Freitag, 15. November 2013

MUSITIPPS NOVEMBER 2013

John Legend – Love In The Future

John Legend: Love In The Future
Foto: BeckToMusic

Fünf Jahre sind seit John Legends letztem Soloalbum vergangen und dass sich in der Zeit einiges im Leben des Sängers, Songwriters, Pianisten und Produzenten verändert hat, ist sofort zu hören. „Love In The Future“ handelt wie der Name schon vermuten lässt hauptsächlich von Liebe in allen erdenkbaren Facetten, was vielleicht an Legends frischem Eheglück mit Modell Chrissy Teigen liegen mag. Die Songs bestehen aus einer Mischung aus R&B, Rock, Pop und Soul, sind gefühlvoll und zuweilen melancholisch. Produziert wurde die Scheibe von Legend selbst zusammen mit Produzenten wie Kanye West und Dave Tozer. Außerdem holte sich Legend Rapper Rick Ross für ein Feature ins Studio. „Love In The Future“ ist am 30.08.2013 bei GOOD/ Columbia erschienen. John Legend selbst bezeichnet „Love In The Future“ als „bestes Album seiner Karriere“ und auch wenn es thematisch etwas einseitig sein mag, so ist zu hören, dass hier einer am Werk war, der sein Handwerk wirklich versteht.

www.johnlegend.com

 

Robo Bass Hifi – 16 Bit Skanks

Robo Bass Hifi – 16 Bit Skanks
Foto: Passionate PR

Robo Bass Hifi steht für angesagten Elektro-Reggae Sound. Die Köpfe dahinter haben in Wuppertal nicht nur ihr eigenes Label Groove Attack sondern auch einen eigenen Club namens „45 rpm“ eröffnet und die lokale Musikszene nachhaltig geprägt. Allen voran Produzent Fluxer M, der früher auch als Booking Agent für Künstler wie A Tribe Called Quest oder Gangstarr tätig war. Robo Bass Hifis Kreationen sind eine Mischung aus Roots und Dub, die von Dubstep und Drumstep zu Future Jungle, UK-Digital und Drum ’n‘ Bass reicht. Auf „16 Bit Skanks“ sind sowohl Fluxer Ms eigene Produktionen zu finden, als auch Remixe und Coverversionen bekannter Reggae/Dancehall Klassiker wie Cutty Ranks „Limb by Limb“ oder Horoce Andys „Money Money“. Das Album ist am 11.10.2013 bei Selectcuts und Echo Beach veröffentlicht worden. Freunde der Bass Musik werden hier voll auf ihre Kosten kommen und einige der Tracks sind definitiv prädestiniert dafür die Clubszene zu erobern.

www.facebook.com/RoboBassHiFi

 

Captain Gibs – 20.000 Meilen Unter Dem Yeah

Captain Gibs – 20.000 Meilen Unter Dem Yeah
Foto: Audiolith

Die Hamburger Hip Hop Szene horcht auf, denn der Captain sticht wieder in See und veröffentlicht sein drittes Soloalbum. Captain Gips ist seit Mitte der 90er in der Hamburger Hip Hop Szene unterwegs und hat sich dabei stets abseits vom Mainstream bewegt. In seinen Songs widmet er sich Themen, die ihm persönlich am Herzen liegen. Dabei wird er weit über das Musikbusiness hinaus aktiv wenn es darum geht, gegen Gentrifizierung oder Naziaufmärsche aktiv zu werden. „20.000 Meilen Unter Dem Yeah“ ist am 22.11.2013 bei Audiolith erschienen. Das Album ist tiefgründiger und ernsthafter als seine Vorgänger. Dass der Captain seinen Humor nicht verloren hat, beweist er in Songs wie „Hug Life“ oder „Sandkastenbusiness“ – Gibs Antwort auf  das Gangster-Gehabe der Hip Hop Szene. Mit Produzent Ulliversal und Rap-Kollegen Marie Curry, Kolya, Ira Atri und B-Low/Digger Dance hat er sich eine Crew an Bord geholt, mit der der nächsten Weltreise nichts mehr im Weg steht. Ahoi!

