Montag, 4. März 2013

Ein Held unserer Tage

Bud Spencer growt pausenlos

Autor: mze, Bilder: Buddy

Zur Abwechslung mal Sämlinge
Zur Abwechslung mal Sämlinge

Wieder von seinem Insel-Ausflug zurückgekehrt (wir berichteten), musste sich Mr. Bud Spencer schnell um seine Mädels in der alten Heimat kümmern, die er noch am Laufen hatte.
Selbstverständlich arrangierte er während seiner Rückreise aus der MI-6 Basis eine einem Geheimagenten würdige Austauschschmuggelaktion und kann deshalb nun in jedem seiner vielen Domizile die neue AK-47 und die alte Casey Jones Strains klonen und herranreifen lassen. Auch mit neuen Samen konnte sich ol´Buddy dazu auf seinem letzten Wahnsinnstrip eindecken.

Super Spencer.
Erwartet haben ihn zu Hause im wohl versorgten Garten vier fast reife Casey Jones, die leider wieder etwas gelbstichig an den Blättern waren. Entweder wurde der famose Aptus-Mix vom Versorger erneut etwas zu ungenau angewendet, was ein Einhalten des Nährstoffgleichgewichtes im Substrat erschwert oder aber der Thripsbefall des vorletzten Grows war noch nicht völlig überstanden. Um ersteren Grund in Zukunft auszuschließen, ist Buddy nun endlich mit einer Pipette ausgestattet. Damit kann er in Zukunft Abmessungen von unter einem Milliliter der holländischen Edel-Präperate bewerkstelligen, auch wenn dies den Arbeitsaufwand etwas erhöhen wird. Danken werden es ihm die dann in sattem Grün erstrahlenden Schönheiten mit Sicherheit.
Um vor der aktuellen Ernte die Restbestände seines regulären und bewährten GHE Dreikomponenten Düngers aus Kokostar Substrat noch hoch in die Spitzen der alternden Plants zu pumpen, griff Buddy nach längerem mal wieder zum OxyBig 1-2 Grow Produkt. Unbehandeltes Gießwasser wird bei der Anwendung mit extrem viel Sauerstoff anreichert. So gelangt es schneller in die Pflanzen und nimmt dabei auch gleich noch alle Restbestände aus dem Kokossubstrat zum Verarbeiten mit.


Steile Mädels

Nachwuchs

Frisch geklont werden musste in Buddys Festung der Einsamkeit auch endlich wieder, weshalb die schon vor längerem angesetzten Kurzzeitmuttis beschnippelt, und die abgeschnittenen Triebe mit importiertem Clonex-Gel behandelt wurden. Anschließend fanden letztere in Root Riot Würfeln ein neues Zuhause, während die Mamis in ihren Rootpouches in die Blühkammer unter das besinnliche 12 Stunden Licht einer 250 Watt Natriumdampflampe gefrachtet wurden.
Da noch etwas mit Sauerstoff angereichertes Gießwasser in greifbarer Nähe stand, bekamen die frisch angeschnittenen Mamas davon zu trinken. Das treibt das Wachstum in die Höhe und lenkt vom kürzlichen erlittenen Scherenschwingerschock ab.


„Das IST GRÜN!!“ Zitat Bud Spencer.

