fünf durchkamen.

 

HaJo: Benutzt du zur kalten Jahreszeit denn eine Heizmatte?

 

Bud: Nein und ich bin mir nicht sicher ob ich mir die noch einbaue. Wenn ich weiterhin so durch die Wintermonate komme, reichen mir Frühling, Sommer und Herbst, um genügend Steckis zu produzieren. Mit sechs Pflanzen ist mein Harvester eh ausgelastet, wenn sie wachsen wie man es wünscht. Ansonsten werd ich nebenbei weiterhin die Versuche mit seltenen Fund oder Geschenksamen machen und mich vielleicht mal heimlich nach einer weiteren Sorte umhören, die der AK-47 nahe kommt, aber dennoch etwas anderes bietet. Ansonsten ist das pflanzliche Thc-Schießgewehr ein famoser Begleiter in allen Lebenslagen über dessen Qualität ich mich nicht zu beklagen wage.

 

Hajo: Düngermäßig bist du weiterhin den GHE Produkten und auch GreenBuzz Liquids treu geblieben?

 

Bud: Yo, da bleibt der Bauer, bei dem was er kennt. Außerdem reichen die Flaschen beider Hersteller ja ein Weilchen, bei dem wenigen Einsatz meines privaten Mini-Grows. Ich bin dazu so eingespielt, dass ich notfalls auch mal ohne pH und EC-Wert Messung gießen kann, falls ich unter Zeitdruck steh. Das würde bei einem Umstieg erstmal wieder etwas Gewöhnung verlangen, dessen gleichwertige Erfolgsaussichten aber erst bewiesen werden müssten.

Hajo: Wie geht es dann jetzt weiter?

 

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Foto: Bud Spencer

 

Bud: Naja, dank der AK und den überraschenden Funden, bin ich dazu verdonnert in regelmäßigen Abständen zu ernten und zu konsumieren. Während die eine Faust neues Leben säht, haut die andere Faust gereiften Pflanzen das Lebenslicht aus. Gerade die häufigen AK-Ernten lösen natürlich in Zeiten in den ich mit dem Klonen und Ausprobieren anderer Pflanzen nicht ganz im Zeitplan liege, immer eine willkommene Erntedankfeststimmung aus. Da jetzt endlich aber die magische Fünf, der gleichen schnellen Sorte in die Kammer wandern wird, eine AK Mutti neue Steckis produziert und ein kleiner Aufräumer in der Growanlage für die nötige Frühlings-Frischluft-Zirkulation sorgen wird, sehe ich der etwas düstereren Winterstimmung ohne Sehnsüchte hinterher. Der Sommer kann somit kommen.

 

Hajo: Apropos Zuhauen. Das schnippeln der Pflanzen übernimmst du auch wie gehabt?

 

Bud: Yo, das hat sich so bewährt. Wenn die meisten Härchen braun, die Trichome auf den Pflanzen sich langsam vom milchigen Zustand weiter verdunkeln, dann wird geschnitten und das Kräuterwerk in einem lichtdichten Karton kopfüber aufgehängt. Nach vier bis fünf Tagen, hier kommt einem Mal der heizintensive Winter sogar zu gute, kann man die Knospen dann in Tupperware packen und ihrem täglichen Lüftungsprozess aussetzen, bis sie zum fachgerechten Konsumieren ausreichend getrocknet sind.

 

Hajo: Das sind diese hier. Schmackhaft und mit Wirkung versehen. Müde machen sie bisher trotz später Stunde auch noch nicht.

 

Bud: Naja, ich glaub das ist auch typenbedingt. Gerade wenn sie noch recht frisch sind, machen sie mir eine sehr angenehme Träumer-Stimmung. Ein feines Mittagsschläfen nach einer kräftigen AK-Bong hat wohl auch noch niemandem geschadet.

 

Hajo: Nicht, dass es uns bekannt wäre. Schaden tust du sonst aber auch niemandem und dennoch wären die Probleme akut, würde dein nicht ganz legales Hobby einmal auffliegen. Machst du dir eigentlich trotz oder gerade auf Grund deines Bekanntheitsstatus manchmal auch sorgen?

 

Bud: Selten. Natürlich wäre eine Auseinandersetzung mit dem Gesetz nicht wünschenswert, jedoch steh ich ja zu den Vorteilen und auch den moralischen Aspekten des Grows@Home. Man muss es nur einmal realistisch und von der lebensnahen Seite betrachten. Schließlich macht man durch das Anbauen von Hanf auch selber kurzen Prozess: Mit dem kriminellen Schwarzmarkt, der die Gewinne am Handel sicherlich nicht zu den richtigen Zwecken benutzt, den zusätzlichen Gesundheitsrisiken, denen man dank skrupelloser Händler, die ihre Ware absichtlich kontaminieren, um besagte Gewinne zu maximieren, hilflos ausgeliefert ist und letztendlich auch mit dem eigenen Verlangen, das durch die ungewisse Verfügbarkeit der gesuchten Ware, auch zum Anstieg des eigenen Wunsches nach Konsumierung führen kann. Somit töte ich, in regelmäßigen Abständen, nicht nur die von mir angesetzten Thc-Produzenten in ihrer natürlichen weiblichen Hanfpflanzenform, sondern eben auch drei sehr unangenehme Mitläufer, die dem illegalen Vertrieb des grünen Krautes leider meist immer beiwohnen. Killing is my Business, Honey! Es trifft halt aber nur die, die es verdient haben oder deren Zeit einfach gekommen ist.

 

HaJo: Amen. Was macht eigentlich dein Kumpel Don Camillo aka Terence Chill?

 

Bud: Der übt sich in Askese. Wenn ich mal was neue höre sag ich euch Bescheid. Lasst uns aber noch einen kleinen Absacker rauchen und mit einem Kaffee nachspülen, dann ist jedoch langsam Schluss für heute. N’kay?

 

HaJo: Logo. Deine Gastfreundschaft wurd eh schon wieder vollständig von uns aufgesaugt, weshalb wir dir nur erneut mit Freude für dieses aufschlussreiche Gespräch und die leckeren Kostproben herzlich danken dürfen. Weiterhin so gute Stimmung und viel Glück für die anstehenden vier Jahreszeiten.

 

Coole Sache Parker! Buddy hat also seinen Grow im Griff, auch wenn es immer wieder zu unerwarteten Überraschungen kommen kann und er sich auf die Jahreszeiten vorzubereiten hat. Mit etwas Fingerspitzengefühl und dem richtigen Einsatz der richtigen Mittel zur richtigen Zeit, schafft aber selbst der behäbige Dicke, einen stetigen Flow aus saftigem Grün zu produzieren. Lecker! 

 

Nachmachen leider verboten!

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