Donnerstag, 2. Dezember 2004

Die Bundesseuchenstelle warnt: Immer mehr gefährliche Drogen im Umlauf.

Nach dem Lesen der beiden Illustrierten „Focus“ und „Spiegel“ stellt die Bundesseuchenstelle fest, dass alle Drogen böse sind. Und das ist auch gut so!

Denn Drogen machen nicht nur stumpfsinnig, blöd und abhängig, sondern
zum Teil sogar besoffen. Wiederum andere Quellen aus dem Jahre 1610
lassen uns vermuten, dass durch den oralen Konsum von manchen Pilzen
sogar gespaltene Persönlichkeiten hervorgerufen werden. Und selbst
Jesus machte ja aus Wasser Wein! Man sieht also: Nicht nur Drogen,
sondern auch deren Konsumenten sind hochgradig gefährlich und
unberechenbar.

Daher wendet sich die Bundesseuchenstelle an alle ehrbaren Bürger und
warnt sie vor dem Kontakt mit folgend beschriebenen Risikogruppen:

1.Der Haschisch-Spritzer
Der Bodensatz unserer Gesellschaft besteht aus Haschisch-Spritzern.
Diese rotäugigen, trägen Gesellen sind für gewöhnlich zu allem bereit
um an ihre nächste Ration des nervenzerfressenden Rauschgifts zu
kommen. Häufig kommt es dabei zur sitzenden Blockierung oft genutzter
Couches. Diese wird erst wieder aufgehoben, wenn der Patient mit der
kritischen Dosis Marijuana versorgt wurde, die es zulässt, dass er ins
Bett geht.

2.XTC- / Speed-„User“
Exctasy-/Speed-Konsumenten sind vordergründig unheimlich glücklich.
Doch in den von jahrelangem chronischem Konsum zerfressenen Gehirnen
sieht es anders aus. Leere und Stille wetteifern dort mit dem
äußerlichen Wummern der Bassboxen. Auch soll so manchen User schon mal
die Pupille geplatzt sein. Man merke: Jede über ein vernünftiges Maß
hinaus glückliche Person gilt als schwer verdächtig. Lachende sollten
sofort provisorisch bei der nächsten Polizeidienststelle angezeigt
werden.

3.Die Junks (Heroin)
Hierzu empfiehlt die Bundesseuchenstelle nur, den Film „Bahnhof Zoo“ von Christiane F. zu gucken. Genau so ist es nämlich.

4.Tripper (Pilze/LSD)
Auf Halluzinogenen zu sein ist wie kurzzeitig wahnsinnig zu sein. Das
sagen selbst Verfechter dieser Substanzen. Kein Wunder also, dass der
von Halluzinogenen Abhängige ein enormes Gefahrenpotenzial darstellt.
Außerdem führen diese Drogen zu langen ungewaschenen Haaren.

5.Kokser
Nach ersten Gerüchten der Kokserei auf Camp David und merkwürdigen
Anrufen höchster Stellen in unserem Referat verbietet sich die
Bundesseuchenstelle jedwede diskriminierender Aussage zum Thema
„Kokain“. Kokain ist eine tolle Droge und nur wundervolle und
erfolgreiche oder wundervoll erfolgreiche Menschen nehmen Kokain. Lang
lebe Herr Bush!

6.Suffköppe
Aus eigener Erfahrung muss die Bundesseuchenstelle bei Alkohol
feststellen, dass ein Glas Rotwein am Abend gesund und so ein paar
Bierchen doch gar nicht so schlecht sein können. Alkohol ist keine
Droge – anderweitige Aussagen zeugen von einem schwach ausgeprägten
Nationalbewusstsein.

7.Holzhammer
Eine besonders Besorgnis erregende Entwicklung ist das Aufkommen von
immer neuen Drogen unter unseren Kindern und Jugendlichen. Exemplarisch
genannt sei hier der Trend des „Holzhammerings“. Eigentlich schon seit
Jahrhunderten verbreitet, gewinnt diese Methode der Betäubung in
letzter Zeit immer mehr Anhänger. Doch die todesgefährlichen
Holzschläge auf den Kopf erzeugen nicht nur rauschähnliche Zustände,
sondern auch den Tod.

Sollten Sie einer dieser Risikogruppe begegnen, wenden Sie sich sofort
an die nächste Polizeidienstelle und rufen Sie mehrmals laut um Hilfe!

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