Donnerstag, 27. Januar 2005

Weibliche/ feminisierte Samen und Pflanzen

Cannabis ist zweihäusig, hat also männliche und weibliche Pflanzen. Unbefruchtete, weibliche Blütenspitzen enthalten die höchsten Konzentrationen des psychoaktiven THC. Leider ist das natürliche Verhältnis von weiblichen zu männlichen Pflanzen 50/50. Mehr weibliche Pflanzen würde auch mehr Marijuana bedeuten, was gut ist.

Weiblich/ feminisierte Samen (wir berichteten) sind zur Zeit erhältlich
von No Mercy, Dutch Passion, Nirvana und anderen. Aus diesen Samen
bilden sich normalerweise nur weibliche Pflanzen. Sie sind aber auch
dementsprechend teurer (Dutch Passion und Nirvana), oder nicht immer
lieferbar (No Mercy). Andere Samenbanken, wie Paradise Seeds, arbeiten
daran, auch bald weibliche Samen im Angebot zu haben.

Man kann auch durch einige einfache Tricks den Anteil an weiblichen
Pflanzen auf bis zu 80-90% erhöhen. Je intensiver und länger man sich
mit diesen Tricks und Kniffs beschäftigt, desto konstanter werden die
Erfolge auch kommen.

Umweltfaktoren beeinflussen das Geschlecht der Pflanze ab dem Moment,
wo sie 3 richtige Blattpaare gebildet hat (die Keimblätter nicht
mitgezählt), was so ca. 6 Wochen nach setzen des Samens sein sollte.
Dieser Einfluss dauert dann bis einige Wochen vor Beginn der Blüte an.
Dabei ändern sich die Bedürfnisse im Laufe der Entwicklung der Pflanze.
Beeinflussende Faktoren sind unter anderem: Feuchte und Temperatur des
Zuchtmediums, Nährstoffgehalt, Luftfeuchte, Umgebungstemperatur und
Stress.

Umweltfaktoren, die die Ausbildung des Geschlechts bei Cannabis von der
6. Woche an bis ca. zur 10-12 Woche Wachstum beeinflussen, sind unter
anderem:

Geringe Temperaturen erhöhen die Anzahl an weiblichen Pflanzen, Wärme die Anzahl an Männchen.

Hohe Luftfeuchte erhöht die Anzahl an weiblichen Pflanzen. Geringe LF die Anzahl an Männchen.

Geringer Feuchtigkeitsgehalt des Zuchtmediums erhöht die Anzahl an männlichen Pflanzen.

Ein größerer Blaulichtanteil erhöht die Anzahl an weiblichen Pflanzen. Mehr Rotlichtanteile das Gegenteil.

Kürzere Tage (z.B. 14h Licht) erhöhen die Anzahl an „Frauen“, längere (18h) den Anteil an Männern.

Nach drei bis vier Wochen in der vegetativen Phase wird Stress zum
Hauptfaktor, der das Geschlecht der Pflanzen beeinflusst. Jegliche Art
von umweltbedingtem Stress lässt mehr Pflanzen, die aus Samen gekeimt
sind, zu Männchen werden. Also ist ab dann die Vermeidung von Stress
der Schlüssel zu anteilig weniger Männern und Zwittern.

Die kritische Phase, in der alles perfekt laufen sollte, ist von der
dritten zur vierten Woche vegetativen Wachstums. Beseitige alle
möglichen Quellen von Stress wie Schädlinge, Krankheiten, Trockenheit,
Mangelerscheinungen oder Überdüngung, um möglichst viele Frauen zu
bekommen. Viele Sorten neigen auch schnell zur Zwitterbildung, wenn sie
in dieser Phase unter Stress leiden.

Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium, um mehr weibliche Pflanzen zu erhalten.

Temperaturen zwischen 18 und 20°C sorgen für mehr Weibchen. Sinkt die Temperatur auf 12 Grad, so führt das zum Gegenteil.

Halte die Luftfeucht bei 70% um den Anteil an Weibchen zu erhöhen.

Benutze eine Metallhalogen-Dampflampe mit einem hohen Blaulichtanteil.
Eine Na-Dampflampe erhöht die Anzahl an Männern. Eine 18 oder 24h
Lichtperiode hat keinen Effekt auf die Entwicklung des Geschlechtes,
jedoch ist damit meist eine, den Anteil an Männern forcierende,
Erhöhung der Temperatur verbunden.

Naja, und wenn ihr nach jahrelanger Beachtung all dessen doch mal eine
Packung Samen bekommt, und nur Männer dabei rauskommen, dann fragt doch
einfach bei der Samenbank nach einer Austauschpackung.

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