Montag, 13. Mai 2013

Münsteraner Polizeipräsident fordert staatlich lizensierte Verkaufsstellen

Auch Piraten wollen Modellprojekte für Fachgeschäfte

Sorgte 2011 für Wirbel: Polizeipräsident Wimbers Brief an den DHV

Das Thema Cannabis-Legalisierung gewinnt zunehmend an Brisanz, meldete sich doch am Wochenende der Münsteraner Polizeipräsident Wimber im Rahmen eines Beitrags der WDR-Sendung „Westpol“ erneut zu Wort:
„Die selbst gesteckten Ziele – Reduzierung der erstauffälligen Konsumenten, Einschränkung der Menge am Markt, Austrocknung der organisierten Kriminalität – haben wir alle nicht erreicht. Die Alternative wäre natürlich nicht, Cannabis an der Tankstelle zu verkaufen“, so der Polizeipräsident gegenüber dem Sender. „Das ist nicht die Alternative. Aber eine staatliche Kontrolle, staatlich lizenzierte Verkaufsstellen mit obligatorischer Beratungspflicht über das Suchtpotenzial der dort verkauften Stoffe, das wäre für mich die Langzeitperspektive einer vernünftig-rationalen Drogenpolitik.“

Auch auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei wurde das drogenpolitische Bundestagswahlprogramm verabschiedet. Hierin fordern die Piraten unter anderem eine bundeseinheitliche Regelung einer straffreien Geringen Menge von 30 Gramm, die Möglichkeit zum Anbau weniger Pflanzen zum Eigenbedarf sowie Modellversuche in Form staatlich kontrollierter Abgabestellen.

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