Freitag, 2. November 2007

Breitspiele November

Die Internationalen Spieletage sind oder kurz gesagt die Spiel 07 in Essen ist vorbei. Und wie in jedem Jahr liegen in meiner Küche einige neue Spiele, von denen ich euch in dieser Ausgabe schon mal ein paar vorstellen werde. Das sind:
„Filou“ (2F-Spiele), „Die Wiege der Renaissance“ (DDD-Verlag), „Cash’n Guns Live“ (Repos Production), „Cop & Killer“
(Games Heads) und „Der Goldene Kompass“ (Kosmos). Wer wissen will, wie all die anderen Neuerscheinungen bei den
Messebesuchern abgeschnitten haben, kann sich auf der Fairplay-Seite informieren.
(http://fairplay-online.blogspot.com)
Und wie in jedem Jahr wurde der deutsche Spielepreis vergeben: „Die Säulen der Erde“ (Ausgabe 01/07) dürften mit
dieser Auszeichnung und der gerade erschienenen Erweiterung für fünf und sechs Personen unter so manchem Weihnachtsbaum
zu finden sein.

Glück, Bluff
Filou
Eigentlich will ja niemand die
Katze im Sack kaufen, aber da
„Filou“ ein Kartenspiel von Friedemann
Friese ist, ist es einen
Versuch wert. Wie schon bei „Fiji“
(Ausgabe 01/07) müssen die drei
bis fünf Mitspieler zwar keine Perlen, dafür Karten setzen ohne zu
wissen, was die anderen so legen. Aber der Reihe nach: Jeder Spieler
erhält einige „Mäuse“ (umgangssprachlich für Geld) und ein
Kartenset auf dem Hunde, Katzen oder ein rosa Hase abgebildet
sind. Auf dem Spieltisch liegen neben der Karte „Katze im Sack“
die Mäusekarten mit Mäusen obenauf. Und los geht es.
Der Reihe nach platzieren die Spieler verdeckt je eine Karte (ihre
Katze im Sack) unter den Mäusen um anschließend das ganze
Kartenpaket zu ersteigern, oder auch nicht. Zuerst wird die erste
gelegte Karte aufgedeckt und reihum wird geboten, passt ein
Spieler, bekommt er die Belohnung auf der niedrigsten Mäusekarte,
anschließend wird die nächste Karte aufgedeckt, es wird
weiter geboten, bis wieder ein Spieler passt, der nimmt sich die
nächsten Mäuse. Das geht weiter, bis ein Spieler übrigbleibt, der
zahlt sein Gebot an die Bank und bekommt dann die Katzen im
Sack, ob er will oder nicht. Allerdings sind unter den Katzen nicht
nur Schmusekatzen, die ihren Besitzern viele Pluspunkte bringen,
sondern auch richtige Kratzbürsten, die negativ zu Buche
schlagen. Außer, es befindet sich ein kleiner Hund im Sack, der
erledigt das größte Katzenproblem. Ist es allerdings ein großer
Hund, vertreibt dieser die wertvollste Katze. Treffen mindestens
zwei Hunde aufeinander, beschäftigen sie sich miteinander und
lassen die Katzen links liegen. Fehlt noch das rosa Häschen: bringt
nichts, schadet aber auch nicht. Da jeder Spieler neun Karten hat,
werden weitere acht Runden gespielt. Wer am Schluss die meisten
Punkte aus Mäusen und Karten hat, gewinnt. Ein Spiel für zwischendurch,
ebenso als Intro oder Absacker eines Spieleabends
geeignet. Eins ist allerdings Voraussetzung: Man sollte schon ein
Faible für „die Katze im Sack“ haben. Mehr als nett.

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