Ab in die „KiTa“

Die frisch geschnittenen Steckis kamen dagegen unter die Wachstumsleuchten einer Grow-Armatur, die, bestückt mit zwei 38 Watt Halogenröhren, 18 Stunden Dauerlicht fürs Wachstum garantiert.
Steckis müssen sich schließlich auch erst langsam an ihre Umgebung ohne Mutter gewöhnen und benötigen zur Wurzelbildung ein ansprechendes Klima. Dafür ist ein kleines abgeschlossenes Gewächshaus Big Buddys erste Wahl. Das kann man einmal täglich kurz durchlüften und ab dem vierten Tag einen kleinen Spalt am Schiebeauslass des Deckels geöffnet lassen. Diesen lässt der Dicke dann mit jedem neuen Sonnenuntergang immer etwas weiter geöffnet.
Ein Nährstoffspray für die Blätter Namens „Monster Clone“, das auf die Ober- und Unterseite der langsam vergilbenden Blätter der Jungspunde gesprüht wird, nutzt Bud Spencer in den ersten vier Tagen nach dem Klonvorgang bei Bedarf. Ohne Wurzeln bieten die Blätter die einzige Nahrungsgrundlage für die sich neu entwickelnden Pflänzchen. Dies hat Buddy mittlerweile gelernt und gibt sein Wissen bei solch passenden Gelegenheiten auch gerne zum Besten. Vergriffen hatte er sich für die Stecklingszucht nebenbei bemerkt wieder an seinen letzten beiden Casey Jones Planzen und an der AK-47 – Sorten die ihm bisher gute Dienste erwiesen und auch noch lange erweisen sollen. Um jedoch mehr Abwechslung in die Bude zu bekommen, wurden jetzt kurzerhand drei Super Lemon Haze und eine Handvoll Fundsamen in Wasserbädern zum Keimen gebracht, die nach dem Öffnen in easyplug Anzuchtwürfel umgepflanzt und zu den Steckis ins Gewächshaus gesetzt wurden.


„Wer hat hier GELB gesagt?!“ Zitat Bud Spencer.

Der Vorteil der Wachstumsgeschwindigkeit aus der Samenzucht mit Regulars, gegenüber den Klonen der Weibchen, würde er spätestens bei der Auslese der männlichen Exemplaren wieder einholen, sinniert der Dicke beim Anblick der schnell sprießenden, teils unbekannten Neulinge.
Wenn aber nur eine davon ein richtiges Babe würde, hätte sich der Versuch schon gelohnt und Hoffnung auf zwei, der drei sehr spät gekeimten Super Lemon Haze Samen hat er als fleißiger Züchter auch.
Um Platz zu schaffen und die letzten Thripse zu vertreiben, wurden die acht Wochen alten Casey Jones Blüten von ihren Stämmen entfernt und nach weiterer Feinbearbeitung in ein dunkles Kämmerlein gehängt. Die neue AK und die beiden frischen Caseys wurden zur Sicherheit mit einer warmen Dusche behandelt und mit einem Knoblauch/Tabak-Sud eingesprüht, die den widerstandsfähigsten Minischädling vertreiben sollte. Auch wenn der Geruch und die Benetzung der Blätter mit diesem Mix nicht die angenehmste und professionellste Methode der Schädlingsbekämpfung darstellt, ist sie bei jungen Pflanzen eine kostengünstige, anwendbare und ökologische Alternative zu den erhältlichen chemischen Keulen.


Zum Chillen abgehängt…

So zumindest verteidigt der Dicke achselzuckend sein Tun. Ob mit dieser Methode, wie auch in manchem Fachbuch erwähnt, tatsächlich erfolgreich gegen Thripse vorgegangen werden kann, werden wir beim nächsten Besuch in BudSpencerhausen in Erfahrung bringen. Die geknipsten Blüten an ihren circa 25 Zentimeter langen Stielen sehen jedenfalls trotz kleiner Fehler bei der Bewirtschaftung besser aus als übliches Schwarzmarktmarihuana und lassen spontan nicht die Vermutung aufkommen, dass sich einige Thripse auf ihnen ein Zeitlang wohlgefühlt haben könnten, oder dass die Düngung nicht 100 Prozentig fachgerecht verlief.
Und wenn Buddy sich zeitlich etwas mehr um seine Damen kümmern würde, anstatt immer durch die Weltgeschichte zu tingeln, könnte er seine Missgeschicke im nächsten Durchgang endlich verhindern und auch noch im Growingbereich zum tadellosen Helden unserer Tage werden. Ihr werdet es bezeugen können. Hier, in einer der folgenden Ausgaben.

Der Hinweis
Marihuana anzupflanzen ist in wenigen Ländern dieser Welt noch verboten. Informiere dich vorher ob du in deinem Land dazu berechtigt bist und ändere die Gesetzeslage falls es dir nicht gestattet seien sollte.

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