Freitag, 28. Dezember 2007

Forward ever, backward never!

2007 liegt hinter uns. Ein Jahr voller Hoffnung mit großen Erwartungen, die natürlich wieder nur streckenweise erfüllt werden konnten.

2007 liegt hinter uns. Ein Jahr voller Hoffnung mit großen Erwartungen, die natürlich wieder nur streckenweise erfüllt werden konnten. Auch 2007 schworen viele Patienten auf die heilende Wirkung von Haschisch, da es bei Krebs- und Aidskranken, die immer mehr an Gewicht verlieren, den Appetit anregt. Es entspannt die verkrampften Muskeln von Menschen mit Multipler Sklerose und es lindert die Pein von Schmerzpatienten, was die Regierenden aber nicht sonderlich interessierte. Im Gegensatz zu Opiaten wie Morphin, die stark abhängig machen, ist Cannabis als Medikament immer noch nicht freigegeben, obwohl die damals rot-grüne Bundesregierung versprach, dass es schon Ende 2001 in der Apotheke ein Cannabis-Extrakt auf Rezept geben solle. Eine Behandlung mit dem synthetisch hergestellten Dronabinol erzielt im Gegensatz zu natürlichem Cannabis nicht den gewünschten Effekt, und das BfArM erlaubt nur die teure, aufwendige Extraktion. Warum ist ein Extrakt, das weder eine Zulassung hat noch an Menschen ausprobiert wurde, plötzlich verfügbar? Wir verstehen es nicht, und so müssen sich die schwerkranken Leute wohl auch weiterhin am Bahnhof versorgen. Im August des vergangenen Jahres forderten wir auf der Hanfparade unter anderem die kostenlose Analyse von Haschisch und Marihuana auf Streckmittel, Schimmel, Pestizide und Bakterien, da wir seit über zwei Jahren vor verunreinigtem Gras warnen. Das Leipziger Drogendezernat erkannte Anfang November jedenfalls die Notwendigkeit, Gras auf gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe untersuchen zu lassen, als Hanfblüten mit Bleistaub im Umlauf waren und die ersten 50 Patienten aufgrund erhöhter Bleiwerte im Blut und Beschwerden behandelt werden mussten. Ein Interview mit Sabine Bätzing war auch im ablaufenden Jahr nicht möglich. So hoffen wir für 2008, dass die vorliegenden Hinweise und Fakten den scheinbar nötigen Druck ausüben, mit Warnhinweisen für HanfkonsumentInnen endlich Verantwortung zu übernehmen. Wir werden auf jeden Fall auch im neuen Jahr mit gutem Beispiel vorangehen und „exzessiv“ (ich wink’ mal mit dem Zaunpfahl) für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel arbeiten. Danke für Eure Unterstützung und allen gleichgesinnten Freunden ein grünes, neues Jahr!

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