Dienstag, 12. August 2008

Massenverhaftungen auf Reggae-Festival

Schwedische Polizei geht drastisch gegen Besucher vor

Das angeblich so liberale Schweden macht schon seit geraumer Zeit Schlagzeilen aufgrund des restriktiven Umgangs mit Hanfkonsumenten. Die Kiffer-Hysterie erreichte am Wochenende beim Reggae-Festival in Uppsala ihren vorläufigen Höhepunkt.

Polizisten in Zivil nahmen fast 300 Zuschauer und Künstler fest, weil diese im Verdacht standen, Marihuana konsumiert zu haben. Veranstalter und Zuschauer bestätigten übereinstimmend, dass auf dem Festivalgelände schon allein aufgrund der hohen Polizeipräsenz gar nicht gekifft wurde. Auch der Backstagebereich war nach Aussage der Organisatoren völlig Hanf-frei. Das hinderte die Polizei jedoch nicht daran, auch das Hotelzimmer von Sean Paul zu durchsuchen.

Nach Snoop Dog ist Sean Paul schon der zweite Weltstar, der anscheinend aufgrund seiner Liedtexte, die das Rauchen von Marihuana behandeln, schikaniert wird. Anscheined wollen die Schwedischen Behörden Künstler, die in ihren Texten für eine Hanffreigabe eintreten, nicht mehr im Land haben.

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