Mittwoch, 19. Februar 2014

Cannabis dämmt HI-Virus ein

Neue Studie aus den USA veröffentlicht vielversprechende Ergebnisse

am Hanftropf
Deutschland könnte legal forschen… Bild: Archiv

Cannabis wird bereits zur Linderung der Symptome wie Appetitlosigkeit und chronischen Schmerzen an Aids-Patienten verschrieben. Aber seit einigen Jahren häufen sich Forschungsergebnisse, denen zufolge Hanfblüten auch die Vermehrung des Virus eindämmen. Im Rahmen einer letzte Woche veröffentlichen Studie der Louisiana State University erhielten mit dem Virus infizierte Affen täglich eine Dosis THC, dem Hauptwirkstoff der Hanfpflanze. Nach 17 Monaten war die Virenlast im Magen der Affen, wo sie eigentlich besonders hoch sein sollte, gesunken. Die Leiterin der Studie, Dr. Patricia Mol, führt den Rückgang der Virenlast direkt auf die THC-Gabe zurück. Bereits 2011 gab es eine Studie der gleichen Forschergruppe, die mit THC behandelten Affen eine höhere Überlebensrate bescheinigte als denen, die nicht mit dem Wirkstoff der Pflanze behandelt wurden. Eine Studie der Mount Sinai School of Medicine aus dem Jahr 2012 legt zudem nahe, dass Cannabis besonders bei einer Infektion im vorgeschritten Stadium den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. „Wir wussten bereits um die therapeutischen Effekte von Cannabinoiden bei Aids, haben aber bisher nicht verstanden, wie sie die Ausbreitung des Virus an sich beeinflussen können,“ äußerte der Leiter dieser Studie bereits vor fast drei Jahren. In den USA dürfen, trotz zahlreicher Staaten mit medizinischem Cannabisprogramm, keine Studien mit Erkrankten zur Wirksamkeit von Cannabis bei Aids durchgeführt werden, weil die Bundesbehörden immer noch zögern, Cannabis als Medizin anzuerkennen.

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