Montag, 15. April 2013

Torpedopflanzen greifen an

Bud Spencer beim Militär

Autor: mze / Fotos: Bud Spencer

Casey Jones

Als wir das letzte Mal von unserem Freund Bud Spencer hörten, hatten sich zum wiederholten Male kleinere Fehler in das Pflanzenverwöhnprogramm des dicken Italieners geschlichen, die er uns versprach, in folgenden Pflanzperioden nicht mehr zu wiederholen.

Mit feinstem Messgerät, in Form einer günstigen Pipette aus Kunststoff, war es Buddy hoffentlich gelungen, seine genutzten Präparate besser dosieren zu können und den in nährstoffarmen Cocos stehenden Pflanzen optimierte Bedingungen zu garantieren. Das Resultat müsste direkt ersichtlich, die sonst zuletzt immer leicht gelbstichigen Rekruten sich nun wieder in satten Tarnfarben, aber sonst keine Scheu vor weiteren Augenpaaren zeigen. War dies einzig das Problem der letzen Grows und scheint Buddys Anbau nun erfolgreicher? Ja!

Den wahren Feind erkennen: Der erste Schritt zum Sieg
Grund für das Versagen im Anmischen der richtigen Dünge Menge war tatsächlich die Selbstüberschätzung im Abschätzen des richtigen Mischverhältnisses der vielen unterschiedlichen Aptus Präparate sowie auch des dreiteiligen GHE Düngemittelsets. Ein Tropfen hier, zwei Tropfen da tuts halt nicht, wenn man eine ernsthafte Beziehung mit den Schrankbewohnern eingehen möchte und seinen Herzensdamen etwas Ansprechendes bieten möchte. Buddy hat es eingesehen.

Die Mischung macht‘s
Nun war es ihm dank Pipette endlich möglich alle bunten Flüssigkeiten im Bereich von unter einem Milliliter abzumessen und ins abgefüllte Leitungswasser hinzuzugeben, um es in perfekt abgestimmtes, nährstoffreiches Gießwasser zu verwandeln. Auf zwei Liter mischt Mr. Spencer an, da er auch meist nur zwei 3,8 Liter Root Pouches mit der gleichen Mischung begießen muss. Die unterschiedlichen Blühphasen in denen sich seine Pflanzen befinden verlangen nach einer systematisch unterschiedlichen Bewirtschaftung, wobei das Abmessen in solch geringen Mengen nicht weiter hinderlich ist, wenngleich es sich aber als etwas zeitraubender herausstellt. Das genutzte Aptus Konzept verlangt aber diesen Aufwand eh, da bis zu sechs verschiedene Flüssigkeiten zusätzlich zum regulären Düngeschema in minimalen Dosen angewandt werden.
Auf die richtige Menge Dynamit kommt es an
Zu Beginn startet man seine Nährsuppe aus Wasser, fügt Regulator hinzu und entsprechend der verlangten, jeweiligen Ansprüche der Pflanzendamen unterschiedlichen Alters, werden P-Boost, K-Boost, CaMg-Boost und entweder ein Startbooster- oder ein Topbooster- Zusatz gebraucht. Die richtige Reihenfolge muss beachtet und eine strikte Trennung der Substanzen vor der Mischung eingehalten werden. Zwischen der ersten und der letzten Zugabe der Aptus Kombination, kommen die regulären Düngemittel von GHE zum Einsatz, die natürlich ebenso den Herstellerangaben nach gerecht hinzu gegeben werden.
Der EC-Wert wird im Laufe des circa achtwöchigen Pflanzendaseins unter der prallen Blütesonne von Eins auf Zwei erhöht, wobei sich Bud Spencer nun das Voranschreiten in Einer-Schritten angeeignet hat, um die Wurzeln der Ladies etwas zu schonen und auch um eine erneute Überdüngung zu vermeiden oder sie wenigstens schnell zu erkennen.
Der pH-Wert wurde bei einem Wert von circa 6,0 möglichst konstant gehalten, variierte aber dank der völlig unterschiedlichen Düngemengen leicht. Über 6,3 und unter 5,8 bewegte er sich aber nie.

