Montag, 24. März 2014

Kleiner Sieg für kanadische Patienten

Cannabis muss nicht zerstört werden

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Staatliches Gras kostet 4 Dollar, selbst angebautes 87 Cent

„Health Canada“ ist ein Teil des kanadischen Gesundheitsministeriums und verantwortlich für die Regularien der Versorgung mit medizinischem Cannabis. Weil der Staat Kanada offensichtlich vor hat, aus der meist autark erfolgten Versorgung der Patienten eine Millionen-Dollar Geschäft zu machen (siehe Video), sollte ab dem 1. April 2014 nicht mehr eine legale Blüte von Patienten selbst angebaut werden. Einer der Betroffenen, die am 1. April 2014 ihren gesamten Vorrat an Medizin sowie den aktuellen Grow hätten zerstören müssen, ist Remo aka UrbanGrower. Der wollte auf keinen Fall die spezifisch für sein Krankheitsbild selektierte und angebaute Medizin gegen die staatliche Einheitsware tauschen, die von den vielen Patienten aufgrund der oft dokumentierten, schlechten Qualitäten sowie des hohen Preises abgelehnt wird.
Kurz bevor er seine Pflanzen nolens volens ernten musste, hat UrbanGrower zusammen mit anderen Patienten einen Sieg vor dem höchsten kanadischen Gericht errungen. „Health Canada“ darf Patienten, die bereits in Besitz einer Erlaubnis sind, diese nicht nachträglich entziehen. Remo und jene, die bereits legal medizinisches Cannabis anbauen, dürfen das weiterhin. Für neu aufgenommene Patienten in das staatliche Programm gilt jedoch: „Don’t grow if you wanna blow. Pay!“

 

 

Eine Antwort auf „Kleiner Sieg für kanadische Patienten

  1. Albert Streichmeister

    Um mit einem Bild zu sprechen: nicht der „kleine Finger“, wo die ganze Hand erforderlich gewesen wäre, wird den PatientInnen gereicht, sondern das Dunkle unter dem Fingernagel für schwerkranke, die weiterhin erst alle medizinisch möglichen Behandlungen über sich ergehen lassen mussten, bevor sie mit dem was wirkt, behandelt werden dürfen. Menschen die sich gezwungenermaßen „austherapieren“ müssen und dann noch für die Pharmaindustrieforschung, als Objekte herhalten müssen.

    Diese Fragen müssen von Ethikkommissionen, dem Bundesverfassungsgericht und dem Menschrechtsgerichtshof geprüft werden. Denn die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir haben Menschenrechte und die dürfen auch nicht von Politprofis und Pharmalobbys – auf dem Rücken der Schwächsten – kassiert werden.

    Lieben Dank für die Aufmerksamkeit. Weitere Infos – Anregungen – Hintergründe – Fragestellungen – unsere Fragen an das Bundesverfassungsgericht: https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/25-frage-an-das-bundesverfassungsgericht

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