www.captaingips.com

 

Elyas Khan – Brawl In Paradise

Elyas Khan – Brawl In Paradise
Foto: BBE Records

Knapp zehn Jahre spielte Elyas Khan mit seiner Band Nervous Cabaret. Nach dieser Zeit hat er sich dazu entschlossen eigene Wege zu gehen und sein Solo-Debutalbum „Brawl In Paradise“ aufzunehmen. Die Scheibe ist am 23.09.2013 bei BBE Records erscheinen. Elyas Khan hat viele Talente. Er ist Sänger, Komponist, Multi-Instrumentalist und musikalischer Poet, der seine Musik selbst als ‚Funk Noir‘ und ‚Art Rock‘ bezeichnet. Einer eigenen Bezeichnung bedarf es wohl auch, denn Khans Stil ist nicht leicht einzuordnen. Er experimentiert mit Stilrichtungen, Instrumenten und Geräuschen. So kommt in der ersten Sigleauskopplung ‚Bells‘ ein aus Fahrradklingeln selbst konstruiertes Instrument zum Einsatz, welches das ‚Sxipenspiel‘ beisteuert. Ein Experiment auf das man sich zweifellos einlassen können muss, um es schätzen zu können. „Brawl In Paradise“ ist kein Album, das man sich jeden Tag zu Gemüte führen möchte, in Maßen enthält es allerdings geniale Elemente.

www.brawlinparadise.com

 

The Legendary Lightness – The Legendary Lightness

The Legendary Lightness
Foto: K&F Records

Die drei Schlagzeuger Daniel Hobi, Dominik Huber und Dominic Oppliger bilden zusammen mit Gitarrist Daniel Nievergelt The Legendary Lightness. Die Geschichte der Band begann vor drei Jahren auf einem Schloss am Fuße der Französischen Pyrenäen. Durch zahlreiche live Auftritte und die Produktion des ersten Albums „Ancient Greek Breakfast Club” ist die Band gewachsen und hat ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Ihr zweites, selbstbetiteltes Album wurde am 27.09.2013 bei K&F Records veröffentlicht. Das Album wurde innerhalb einer Woche in Zürich aufgenommen. „The Legendary Lightness“ ist nicht unbedingt das, was man als Ergebnis erwarten würde, wenn sich drei Schlagzeuger zusammen tun. Die Songs sind sanft und gefühlvoll und wirken irgendwie ein wenig der Welt entrückt. Die folkig-rockigen Lieder im Singer-Songwriter Stile unterlegen die verträumte Gesangstimme. The Legendary Lightness sind zurzeit auf Tour und machen unter anderem in Hamburg, Berlin, Luzern und Zürich Halt.

www.legendarylightness.ch

 

Dreadzone – Escapades

Dreadzone – Escapades
Foto: Rootdown Records

2013 feiern Dreadzone ihr 20-jähriges Jubiläum im Musikgeschäft. Die Band wurde von den ehemaligen Big Audio Dynamite Mitgliedern Greg Roberts, Tim Bran und Leo Williams gegründet. Seit sie damals ihr Debutalbum ‚360‘ herausbrachten, sind Dreadzone aus der Szene nicht mehr wegzudenken und haben mit ihrer Mischung aus Dub, Folk, House und elektronischer Dance Music Maßstäbe gesetzt. Zweitweise waren sie sogar bei dem Mainstream Label Virgin unter Vertrag. Jetzt ist ihr siebentes Album „Escapades“ am 05. September 2013 bei Dubwiser Records erschienen. Vokale Unterstützung erhalten Dreadzone auf diesem Album von Mick Jones vor The Clash und Lena Cullen. Das Album ist nach einer Big Audio Dynamite Reuniontour und unter Mitwirken der ehemaligen Mitglieder entstanden. Es enthält sowohl klassische und für die Band typische Elemente als auch viele moderne Einflüsse, die aufzeigen, wie sich Dreadzone über die Jahre weiter entwickelt haben.

www.dreadzone.com

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