Zielgenaues Feuern zahlt sich aus
Mittels dieses Aufwandes im Anmischen der passgenauen Düngesubstrate, garantiert Bud seinen Zöglingen nun eine Versorgung die dem jeweiligen Blütestatus entspricht und sich damit positiv auf die gesamte Konstitution der Pflanzen auswirkt. So ergeben sich optimale Nährstoffvorkommen im aeroponischen Substrat, auf die die Pflanzen zwecks Umwandlung in dicke Knospen mit ihren gesunden Wurzeln ideal zurückgreifen können, da die vorhandenen Substanzen in der Erde durch ein natürliches Gleichgewicht nicht mehr untereinander korrelieren.
Bunte Mischung
Ungefähr jeden vierten Tag stand die circa einstündige Prozedur des fachgerechten Versorgens auf der Tagesordnung, die Buddy im Laufe dieses Growdurchgangs anwendete und wohl auch weiter im gleichen Maße nutzen wird.
Immer wenn die Mädels in seiner kleinen 250 Watt starken Blütekammer glücklich und zufrieden in frisch, feuchtem CocoStar stehen, widmet er sich dem Nachwuchs, der im Geheimversteck gedeiht. Seit unserem letzen Ausflug zu Onkel Buddy haben zwei Super Lemon Haze, drei unbekannte Hanfpflanzen aus Sammelsamen, zwei AK-47 und noch eine überbleibende Casey Jones Sorte Zeit zum Wurzelschlagen gewährt bekommen.


Super Lemon Haze

Da das Anmischen deren Gießwassers am wenigsten Aufwand erfordert, und auch der Bedarf der sich im Wachstum befindlichen Mädels an Nährstoffzufuhr geringer ist, hebt sich der Dicke diesen Akt immer für den Schluss auf und hofft dabei auf einen verfrühten Feierabend, der nur ein kurzes Bestaunen der Heranwachsenden verlangt. Die Methode des Anmischens bleibt aber, falls zu erledigen sonst auch immer die selbe. Zwei Liter Wasser, 0,3 Milliliter Aptus Regulator, GHE Dreikomponenten Dünger, dann Aptus Startbooster, fertig. Der EC-Wert übersteigt niemals 1,0 der pH- Wert steht bei 6,0 fest. Wenn nach drei bis vier Wochen genügend Seitentriebe an den kleinen Pflanzen vorhanden sind, nimmt Bud sie sich vor, um erneute Klonvorgänge durchzuführen und die beschnittenen Mütter in Blüte zu schicken. Dieses Mal muss er besonders Acht geben, da neben den drei Unbekannten auch die Lemon Haze Ladies noch ihre reine Weiblichkeit beweisen müssen. Daher muss er sich ganz besonders um die bewährten Ak-47 und die letzte Casy Jones Kreuzung kümmern, um ja nicht Gefahr zu laufen, ab der nächsten Ernte mit fünf unnützen Männchen die WG zu teilen und ohne potente Nachwuchspflanzen da zustehen. Sollten sich jedoch alle als ertragreiche Super-Girls enttarnen, wird Buddy sich langsam entscheiden und etwas aussortieren müssen. Der Platz in seinen Anlagen ist schließlich knapp.

