Donnerstag, 23. August 2012

Die Wehrplicht wegkiffen

Ein junger Bundesheer-Soldat zieht’s konsequent durch

Österreich hält, anders als die meisten westlichen EU-Staaten, an der allgemeinen Wehrpflicht fest. Wer keine Lust hat, zum Heer zu gehen, muss entweder Zivildienst leisten oder kann anderweitig versuchen, um den Zwangsdienst an der Waffe herumzukommen.
Ein 19jähriger aus Ried/Innkreis, der offensichtlich keine Lust mehr hatte, auf Papp- und andere Kameraden zu schießen, hat während der Dienstzeit einfach in Anwesenheit seiner Vorgesetzen gekifft. Auch nach mehrmaliger Aufforderung, nicht mehr im Dienst zu inhalieren, zog er seine selbst gerollten Tüten dem Gewehr vor.
Wahrscheinlich wird die konsequente Kifferei aber nicht das erwünschte Ergebnis einer vorzeitigen Entlassung haben, viel wahrscheinlicher ist, dass der harzende Soldat wegen „vorsätzlicher Herbeiführung der Dienstuntauglichkeit“ und Drogenbesitzes bestraft wird. Ihm drohen jetzt bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

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