Freitag, 5. Juli 2013

Sieben zu Sechs

Die Arzneimittelkommission in Uruguay hat abgestimmt

weltweitbreit
Heute wieder Uruguay

Die Arzneimittelkommission im Unterhaus des Parlamentes in Uruguay hat gestern dem Projekt zur Schaffung einer staatlichen Behörde zur Cannabisregelung zugestimmt. Der Gesetzesentwurf muss nun von den Abgeordneten einer weiteren Kammer, in welcher die maßgeblich für diese Entwicklung verantwortliche Partei Frente Ampolio sich in Absoluter Mehrheit zählt, näher diskutiert werden. Juli Bango, stellvertretender Chef der FA und einer der Initiatioren der Maßnahme, zeigte sich in Interviews mit der aktuellen Krönung seiner monatelangen Arbeit zufrieden. Nun müssten die Schritte von der Entkriminalisierung hin zur Regulierung und Genehmigung folgen. Sollte die zweite Hürde genommen werden, werde das Anliegen an den Senat getragen, in welchem die Frente Ampolio ebenso dominiere und mit genügend positiven Stimmen vertreten seien sollte. Folge wäre die Gründung eines Instituts für die Regulierung und Kontrolle von Cannabis (IRCCA), das Regelungen über Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana und heimischen Pflanzen benenne.

Das Ziel des Vorhabens ist die Ermächtigung der Bürger bis zu sechs Cannabispflanzen, die nicht mehr als 480 Gramm Blüten pro Ernte produzieren, anpflanzen zu dürfen oder über Apotheken bis zu 40 Gramm Marihuana im Monat ab Volljährigkeit zu beziehen.

Während die Opposition gegen die Pläne wettere und den Drogenkonsum verharmlost sehe, bestehe der stellvertretende Chef der FA darauf, dass die Initiative zur Bekämpfung des Drogenhandels und zur Verbesserung der Gesundheit der Uruguayer diene. Er weise darauf hin, dass Uruguay eine Pionierstellung in der Antwort auf die Cannabisfrage einnehme und in historischer Tradition der demokratischen, säkularen und republikanischen Toleranz der eigenen Vielfalt stehe.

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