Freitag, 7. März 2008

Cannabis und Krebsforschung

Die Rostocker Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz haben einen Mechanismus entdeckt, der die Antikrebswirkung von Hanf erklärt. In Tests mit Gebärmutterhals- und Lungenkrebszellkulturen wiesen sie nach, dass Cannabinoide auch das Eindringen (Invasion) von Tumorzellen in das Blut- und Lymphsystem blockieren, sich ausbreiten und so Metastasen bilden können.
Die Wanderung wird durch Gewebe zersetzende Enzyme, die die Krebszellen produzieren, ermöglicht. Das Tetrahydrocannabinol bewirkt offenbar, dass die Zellen einen Hemmstoff gegen diese Enzyme bilden und legt damit die Tumorzellen lahm. Die Forscher hoffen, dass Cannabinoide in Zukunft die Grundlage für eine Krebsbehandlung bilden können, die mit weniger Nebenwirkungen als die klassische Chemotherapie einhergeht. Die Resultate sind im „Journal of the National Cancer Institute” veröffentlicht.

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