Dienstag, 17. Dezember 2013

Musitipps November 2013

Aloe Blacc – Lift Your Spirit

Lift-Your-Spirit-Aloe-Blacc
Lift Your Spirit, AloeBlacc / Foto: Universal Music

Sein Hit ‚I Need A Dollar‘ ging 2010 um die Welt und wurde zehnmal mit Platin ausgezeichnet. Es folgte das Album ‚Good Things‘, das seinen Status als international anerkannten Sänger und Songwriter untermauerte. Dabei ist Aloe Blacc nicht nur ein einfacher Pop-Musiker, wie seine Auftritte auf dem Schweizer Montreux Jazz Festival oder auf dem britischen Glastonbury Festival bezeugen. Aktuell läuft das von Avicii produzierte ‚Wake Me Up‘ im Radio rauf und runter. Blacc ist Sänger und Co-Autor des Songs und die auf seinem neuen Album befindliche Acoustic Version ist noch um einiges besser. ‚Lift Your Spirit‘ wurde am 25.10.2013 von Interscope Records veröffentlich. Das Album zeugt vor Blaccs musikalischer Vielfältigkeit. Seine soulige Stimme und die musikalische Mischung aus Funk, Soul, Hip Hop und Einflüssen karibischer Musik, die unter anderem von seiner panamaischen Herkunft herrühren, gehen unter die Haut. Ein Album das überdauern wird, wenn der Mainstream Hype nachlässt.

www.aloeblacc.com

 

Various: Santa’s Funk & Soul Christmas Party Vol. 2

Santa's Funk & Soul Christmas Party Vol. 2
Foto: Tramp Records

Weihnachtszeit ist nicht nur die Zeit von überladener Deko an jeder Ecke sondern auch die Zeit des unerträglichen Weihnachtsgedudels, das einen in jedem Kaufhaus und auch sonst überall penetriert.

Da hat man zwei Möglichkeiten: sich Watte in die Ohren stecken und sich verkriechen oder gegenhalten. Das nötige Material dazu bietet folgende Weihnachts-Compilation: Santas’s Funk & Soul Christmas Party Vol. 2 ist am 29.11.2013 bei Tramp Records erschienen und ist als CD oder auf Vinyl erhältlich. Über die Hälfte der Songs sind bis dato nicht auf CD erschienen. ‚Überhörungsgefahr‘ besteht also nicht und peppige Grooves reißen einen aus der nass-kalten Wetterverdießlichkeit. Zugegeben ganz um die klassischen Weihnachtsmelodien kommt auch dieser Sampler nicht herum, doch wurden Klassiker wie Jingle Bells nicht nur aufgepeppt sondern sogar tanzbar gemacht. Eine gute Gelegenheit also sich musikalisch auf das Fest der Liebe einzustimmen. Na dann – frohes Fest!

www.tramprecords.com
 

Äl Jawala – Live

Äl Jawala – Live
Foto: Soulfire Artists

Angefangen hat das Quintett Äl Jawala mit Straßenmusik. Heute stehen sie auf internationalen Bühnen zusammen mit Künstlern wie Shantel, Emir Kusturica und anderen Balkan-Beats-Größen. Die Bläsersätze der Saxophone bilden das Grundelement von Jawalas Sound, ganz in Stile der Balkan Musik. Äl Jawala haben sich vor allem durch ihre live Performances einen Namen gemacht und das nicht nur in Europa sondern auch in Asien und im Nahen Osten.

Da lag es nahe, ein Live-Album herauszubringen, welches die Stimmung und die Energie der Konzerte einfängt und authentisch wiedergibt. ‚Live‘ ist am 18.10.2013 bei ENJA Records erschienen. Äl Jawala vereint osteuropäische Melodien mit urbaner Clubkultur, mit elektronischen Bässen und Ska- und Reggae-Elementen. Folklore trifft auf Dance-Beats und das Ergebnis ist so mitreißend, dass selbst die größten Tanzmuffel Schwierigkeiten haben werden in ihren ruhigen Ecken zu bleiben. Live bestimmt großartig, aber auch aus der Konserve ein Erlebnis.

