Freitag, 29. Juli 2011

Von wegen legal

Keine Kostenübernahme von Cannabismedikamt für Krebspatientin

Der Fall Ute Köhler beschäftigt die Politk bereits lange Zeit. Die Krebspatientin kämpft seit zehn Jahren für eine Kostenübernahme ihrer Cannabismedizin.
Kürzlich wurde sie vom Petitionsausschuss des deutschen Bundestages abgewiesen, unter anderem mit der Begründung, dass Sativex bald erhältlich sei.
Das ist zwar seit ein paar Tagen der Fall, allerdings hilft das Frau Köhler wenig. Für ihre Krankheit ist Sativex nicht zugelassen. Sie muss sich weiter auf anonyme Spender verlassen, die die Kosten für ihr Dronabinol übernehmen.
Zur gleichen Zeit ist Bundesgesundheitsministerium dabei, die dritte Medienkampagne innerhalb eines Jahres anzuleiern unter dem Motto „Cannabismedizin ist jetzt legal“, obwohl sich für die meisten Patienten nichts an ihrer ohnehin schlechten Versorgungslage ändert.
Es scheint, als träte jetzt das ein, wovor nicht nur wir bereits seit der Ankündigung der Sativex-Zulassung warnen: Cannabispatienten werden pauschal auf Sativex verwiesen, obwohl es für die meisten Indikationen, die diese aufweisen, gar nicht zugelassen ist.

 

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