Montag, 12. August 2013

7000 fordern „Meine Wahl-Hanf legal“

Gut besuchte Hanfparade

Hanfparade 2013 – Scheh woars! Trotz etwas Regen… Foto: Hanf Journal

Am einst größten Drogenumschlagplatz West-Berlins startete am 10. August 2013 um 13:00 Uhr die 17. Hanfparade unter dem Motto: „Meine Wahl-Hanf legal!“, um gegen das bestehende und echt blöde Hanfverbot zu demonstrieren.

Die Hanfparade ist die größte Veranstaltung im Zeichen des grünen Blatts in Deutschland und das Sprachrohr der Massen gegen das Hanfverbot, das mehr und mehr dazu genutzt wird, die Bürger in ihrer privaten Lebensgestaltung zu beschneiden und mittels fragwürdiger Methoden in ebenso fragwürdige Kategorien einzuordnen. Die Auftaktkundgebung der Hanfparade um 13:00 Uhr am Berliner Bahnhof Zoo hat direkt auch am ältesten Missbrauchseck der Republik alle Einstiegsdrogenmärchen widerlegt und konnte am stillstehenden Elend der Bahnhofsbewohner zeigen, wie umfassend Politik mit Polizei und der vierzigjährigen Konsumentenverfolgung gescheitert sind. Günther Weiglein, einer der wenigen Cannabispatienten mit legalem Status, erinnerte die Zuhörenden daran, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für Patienten keine Straftat sein dürfe, sondern notwendige (Über-)Lebenshilfe darstelle, deren legale Verordnung für eine Vielzahl Kranker immer noch mit vielen, oft unüberwindbaren bürokratischen Hindernissen verbunden sei. Die Auftaktkundgebung der Demonstration, die in etwa 7000 Teilnehmer zählte und damit auch 2013 wieder gewachsen ist, wurde von Hanfparade-Urgestein Steffen Geyer moderiert.

Vom Zoo wanderte die Hanfparade über den Ku´Damm und Tauenzienstraße zur CDU-Zentrale, wo das Instandhalten des Kriminalisierungsapparates von der Partei propagiert wird, weshalb die fiesen Schwarzen mit einer klaren Absagen der Hanffraktion zur kommenden Bundestagswahl rechnen müssen.
Um vier Uhr war man dann am Bundesrat angekommen, um eine weitere Zwischenkundgebung abzuhalten, die die Länderkammer daran erinnern sollte, dass auch sie eine Mitschuld an dem Festhalten der prohibitionistischen Grundhaltung in der Politik trage.
Kurz nach 17:00 Uhr begann dann die Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor auf einer schicken Konzertbühne mit ebenso schicken Acts und Rednern.

Trotz leichten Regens in der Mitte des Paradetages lichtete sich das Teilnehmerfeld erst während der späteren Abendstunden, was dank drei stattfindenden Afterparties auch niemanden verwunderte. Das Finale der Hanfparade, das mit Live Musik, weiteren Reden, Informationen und Mitmachangeboten rund um den Hanf direkt vor dem wichtigsten Wahrzeichen der Hauptstadt bis 22:00 Uhr zelebriert wurde, sorgte dann schlussendlich dafür, dass sich nicht nur bekennende Mitdemonstrierer und Hanffreunde willkommen fühlten, sondern auch, dass Besucher des Tiergartens, des Reichstags oder des Brandenburger Tors sowie alle desinformierten Zufallsbegegnungen vom Engagement der Jakis e.V. Crew und des Hanfparade Orga Teams profitierten.

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