Mittwoch, 1. Dezember 2004

Hanfberatung im Hanf Journal

– Erste Hilfe für Kiffer

Ho, ho, ho, es weihnachtet sehr! Naja, zumindest bald. Und damit ihr
nicht völlig plan- und hilflos durch diese von gesellschaftlich
anerkannten Festen verseuchte Zeit kommen müsst, hat Kascha natürlich
wieder rat- und tatkräftige Unterstützung für euch. Wie immer gilt: Wer
sich nicht mehr zu helfen weiß, lässt sich am besten von Kascha helfen.
Zumindest was die Versorgung mit Informationen angeht, ist sie
allererste Sahne. Also ihr hilflosen Wesen, wendet euch an:
hanfberatung@hanfjournal.de

Sarah (21) aus Magdeburg möchte wissen:
„Hi Kascha,
es weihnachtet bald wieder sehr, und ich möchte mit meinen Mitbewohnern
gerne mal ein paar weihnachtliche Kekse backen.  Ich habe nur
gehört, dass das gar nicht so einfach ist, und man sehr auf die
Dosierung und die anderen Zutaten achten muss. Daher habe ich die
Hoffnung, dass du mir das mal genauer erklären kannst?“

Kascha kann es genauer erklären:
„Liebe Sarah,
da hast du Recht, es gibt eine Reihe Sachen, die du beachten solltest.
So wahnsinnig kompliziert ist es allerdings auch nicht. Technisch ist
erst einmal darauf zu achten, dass THC fettlöslich ist. Also: je mehr
Fett (Butter, Öl) in den Keksen ist, desto besser verteilt sich das
THC. Lecker sind Mürbeteigkekse, aber selbst Brownies aus
Fertigbackmischungen kann man verwenden.
Die THC-haltige Sonderzutat wird dann sozusagen vor dem Backen mit dem
Fett vermischt. Wenn man Butter nimmt, ist es sinnvoll, sie vorsichtig
zu verflüssigen. Öl ist ja von Natur aus eigentlich flüssig.
Am besten im Fett auflösen kann man Haschisch, aber auch Gras, wenn es
sehr fein gekrümelt wurde. Alternativ kann das Gras auch mit Fett
gekocht werden, wenn das Fett dann abgeschöpft wird, bleibt unten das
Gras übrig. Die paar grünen Krümelchen im Keks stören aber auch nur die
wenigsten. Richtig genial macht sich loses Pollenhasch, also das
grünliche Pulver, das entsteht, wenn Harzdrüsen nicht zu Haschisch
gepresst werden, sondern lose bleiben.
Jetzt ist das Technische geklärt, bleibt die Frage der Dosierung. Wenn
man sein Dope isst, statt es zu rauchen, kann es etwa ein bis zwei
Stunden dauern, bis die Wirkung los geht. Dafür hält sie auch bis zu
zehn Stunden an. Dementsprechend ist gefühlvolle Dosierung sehr
wichtig. Am besten ist es, bei der Gesamtberechnung pro Keks nicht mehr
als 0,3 bis 0,5 g zu berechnen. Das müsste im Normalfall für eine
Person reichen. Wenn man nach einer Stunde noch immer nicht den
gewünschten Zustand erreicht hat, kann man ja noch einen Keks (oder
einen halben) hinterher essen. Vorsicht nur, wenn die Kekse wirken und
aber auch all zu lecker sind: Mir wurde von Leuten berichtet, die
gierigerweise insgesamt über 3 g Haschisch auf diese Weise gegessen
haben. Auf solchen Erfahrungen basieren wohl der Begriff „SpaceCake“
sowie die Entstehung einiger peinlicher Fotos.“

Backe Backe Kuchen, der Lehrer darf’s versuchen:

http://www.hanfjournal.de/dopeamsonntag/archiv/dams178.pdf


Tony (17) aus Frankfurt fragt:
„High Kascha,
ich habe ein Problem mit meiner Ernte. Einen Teil habe ich ganz gut
trocken gekriegt, der liegt jetzt entspannt in meinem Tiefkühlschrank
rum. Ein guter Teil ist mir aber irgendwie nicht so geglückt und ich
befürchte nun, dass das Gras mal gut angeschimmelt ist. Ich habe mal
gehört, dass es dann besser knallen soll. Schwarzer Afghane ist doch
auch verschimmeltes Hasch, oder?“

Kascha sagt dazu:
„Hey Tony,
tut mir Leid, da muss ich dich enttäuschen. Afghane ist kein
geschimmeltes Haschisch, der so genannte „Schimmelafghane“ dagegen
schon. Der ist deswegen aber nicht besser, wie es manche
„Fachverkäufer“ erzählen wollen, sondern einfach minderwertig und
sollte auch nicht mehr geraucht werden. Dasselbe gilt auch für dein
verschimmeltes Gras. Die Qualität und der Geschmack leiden durch das
Schimmeln und außerdem ist es echt ziemlich schädlich, verschimmelte
Sachen zu rauchen. Freu dich an dem Teil deiner Ernte, der sicher im
Freezer gelandet ist, und verabschiede dich von dem Rest, tut mir
Leid.. Noch mal allgemein: es ist zu beachten, dass der Ort, wo die
Ernte getrocknet wird, wirklich möglichst trocken ist. Die Ernte sollte
möglichst großflächig und flach ausgebreitet oder aufgehängt werden. Es
muss möglichst überall Luft ran kommen, es darf auch kein stickiger Ort
ohne gute Belüftung sein. Dann hat man gute Chancen, das ganze ohne
ekligen Schimmel trocken zu kriegen.“

Was tun, wenn die Pflanze schon vor der Ernte am Schimmeln ist?

http://www.hanfjournal.de/…


Johanna (18) aus Mannheim hat auch ein Problem:
„Hallo Kascha,
mein Problem beim Kiffen sind die roten Augen. Ich habe keinen
Führerschein, der dadurch gefährdet sein könnte. Trotzdem stört es mich
manchmal irgendwie, besonders, wenn ich in der Stadt unterwegs bin und
dann das Gefühl habe, dass alle sehen, dass ich stoned bin. Außerdem
fühlt es sich manchmal ziemlich unangenehm an. Weißt du vielleicht
etwas, was man dagegen machen kann? Vielleicht Augentropfen oder so?“

Kascha antwortet:
„Hi Johanna,
mit diesem Problem bist du sicher nicht alleine. Es gibt tatsächlich
Augentropfen, die da helfen könnten. Das ist dann natürlich keine
Lösung für den täglichen Gebrauch, sich ständig was in die Augen zu
tropfen, ohne dass man wirklich eine Krankheit oder ähnliches hat, muss
nicht immer gut sein. Wenn du aber wirklich mal akut weiße Augen
brauchst, helfen Sympathomimetische Augentropfen. Ein solcher Wirkstoff
wäre beispielsweise Naphazolin. Das wirkt ähnlich wie Adrenalin,
allerdings nur lokal an den Augenschleimhäuten. Dort werden die kleinen
Blutgefäße in den Bindehäuten verengt, die Augen werden weißer als du
sie jemals erlebt hast. Damit wirst du auch das unangenehme
Fremdkörpergefühl im Auge los. Für solche Medikamente gilt natürlich
auch, dass du Risiken und Nebenwirkungen beachten musst. Die findest du
in der Packungsbeilage.“

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