Montag, 12. September 2005

DER EINFLUSS VON MUSIK AUF CANNABIS TEIL II

Der Einfluss von Musik auf die Spaltöffnungen

Wie lässt sich erklären, dass sich die Spaltöffnungen durch Musik öffnen? Wissenschaftler der Universität von Kalifornien (San Diego, USA) haben vor einigen Jahren entdeckt, dass es eine Art von Signalmechanismus gibt, durch den sich die Spaltöffnungen von Pflanzen steuern lassen. Die zwei Zellen, die gemeinsam die Spaltöffnungen bilden (Schließzellen), stimmen sich auf die Frequenz ein, auf der Kalzium schwingt. Sobald dies geschieht, schließen sich die Spaltöffnungen. Stimmt die Frequenz allerdings nicht genau überein, öffnen sich die Zellen innerhalb von einer Stunde wieder. Dies geschieht auch dann, wenn die Kalzium-Konzentration so hoch ist, dass sich die Spaltöffnungen normalerweise schließen würden. Experimente haben jedoch gezeigt, dass hohe Töne fast sofort (und nicht erst nach einer Stunde) eine schnellere Atmung bewirken. Wenn Pflanzen durch eine bestimmte Musik, hohe Töne oder Vogelgesang zum Schwingen gebracht werden, dies jedoch nicht der Schwingung der Kalzium-Ionen entspricht, führt dies dazu, dass sich die Spaltöffnungen (im Laufe der Zeit) auch dann öffnen, wenn sie normalerweise geschlossen geblieben wären.

Es wurde bewiesen, dass eine genau auf die Pflanze abgestimmte Blattdüngung einen höheren Effekt auf die Entwicklung und das Wachstum einer Pflanze hat, wenn ihre Spaltöffnungen weit geöffnet sind. Dies ist auch logisch, da die Pflanzen die über die Blattdüngung zugeführten Nährstoffe über die Spaltöffnungen aufnehmen. Für zahlreiche Pflanzen sind bereits Blattdünger, die sich dieses Schwingungsprinzip zunutze machen, erhältlich. Diese Düngemethode hat jedoch auch ihre Nachteile. Wenn die Spaltöffnungen künstlich geöffnet werden, hat die Pflanze keinen Einfluss mehr auf ihre Verdunstung, wodurch sie leicht austrocknen kann. So kann es für Pflanzen angeblich schädlich sein, mehr als drei Stunden pro Tag Musikklängen und Tönen ausgesetzt zu sein. Auch bei Cannabis-Pflanzen sollen sich bei zu hohen Tönen oder zu lauter Musik negative Auswirkungen gezeigt haben. Dies lässt sich jedoch nicht durch das Öffnen der Spaltöffnungen erklären. Vielmehr könnte möglicherweise eine neue Methode, die Schallresonanz genannt wird, die Erklärung für den negativen Effekt von zu hohen Frequenzen liefern.

Schallresonanz
Neben der Resonanz, der Schwingung, bei der sich die Spaltöffnungen unter Einfluss von Musik oder bestimmten Tönen öffnen, gibt es noch eine andere Methode, mit der sich der Effekt von Musik auf Pflanzen erklären ließe. Diese Methode wird Schallresonanz genannt. Sie stimuliert beziehungsweise hemmt die Synthese von Proteinen in der Pflanze. Dabei kommt den verschiedenen Tonhöhen eine wichtige Rolle zu. Die Theorie besagt, dass die Synthese von Proteinen, die aus Aminosäuren gebildet werden, von Schwingungen begleitet wird. Demnach würde jede Aminosäure eine eigene Frequenz und jedes Protein eine Reihe verschiedener Frequenzen aufweisen. Durch die richtige Aneinanderreihung von Tönen wird die Bildung von Eiweiß durch Resonanz angeblich stimuliert.

Der Einfluss von Schwingungen wird auch beim menschlichen Körper untersucht. Transcutaneous ElectroNeural Stimulation oder TENS nennt sich die Methode, die mit Hilfe bestimmter Frequenzen die Bildung bestimmter Stoffe in unserem Körper stimuliert. So soll eine Frequenz von 10 Hertz (die gleiche Frequenz wie a-Wellen) die Bildung des Neurotransmitters Serotonin fördern. Und ratet mal, was Serotonin ist. Klar, eine Aminosäure!

Der Grund, weshalb Töne einen so großen Einfluss auf Pflanzen haben können, liegt darin, dass Hormone, wie Auxine, die unter anderem an der Zellteilung und Blütenbildung der Pflanze beteiligt sind, aus nur zwei Aminosäuren bestehen. Indem man die Pflanze während einer genauen Zeitspanne auf der Frequenz dieser beiden Aminosäuren schwingen lässt, soll die Bildung dieser Pflanzenhormone gefördert werden, was unter anderem zu dickeren Blütenständen führen soll.

Musik soll auch die Keimung von Samen beeinflussen. In einem im “Journal of Alternative and Complementary Medicine” veröffentlichten Artikel wird ein Experiment beschrieben, bei dem durch Musik eine höhere Keimrate und eine schnellere Keimung erzielt werden konnten. Geräusche an sich hatten übrigens keinen bedeutenden Einfluss auf die Keimung. Es zeigt sich deutlich, dass verschiedene Frequenzen vorhanden sein müssen. Da die Keimung durch Hormone ausgelöst wird, spielt hierbei höchstwahrscheinlich Schallresonanz eine große Rolle.

Eine mögliche Erklärung für die Tatsache, dass Pflanzen zwar positiv auf klassische Musik, nicht aber auf Heavy Metal reagieren, ist, dass bei klassischer Musik saubere Töne gespielt werden, während bei Heavy Metal sehr viele Gitarreneffekte, wie Distortion und Overdrive, eingesetzt werden, wodurch es zu einem unsauberen Klangbild kommt.

Grüne Ohren
Obwohl Methoden zur Förderung des Pflanzenwachstums bereits seit Menschengedenken bekannt sind, ist die Kunst ihrer Anwendung verloren gegangen und kann somit nur noch wird nur noch beschränkt eingesetzt werden. Obwohl derzeit noch nicht genau festgestellt werden kann, auf welche Weise Musik Entwicklung und Wachstum von Pflanzen beeinflusst, nehmen die Erkenntnisse in Bereichen wie der Resonanzphysik stets zu und rücken die Aussichten auf wissenschaftliche Beweise und Argumente in immer greifbarere Nähe. Und in zwanzig Jahren lachen wir womöglich über Behauptungen, dass Pflanzen keine Ohren haben.

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