Donnerstag, 27. Januar 2005

Nieder mit den Schluckräumen!

Null Toleranz für Koffein-Junkies!

Anfang Dezember fand die erste größere Demonstration gegen die offene
Koffein-Szene in Bremen statt. Unter dem Motto „Null Toleranz  gegen
die offene Koffein-Szene im Viertel und anderswo“ gingen Bürger der
Hansestadt Bremen auf die Straße, um endlich eine konsequente
Drogenpolitik einzufordern. Die lautstarke Demonstration forderte vor
allem ein entschlossenes Vorgehen gegen Schluckräume, Kaffee-Junkies,
mehr Knäste und „Kaffee-Dealer in den Knast!“.

Gerade die steigende Zahl der Schluckräume, im Volksmund auch
verharmlosend „Cafés“ genannt, war wohl der Anlass für diese lautstarke
Demonstration. Denn unberührt von den Folgen sind in Bremen immer mehr
Kaffee-Junkies zu beobachten. Sogar amerikanische Ketten beteiligen
sich mittlerweile an diesem lukrativen Drogenhandel. Auch besorgte
Arbeitgeber berichten immer häufiger von Problemen mit Kaffee-Usern auf
dem Arbeitsplatz und so war es nicht verwunderlich, dass während des
Zuges öfters der Spruch „Kaffeezeit ist Arbeitszeit“ zu hören war.

Berichten zufolge konnte die Demonstration gerade noch davon abgehalten
werden, ein so genanntes „Café“ zu stürmen. Denn gerade auch der dort
praktizierte Mischkonsum mit anderen Drogen wie Zucker, Milch und bei
vielen sogar Nikotin trieb die Demonstranten zur Weißglut.

Allein dieses Jahr sind über 150.000 Menschen an dem Konsum von legalen
Drogen gestorben und dabei wurde Kaffee noch nicht einmal
berücksichtigt. Das muss endlich ein Ende haben, forderten die
Demonstranten und sprachen sich gleichzeitig für einen starken Staat
aus. 50 Prozent der Insassen in Bremer Gefängnisse sitzen derzeit wegen
Drogen – was den Demonstranten noch viel zu wenig ist, denn nur der
Knast kann die Menschen vom Koffein abhalten. Zwar war den
Demonstranten auch klar, das davon keiner weniger schlucken würde,
jedoch hätten die Abstinenz lebenden Langweiler dann einen Grund mehr,
sich über ihr drogenfreies Leben zu freuen.

Schlussendlich muss man noch erkennen, dass so gut wie jeder
Heroin-Konsument früher schon einmal Koffein zu sich genommen hat und
dadurch eindeutig belegbar sei, dass der oft sogar schon am Morgen
eingenommene Kaffee direkt zum Heroin führt.

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