Donnerstag, 7. April 2005

>> Freestyle

Out Hud – Let Us Never Speak Of It Again (!k7 records)

Out Hud leben in New York. Fragt man diese Band nach ihren Einflüssen,
so heißt es ebenso lapidar wie vielsagend: Dancehall, Rap, R&B,
Punk, Disco, Drogen und die verschiedenen Regionalküchen der Welt. Out
Hud, die mit dem LCD-Soundsystem verbandelt sind, würfeln hier dann
auch ein wildes Sammelsurium an Sounds zu einer ganz eigenen Mischung
zusammen und orientieren sich dabei am amerikanischen New Wave der
späten 70er. „Let Us Never Speak Of It Again“ ist eine unbeschreibliche
Mischung aus dreckigen Grooves, gespenstischen Sounds, Tribal Beats und
packenden Melodien – unverkennbar eigen und doch sofort vertraut. Die
Musik ist wie New York – unzähmbar und immer in Bewegung. Wie organisch
sich der Groove auf der Single „One Life To Leave“ oder dem Track „How
Long“ aufbaut, ist einfach unwiderstehlich. Zwischen diese eingängigen
Retro-Pop-Momente werden längere hypnotische Instrumental Tracks
gestreut, wie das treibende „The Song So Good They Named It Thrice“.
„Dear Mr. Bush“ ist sicher einer der bewegendsten Songs und wieder
voller Atmosphäre. Ihre einzigartigen Songtitel zeigen es bereits: Out
Hud denken nicht im Traum daran, sich zu ernst zu nehmen. Ihre Musik
ist ebenso tiefgründig wie provozierend. All den Kassandra-Rufern, die
da behaupten, Dance sei bedeutungslos und fast tot, sei eins gesagt:
„Let Us Never Speak Of It Again“.

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