Grenzen einhalten und Nachschub sichern
Seine aktuellen Torpedopflanzen können wie gesehen zwar größer, aber leider nicht schneller wachsen. Seitentriebe benötigen eine gewisse Basisvoraussetzung vor dem Entfernen mit Klonzweck und von diesem ist Mr. Spencer derzeit abhängig, bevor er eine neue Fuhre in die Blütekammer frachten kann.
Wenn die Frischlinge dann endlich soweit sind einige Triebe zu spenden, entfernt Buddy wieder die Kräftigsten und stellt sie nach dem Beschneiden direkt in ein Wasserglas. Um nicht durcheinander zu kommen bedient sich der Italiener farbiger Verschlüsse von Brot und anderen Nahrungsmitteltüten und bestückt die Anzuchwürfelchen einem Schema folgend, das nur er versteht. Da er nun drei spezifizierte Sorten sowie drei unbekannte Glücksfunde bewirtschaftet sollten mindestens 18 kleine Pflänzchen nach dem Beschneiden Platz in der Wachstumskammer finden, damit die Bauernwirtschaft nicht einschläft, falls es nicht alle Nachkommen durch die ersten zwei Wochen schaffen sollten. Drei Stecklinge pro Pflanze können dazu im Idealfall die Option bieten jeweils zwei gesunde Stecklinge einer Sorte in die Blütekammer zu schicken, sobald sie genügend angewurzelt sind, während die Überbleibende mehr Zeit gewährt bekommt damit sie für kommende Generationen Triebe ausbilden kann, bevor sie das Schicksal ihrer genetischen Schwestern teilen und zur Reife den Platz wechseln muss.

Zukünftiges Kriegsziel
Wichtig ist Buddy im Moment vor allem das Halten seiner bewährten Strains, die ihm immer wieder bewiesen haben, dass sein Hobby ein wunderbares ist, weil die Ernte der Mühen in erhaltener Qualität, dem Preis/Leistungsverhältnis und die Befriedigung der Gelüste seiner allgemeinen Rauchansprüche ihm auf anderem Wege niemals in vergleichbarer Reinform geboten werden.


Buddys Strains

Stärker, leckerer, günstiger und durchgängiger konnte ihn der Schwarzmarkt in den vielen Jahren seiner Konsumgewohnheiten nie versorgen und zusätzlich spart sich Mr. Spencer einen Großteil der ehemals verschwendeten Zeit, die für die Suche nach dem passenden Grünzeug regelmäßig massenweise verloren ging.
Um für den kommenden Sommer gewappnet zu sein, aber etwas Strom zu sparen, hat sich Buddy einen Horti-Fan besorgt, der beim nächsten Durchgang in seinen Harvester hängen soll. Da im letzten Sommer dank der hohen Luftfeuchtigkeit, die bei Buddy in den warmen Jahresabschnitten teils bei über 80 Prozent lag, Schimmel an einigen Mainbuds Platz fand, darf sich dieser Pilz nicht erneut einschleichen und wird daher mit dem Einbau des magnetbetriebenen Windspenders prophylaktisch ausgeschlossen. Problematisch könnte aber die Kabelverlegung ins Innere des praktischen Metalgrowschranks werden, da Netzteil und Kabellänge des Lüfters einen unkomplizierten Einbau erschweren.
Dass die fachgerechte Nutzung solch kleiner Gadgets aber zwischen Sieg und Niederlage beim Anbau von knüppeldicken Torpedopflanzen entscheidend ist, bewies unser guter Kumpel Bud Spencer anschaulich in diesem Grow mit seiner äußerst effektiven Milliliter-Pipette aus dem günstigen Eurocentsegment. Ein Volltreffer.
Feuer frei Bud Spencer und bis zum nächsten Mal.

Wer ungesehen Marihuana anbaut oder zum Eigenbesitz produziert und verwertet, verbrennt trotz deutschlandweitem Verbot nicht sofort im Höllenfeuer, aber dafür natürliche Inhaltstoffe und potentielle Steuereinahmen. Wer sich dagegen auf frischer Tat von der Staatsmacht dabei erwischen lässt, wie er das grüne Kraut herstellt, macht sich einer Straftat schuldig und muss mit Verurteilung und regulären Strafen nach dem Strafgesetzbuch rechnen.
Wir haben euch jedenfalls nicht dazu animiert!
In easy Words: Der Anbau von Hanf ist Illegal. Pfui Deibel und Finger weg!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.