Dienstag, 7. August 2012

Hanfparade 2012

Warum eure Teilnahme so wichtig ist!

Ihr habt euch sicherlich schon alle einen Knoten ins Paper gedreht, dass am 11.August 2012 in Berlin wieder die Hanfparade stattfindet. Denn euer Erscheinen ist essenziell und es wäre von Vorteil, wenn alle, die sich eine Entkriminalisierung respektive Legalisierung wünschen, sich nicht nur hier und da mal heimlich einen rollen, sondern vielleicht auch mal um 13:00 auf dem Berliner Alexanderplatz anrollen, wenn’s wirklich um was geht.

Wie oft haben wir in den letzten Jahren gehört, dass ja der Weg nach Berlin so weit sei und wie teuer die Deutsche Bahn ist oder andere Geschichten, die – seid uns nicht böse – lediglich nur als Alibi dienen, dass viele von euch einfach nicht aus’m Knick kommen. Also knick knack – Mitfahrgelegenheit klarmachen – kostet innerhalb Deutschlands im Schnitt meist 25 Euro und schon geht’s nach Berlin, um für „Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit“ und für die Legalisierung von Cannabis als Medizin, Rohstoff und Genussmittel zu demonstrieren.

Wünschenswert wäre es eigentlich, wenn von den vier Millionen Cannabiskonsumenten des Landes ausnahmslos alle am Start sind. Erwarten tun wir das zwar nicht, aber mit drei Millionen geben wir uns zufrieden. Bei all den Zahlenspielen dürft ihr eins nie vergessen, mal als Frage formuliert: Mal angenommen, es gibt eine Demonstration, auf der 500 000 Menschen gegen eine Arbeitsmarktreform protestieren und daneben irgendwo eine Demo gegen Rassismus mit 500 Teilnehmern – über welche Demo wird in den Nachrichten (länger) berichtet?

Klar, wir wissen nicht so genau, ob Frau Merkel sich auch nur für eine dieser beiden Veranstaltungen interessiert, aber wenn Menschenmassen sich ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit nehmen und zahlreich zusammenkommen, baut das erfahrungsgemäss schon etwas Druck auf, sich vielleicht doch mal ein paar Gedanken zu machen, etwas am politischen Kurs zu verändern. Es mag naiv klingen, aber wir werden nicht aufhören, daran zu erinnern, dass gerade viele der Schmerzpatienten von Multipler Sklerose, bei HIV-Erkrankung, Asthma, Bewegungsstörungen (Tourette-Syndrom), Epilepsie, Glaukom, Neurodermitis und vielem mehr auf Cannabis als Heilpflanze angewiesen sind.

Auch der gesunde Mensch sollte so viel Anstand besitzen, sich nicht länger von Polizisten auf Demonstrationen wie dem Hanftag oder der Hanfparade willkürlich, ganz ohne Grund kontrollieren zu lassen. „Kriminell bin ich nur, weil man mich kriminalisiert“, schrieb Steffen Geyer so treffend in seinem Artikel in unserer Sonderausgabe „Hanfparade 2012 Spezial“. Falls ihr diese 26 Seiten voller Information und Aufklärung noch nicht gelesen habt, schnappt euch ein Exemplar beim Headshop eures Vertrauens oder ladet es als PDF-Version von unserer Homepage runter.

Schickt es an eure Freunde, lest es euren Eltern vor, sagt es allen weiter. Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto besser. Wir sind mündige Bürger eines ach so liberalen Landes und klären uns lieber selbst bzw. gegenseitig auf als uns von der Obrigkeit die Ammenmärchen von Einstiegsdroge und Söhne erzählen zu lassen. Was mit „Drogenmündigkeit“ gemeint ist, darüber berichtet beispielsweise Prof. Dr. Gundula Barsch in einem sehr lesenswerten Artikel in der besagten Sonderausgabe. Bei einer Entkriminalisierung von Cannabis wären wir in dieser Hinsicht einen grossen Schritt weiter, aber die kommt nicht von alleine.

Wer für ein Ende der Prohibition und des Krieges gegen Drogen ist, unterstützt sicherlich auch die Forderungen der Hanfparade und bereichert mit seiner Teilnahme die grösste deutsche Demonstration für die Legalisierung von Cannabis. Also frei nach dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“, freuen wir uns über jeden einzelnen Mitstreiter, der sich am Samstag, dem 11. August 2012 um 13:00 auf dem Alexanderplatz nahe der Weltzeituhr einfindet und sich dadurch für das stark macht, was ihm am Herzen liegt. Tut euch selbst etwas Gutes und versteckt euch nicht länger.

www.hanfparade.de

Berlin 11. August 2012
13 Uhr Alexanderplatz
Bis 22 Uhr am Brandenburger Tor
Freiheit, Gesundheit,
Gerechtigkeit

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