Montag, 8. November 2004

November Artikel

Hasch-Herstellung mit der Waschmaschine

Kürzlich durfte ich auf einem Trip in die tropischen Regionen
Kolumbiens Zeuge werden, wie Freunde von mir, ihres Zeichens
Profi-Grower, allerbestes Haschisch in großen Mengen herstellten.
Aufgeschnappt haben sie die Technik bei Mila von www.pollinator.nl. Man
kann so die Erntereste effektiv verwerten. Und der Gebrauch einer ganz
alltäglichen Waschmaschine spart stundenlange Arbeit.

Als erstes braucht man natürlich die richtigen Filterbeutel. Und da
meine Freunde kein Risiko eingehen wollten, haben sie sich für die
vielfach getesteten Systeme von Mila entschieden. Mila unterscheidet
zwischen Indoor- und Outdoor-Zuchten. Outdoor-Pflanzen haben kleinere
Harzdrüsenköpfe, also muss auch das Filtersieb dementsprechend feiner
sein, um diese trotzdem aufzufangen.

Die mit eiskaltem Wasser befüllte „neue“ Waschmaschine bringt die
benötigte mechanische Energie auf, um das Ausgangsmaterial (Blätter mit
Drüsen) voneinander zu trennen. Einmal abgetrennt, werden die Drüsen
und deren harzgefüllte Köpfe durch das Siebtuch gespült und sammeln
sich am Boden der Maschine. Das Blattmaterial bleibt im Beutel. Der
Beutel besteht rundherum aus hochwertiger Gaze mit der richtigen
Maschengröße und ist durch einen Reißverschluss verschließbar.

Das zugrunde liegende Prinzip ist einfach. Die Kälte gewährleistet,
dass die Harzdrüsen nicht kleben und sich leichter lösen. Das Wasser
hält die Blattstruktur intakt und verhindert das Zerbröseln der
Blätter. Da das Harz fettlöslich und nicht wasserlöslich ist, bleiben
die Drüsen im Wasser intakt.

Wie sie es gemacht haben:

Als erstes wurde das Ausgangsmaterial in Beuteln á 500 Gramm für 1,5
Std. in den Tiefkühler gegeben. Danach wurde die eiskalte Blattmasse in
je einen „Ice-O-Lator Reißverschluss-Beutel“ gefüllt. Die Waschmaschine
wurde mit eiskaltem Wasser befüllt und faustgroße Eisbrocken
hinzugegeben, bis die gewünschte Temperatur von 4 Grad Celsius erreicht
war.
Zwei gefüllte Ice-O-Lator-Beutel wurden dann für circa 15 min in der
Maschine gewaschen. Es wurden zwei Beutel verwendet, um ein
ungleichmäßiges Schleudern zu verhindern.

Als nächstes wurde nun das mit dem Hasch angereicherte Wasser aus der
Maschine laufen gelassen, und in ein großes Gefäß gefüllt, in welches
schon der feinere Siebbeutel eingelegt wurde. Dieser wurde danach
langsam nach oben aus dem Wasser gehoben. Das Wasser floss durch die
Maschen ab, und hängen blieben nur die Drüsen und deren pralle Köpfe.
Jetzt musste nur noch der noch nasse und ungepresste Hasch aus dem Sieb
genommen und zum Trocknen ausgebreitet werden.
Mit dieser Methode gelang es, aus je einem Kilo Blattmasse 30 bis 40
Gramm feinsten Hasch herzustellen. Meine Freunde schaffen es, so in
einem 14-Stunden-Arbeitstag aus 100 kg Blattmasse circa drei Kilo
feinstes Hasch zu gewinnen.

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