www.jawala.de

 

Hartley & Wolfe – Bespoken Future

Hartley & Wolfe – Bespoken Future
Foto: BBE

Für das Projekt Hartley & Wolfe haben sich Sänger Greg Blackman und DJ Vadim als Produzent zusammen getan. Beide sind keine Neulinge, sondern haben ihre Fertigkeiten über die Jahre in Zusammenarbeit mit Nightmares On Wax, Prince, Stevie Wonder, Featurecast oder Fat Freddys Drop immer wieder verbessern können. Die Combo besteht noch nicht lange, doch beweist ihr erstes gemeinsames Album, dass sie durchaus funktioniert. ‚Bespoken Future‘ wurde am 18.11.2013 bei BBE veröffentlicht. Die Scheibe ist eine Anlehnung an britische Soulkünstler wie Loose Ends, Soul2Soul, Omar bis hin zu Amy Winehouse, jedoch geht der Sound von ‚Bespoken Future‘ eindeutig über klassischen Soul hinaus. Hartley & Wolfe mischen old school Soul mit R’nB, Hip Hop, Dub, Funk und Electronica. Lyrisch beweisen die Songs Tiefgang, dabei experimentieren Hartley & Wolfe mit Basslines, die einem schon mal eine Gänsehaut verpassen können und gleichzeitig den Kopf mitnicken lassen.

www.bbemusic.com

 

Sebastian Sturm & Exile Airline – A Grand Day Out

Sebastian Sturm & Exile Airline – A Grand Day Out
Foto: Rootdown

2011 zog Sebastian Sturm mit seiner neuen Band-Besetzung ‚Exile Airline‘ durch ganz Europa und begeisterte mit dem Album ‚Get Up & Get Going‘ die Szene. Nun hat er sein viertes Album veröffentlicht, dass seinem Vorgänger in nichts nachsteht. ‚A Grand Day Out‘ ist am 08.11.2013 bei Rootdown Records erschienen.

Mit der Mento-Legende Albert Minnott und Harrison Stafford von Groundation befinden sich wahre Größen jamaikanischer Musik als Feature auf dem Album. Unterstützung gab es außerdem von den jamaikanischen Produzenten Sam Clayton Jr. und Stephen Stewart, die seinerzeit mit Legenden wie Bob Marley oder Stevie Wonder zusammenarbeiteten.

‚A Grand Day Out‘ ist gefühlvoller Reggae, eingespielt mit Leidenschaft und jeder Menge positiver Energie, von Musikern, die ihr Handwerk beherrschen. Sebastian Sturm ist einer der wenigen Musiker, die es geschafft haben ihre eigene Sprache im Reggae zu finden, losgelöst vom jamaikanischen Vorbild und doch authentischer als alles andere.

www.sebastian-sturm.com

 

Mooryc – Roofs

Mooryc – Roofs
Foto: ballyhoo media

Spätestens seit seiner EP ‚All Those Moments‘ wird er von der Szene als heißer Newcomer gefeiert. Jetzt hat der aus Poznan stammende Mooryc aka Maurycy Zimmermann sein Debütalbum herausgebracht. ‚Roofs‘ ist am 11.11.2013 bei Freude am Tanzen erschienen. Auf dem Album führt Mooryc weiter, was er bis jetzt geschaffen hat. Unterstützt wurde er unter anderem von Douglas Greed, der sich als Texter und Produzent betätigte und mit dem Mooryc zuvor das Bandprojekt Eating Snow ins Leben gerufen hat. Groß geworden ist Mooryc mit Jazz und klassischer Musik bis er später, durch Interpreten wie Boadrs Of Canada oder Depeche Mode, deren Einfluss auf dem Album hörbar ist, seine Liebe zu elektronischer Musik entdeckte. Er experimentiert mit neuen Klängen und Rhythmen, dabei bleibt er wie bei seinen bisherigen Veröffentlichungen verspielt und melancholisch zugleich. Balladen und Electronica gehen Hand in Hand und bestimmen Moorycs träumerischen Sound.

www.freude-am-tanzen.com

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