Montag, 10. Februar 2014

Exzessiv geht baden

Ein Kurzbesuch auf den Kanaren

Exzessiv On Tour...
Micha mit Präsident Stefan im CSCC TFS

Exzessiv.tv, der Youtube Channel des Hanf Journals, war für seine Zuschauer mal wieder in Spanien unterwegs, um die dortige Situation der Cannabis Social Clubs zu dokumentieren.
Zur Zeit arbeitet das exzessive Team unter Hochdruck an der Fertigstellung der Episoden aus Teneriffa und Fuerteventura, die ab Mitte Februar auf

exzessiv das magazin zu sehen sein werden. Unser Team hatte die Gelegenheit, in fünf ganz verschiedenen Cannabis Social Clubs zu Gast zu sein, die wir unserer Leserschaft jetzt schon mal, sozusagen als Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Wochen folgen wird, in Form eines kleines Kurzporträts präsentieren wollen.
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Collectivo Cannabisterapeutico Canario, kurz Col.Can.Can in Gran Tarajal/ Fuerteventura

Ein kleiner Club im Süden der zweitgrößten Insel der Kanaren. Chillige Atmosphäre mit individuell gestalteten Clubräumen. Das Angebot umfasst eigentlich drei Sorten, die täglich wechseln. Bei unserem Besuch war allerdings nur noch Critical+ verfügbar. Hier wurde das exzessiv Team von Manger Lorenzo freundlichst empfangen und zum ersten Mal mit einem Dab-Köpchen bestem kanarischen BHO versorgt. Für ein Gramm Kanarisches Outdoor, das man kaum von unserem Indoor unterscheiden kann, wird hier, wie fast in allen Clubs, eine Gebühr von sechs Euro erhoben. Auch die Haschsammlung vieler verschiedener Rauchpiece aus aller Welt war sehr beeindruckend, kurzum: Wir bedanken uns beim Team vom Col.Can.Can für die gute und gelungene Einführung in die Welt der CSCs auf den Sonneninseln.

Das Menü in der Asociacion Club Medical THC
Das Menü in der Asociacion Club Medical THC

Association Cannabis Medical Fuerteventura ACMEFUER in Porto Rosario/Fuerteventura

Der größte Club Fuerteventuras liegt ganz im Norden der Insel. Präsident José setzt sich vor allen Dingen für die Belange von Cannabispatienten ein und ist aufgrund seines Engagements über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Die ACMEFUER war wenige Tage vor unserer Ankunft auch Ausrichter des „San Canuto“, einem CannabisCup, an dem fast alle Cannabis Social Clubs der Kanaren teilgenommen haben. Während unseres Besuchs im Club konnten wir außerdem ein sehr interessantes Interview mit einem Krebspatienten führen. Außerdem wurde uns gestattet, die Reste der Jury-Box vom Cup durchzutesten, wobei es sich um jeweils über 20 In- und Outdoorsorten handelte. Bei der fünften Runde hat das exzessiv Team dann die Waffen gestreckt. Das Angebot des Clubs umfasste fünf Sorten Gras sowie BHO (Butanextrakt, bei uns bekannt als Öl oder neuerdings auch als Wax) und ein Cannabisextrakt auf Alkoholbasis, das ausschließlich zur medizinischen Anwendung gewonnen wird.
Die Clubräume sind sehr großzügig gestaltet und der Außenbereich lässt mit Sonnenterrasse und Grillstation mit Meeresblick wenig Wünsche offen.

