Mittwoch, 16. Februar 2005

Breitspiele

Ideology

Werner, es hat viel Spaß
gemacht mit dir zu arbeiten. Leider haben wir es nie geschafft, mal
gemeinsam eines der vielen Spiele, die wir vorgestellt haben, zu
spielen. Vielleicht klappt es ja doch noch mal. In deiner
Abschiedsausgabe stellen wir die Spiele vor, die uns seit Essen am
meisten angezeckt haben: Das sind: „Struggle of Empire“ von
Martin Wallace, ein Garant für komplexe Spiele. Außerdem
„Friedrich“ von Richard Sivél, der zwar schnell mit dem
Prototypen fertig war, aber Jahre brauchte, um allen Mitspielern die
gleichen Gewinnchancen zu ermöglichen. Und als Letztes haben wir
noch „Ideology“ ausgesucht, bei dem
wie bei den anderen Spielen auch
die Strategie eine wesentliche Rolle spielt.

Ideology

ist mit ein bis zwei
Stunden Spielzeit ein schnelles und spannendes Strategiespiel für
zwei bis fünf Personen. Als Kapitalist, Kommunist, Faschist,
Imperialist oder Fundamentalist ist das Ziel, weltweit den größten
militärischen, ökonomischen und kulturellen Einfluss zu
bekommen. Mit der Ideologie verbunden ist das Startland mit
unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Wie im richtigen Leben haben
die Länder unterschiedlichen Einfluss. So ist der Einfluss
Islands mit einem Punkt geringer als der Großbritanniens, das
als Heimatland für den Imperialismus drei Punkte hat. Je mehr
Länder unter eigener Kontrolle sind, umso mehr Siegpunkte und
Einflusskarten gibt es.

Runde für Runde
zieht jeder Spieler so viele Einflusskarten, wie ihm zustehen. Diese
Karten kann man entweder für die eigene Sicherheit nutzen oder
verwenden, um den Einfluss auf andere Länder auszudehnen. Dabei
legt man militärische, ökonomische und kulturelle
Einflusskarten an Länder an. Natürlich wollen alle Spieler
ihren Einfluss mehren und so kann es in allen Bereichen zu Konflikten
kommen. Geklärt werden diese wieder mit den Einflusskarten. Wer
mehr von ihnen ausspielen kann, gewinnt den Konflikt und behält
den Einfluss im entsprechenden Land.

Es gewinnt derjenige, der
es als erster schafft, mit seinem Einfluss zwölf Punkte zu
erreichen. Allerdings wird die Runde noch zu Ende gespielt und alle
werden versuchen, den potenziellen Sieger in Konflikte zu verwickeln,
damit sein Einfluss wieder schwindet.

Um die eigene Sicherheit
und die Möglichkeit der Einflussnahme zu erhöhen, kann man
seine Einflusskarten in militärische, ökonomische und
kulturelle Fortschritte investieren. Diese gibt es in zwei Stufen.
Taktik, Industrie und Patriotismus schützen den Spieler vor
Konflikten. Diese Fortschritte wiederum kann man dann in die Karten
Technologische Überlegenheit, Innovation und Propaganda
eintauschen, die die Einflussnahme oder Angriffe auf weiter entfernte
Länder erleichtern. Diese Karten kann man auch gegen eine
Atombombe eintauschen, die entweder einen Siegpunkt wert ist oder
ausgespielt den Einfluss in einem Land vernichtet.

Ideology“ ist ein
kurzweiliges Strategiespiel, bei dem viel geredet wird, müssen
doch Bündnisse eingegangen und Kriegserklärungen gemacht
werden. Wer ein stundenlanges Plättchenschieben bevorzugt, dem
wird es etwas zu einfach sein. Also schnappt euch den
Fundamentalisten und zeigt all den Ungläubigen was ein richtiger
Jihad ist.

Note: 1

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