Montag, 10. März 2008

Digitalsurvivor

Ja wo surven Sie denn hin?

Früher, war alles besser. Der Speicher war noch der Dachboden, und Arbeitsspeicher bedeutete, dass Papa dort schafft. Heute ist alles digital und Papa passt gar nicht mehr in den Speicher rein! Die Menschen sind vernetzt! Und dass sie sich darin verheddern ist nicht verwunderlich – weiß doch jeder dümmste Backfisch: Netz ist Mord.
Überhaupt Internet. Das ist doch das, wo die Pornos herkommen? Wo alte Männer so tun als wären sie kleine Mädchen, damit andere kleine Mädchen ihnen von ihrer Möse erzählen? Wo man sich immer die neuesten Enthauptungen aus dem Irak angucken kann? Ja, das ist Internet, ein klasse Ding! Eure grosstadtsurvivor sind schon mal vorgesurvt, damit ihr virtuell survivt.
Prinzipiell sollte man klein anfangen – es muss nicht immer ein PC sein, eine digitale Armbanduhr reicht anfangs vollkommen. Und alle, die gleich ins Volle gehen wollen, seien hier beruhigt – ihr braucht zwar einen Zoo, doch weder die Maus, noch die Viren und schon gar nicht die Bugs (Läuse – für all die Computernerds) benötigen weit weniger Pflege als anfangs vermutet. Ostler unter euch brauchen sich nicht erschrecken, wenn der IM was Gutes ist! Das ist der Instant Messagner und damit kann man sich schreiben – oder neu: chatten. Wobei schreiben so eine Sache ist: lol, rofl, hdgdl sind ernst gemeinte Ansprachen und keine Erfindungen deiner grossstadtsurvivor. Nicht nur um die Sprache muss man sich bei Chattern Sorgen machen. Manch einer beginnt schon, in der realen Welt nur noch mit Grimassen zu reagieren und ein über 60jähriger Mann, der in der Realität als kleines Mädchen verkleidet auf dem Schulhof Kinder anbaggert, wirkt doch leicht irritierend. Wer dennoch die anal-oge Welt verlassen will, braucht unbedingt einen Nickname. Sehr schnelle Kontakte versprechen dabei Adolf88, geileElke und Kinderfreund06. Abschreckend könnten hingegen Riesenschwanz (außer in schwulen Kreisen), blond906090 oder Zauberfee wirken.
Doch eure grossstadtsurvivor wollen euch nicht nur ins Netz führen, nein wir haben auch die ultimativen Vorschläge abhängige Computerspieler wieder ins soziale Netz einzugliedern:

– Anfängliches Gestatten des Tragens einer Waffe, um den Entzug erträglicher zu machen.
– Brille, in die ständig der Score des Tages eingeblendet wird (z.B: 8h Arbeit = 8000 Punkte, Sex mit der Freundin 1000).
– Endgegner statt Abschlussprüfung.
– Restrukturierung der Kommunikation zuerst auf volle Wörter, dann auf bis zu dreigliedrige Sätze.

Und für alle Nicht-Heilbaren unter euch gibt es hier auch noch exklusiv den Nerd-Survivor, zum Ausschneiden und Mitnehmen – so wird Frauenverstehen für Nerds leicht gemacht:

Nicht: als offline anzeigen, sondern: du ich brauch‘ mal Zeit für mich
Nicht: Enter, sondern: Bitte (in der Kirche: Amen)
Nicht: Delete, sondern: Entschuldigung
Nicht: Standby, sondern: Bleib ruhig gleich nackig
Nicht: Ctrl+Alt+Entf, sondern: Bitte aufhören

Doch wir wollen nicht nur lästern und euch raus holen, die digitale Welt bietet auch viele Vorteile, manch noch unentdeckte Marktnische und eine weitere Möglichkeit die sagenhafte gss-Produktpalete zu erweitern – Bestellungen einfach unter www.grossstadtsurvivor.de:
– Der Eintasten-PC – Licht an und aus für Dummies
– Der Sekretärinnen-PC – PC lackiert beim Schreiben Fingernägel und föhnt sie trocken. Wenn der – Chef kommt, geht die Lüftung an, damit der Rock hochfliegt.
– Der kleine Kinderschänder – Besonders saugkräftiger Heimrechner mit zahlreichen Video- und Bildbearbeitungsprogrammen.
– Heil 2.0 – Für die Retrofraktion. Anzeige in Frakturschrift, Vorabfilter fremdsprachiger Webseiten, Programme und von Pornografie mit nicht-blonden Frauen sowie ohne Schäferhunde.
– Der Dohd – Enorm leistungsfähig, bis zu fünf Killerspiele parallel, verspritzt im Actionmodus echtes Kleintierblut (kinderleicht per CD-Drive nachfüllbar)
– XXXx – Die Weiterentwicklung der Videokabine ins Laptopformat. Mit Peniseingabeschacht, Analstöpsel und Vibrationsfunktion. Aufgeklappt kostet extra.

Das Internet steckt voller Tücken, doch Gott sei Dank gibt es dort auch immer wieder alt Bewährtes – so das gute alte sex, drugs and rockn´roll. Nur heißt das jetzt: saugen, ziehen und spielen.

Surv on

Eure grossstadtsurvivor(.de)

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