Montag, 3. Februar 2014

Endlich ist es soweit!

In Colorado öffnen die ersten Hanf-Fachgeschäfte ihre Türen

sterne-Freude

Die Euphorie nach dem positiven Ausgang des Volksentscheids über eine legale Abgabe von Marihuana als Genussmittel in den US-Bundesstaaten Washington und Colorado war groß. Doch von einem Tag auf den anderen sollte sich nichts ändern, denn Veränderungen brauchen Zeit. In Washington wird es wohl auch noch etwas länger dauern, bis ein neues Abgabesystem für Cannabis etabliert ist, doch Colorado liegt voll im Zeitplan. Ein Jahr hatte der Staat Zeit, um die nötigen Maßnahmen in die Wege zu leiten und erfreulicher Weise hielt man sich daran. Seit Anfang Januar kann man nun Cannabis legal über die Ladentheke erwerben. Die Schlangen von den Abgabestellen zeigen wie notwendig und wichtig die Legalisierung von Cannabis ist. Endlich müssen sich Konsumenten nicht mehr verstecken und können auf qualitativ hochwertige Produkte zurückgreifen. Und damit ist es nicht getan. Der Faser- bzw. Nutzhanf kann ebenfalls zurück auf die Felder. Damit ist der Samen für die Rückkehr eines über die letzten Jahrzehnte ins Vergessen geratenen Industriezweigs gepflanzt. Die Liste von Dingen, die aus Hanffasern gefertigt werden können ist lang, so dass davon auszugehen ist, dass bald Kleidung, Schuhen, Papier und viele weitere Produkte in Konkurrenz zu Holz, Baumwolle und Co. treten werden.

Colorado geht als gutes Beispiel voran. Alaska könnte schon in diesem Jahr mit einem Volksentscheid nachziehen und weitere Staaten werden (hoffentlich) folgen. So könnten die USA, die einst wie kein anderes Land die Cannabis-Prohibition vorangetrieben haben, zum Vorreiter und Modell-Staat der Re-Legalisierung werden.

In Deutschland sind wir von derartigen Entwicklungen noch weit entfernt. Auch wenn auf lange Sicht Legalisierungsgegnern in Anbetracht der voranschreitenden Liberalisierung in anderen Ländern die Argumente ausgehen dürften, von der neuen Drogenbeauftragten Marlene Mortler sind keine Wunder zu erwarten. Wohl auch nicht mal kleine Schritte in Richtung einer Re-Legalisierung oder einem Umdenken in der Drogenpolitik. Daher wird unser lieber Hans Cousto wohl auch in den nächsten Jahren genügend Zündstoff für sein Feuer haben.

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