„SickMeds“ Medical Club In Los Americanos

Der erste Club, den wir auf Teneriffa besuchen. Hier geht es vorwiegend um „Cannabis als Medizin“, Ziel des Clubs ist es, mindestens 80% Patienten unter den Mitgliedern zu haben. Mikael, der Präsident mit polnischen Wurzeln, war ob der Anwesenheit unseres polnisches Schwesterprojekts „Spliff.tv“ hocherfreut, konnte er sein umfassendes Wissen über die medizinische Anwendung von Hanf doch endlich mal wieder in seiner Muttersprache präsentieren. Im SickMeds, der nach der gleichnamigen Samenbank benannt ist, gibt es ausschließlich Indoor angebauets Gras, Hasch-Powder, zudem zahlreiche Butan-Extrakte mit unterschiedlichen Anteilen einzelner Cannabinoide sowie eine große Auswahl an Gebäck. Jede Gras Sorte, das Hasch und die Extrakte sind mit Wirkstoffgehalt und Cannabinoid-Fingerabdruck versehen, zudem gibt Mikael wahlweise auf Spanisch, Polnisch oder Englisch Auskunft über Herkunft, Anwendung und Wirkungsspektrum. Hier gab es das beste Gras der gesamten Reise, ein „Swiss Gold“ mit 14% CBD. Das war für den Kater, den unser Team nach dem Millionengewinn des Hanfverbandes und der darauf folgenden Party verspürt hatte, genau das Richtige.

Die Chill- und Konsumarea im Sick Meds Medical Club
Die Chill- und Konsumarea im Sick Meds Medical Club

Der „Club Social de Consumidores de Cannabis Tenerife Sur“(CSCC TFS) in Los Christianos

Hier spricht man auch Deutsch. Stefan ist Präsident und außerdem Weltbürger mit deutschen Wurzeln. Der Club legt viel Wert auf soziale Aktivitäten seiner Mitglieder und bietet jetzt schon viele Möglichkeiten wie Tischtennis, Freies W-LAN oder Billard zur Freizeitgestaltung, während unseres Besuchs wurde das Angebot gerade großräumig ausgebaut. Das Menü bietet meist drei bis vier Sorten Gras sowie Ice-o_Lator Hasch und das allgegenwärtige BHO. Als wir im CSCC TFS ankamen, war man gerade dabei, BHO herzustellen. Dazu haben die Hobbygärtner des Clubs zuerst Öl aus Butan gewonnen, ähnlich wie man es hierzulande in Growerkreisen mit dem Honey Bee Extraktor man. Dieses Öl wurde dann in einem luftdichten Gefäß und einer einfachen Pumpe vakuumisiert. Solche luftdichten Boxen mit Pumpenanschluss gibt es mittlerweile in jedem spanischen Growshop.
Auf diese Weise werden fast alle verbliebenen Gas- oder Wassereinschlüsse heraus gezogen. Danach kommt das jetzt schon fast harte Öl bei 34 Grad auf eine Wärmeplatte. Dadurch härtet es noch aus- fertig ist das Wachs ähnliche, hochpotente „Wax“, wie es in den USA heißt. Selbstverständlich verfügt der Club auch über entsprechende Gerätschaften zum Dabben. Wer nicht weiß, wie das geht, sollte sich exzessiv Folge # 232 anschauen.
Vom 14.-16.Februar wird der CSCC TFS zusammen mit Seedfinder.eu den „Copa Cannaval“ veranstalten, um sich mit anderen Clubs und Breedern zu messen. Mehr dazu unter www.cannaval.es .

Der „Asociacion Club Medical THC“ in Los Americanos
Unser Headquarter. Der Dank geht an Samuel und Andrea, die uns während des Aufenthalts in Los Christianios mit allem versorgt haben, was ein exzessives Team so braucht. Hier durften wir einen Blick hinter die Growkulissen wagen, nach einem anstrengenden Drehtag bei guter Reggae-Musik chillen und fleischlos schlemmen, was auf den Kanaren nicht immer leicht ist. Das Sortiment im ACM THC umfasst neun Outdoor- und drei Indoorsorten, die sich an Aroma und Geschmack gegenseitig übertreffen. Der exzessiv- Favorit hieß „Devil‘s Fruit“, eine starke, Indica lastige Outdoorsorte, die trotz der kurzen Blütezeit von knapp 60 Tagen über ein extrem fruchtiges Aroma verfügt. Der Blick auf den Atlantik sowie die Strandpromenade sind fast schon zu schön, um wahr zu sein. Amsterdam war gestern.

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