Montag, 18. Oktober 2004

Hanfberatung im Hanf Journal

Erste Hilfe für Grower

Der Sommer ist schon lange vorbei und der Winter kündigt sich an. Kälte
bringt uns zum Zittern. Doch wir leiden nicht, wir haben ja Kascha.
Unsere Hilfe in der Not . . . in jeder Lebenslage . . .
hanfberatung@hanfjournal.de

Robert (19) aus Bayern fragt:
„Hey Kascha,
ich hab jetzt schon mal meine Ernte eingefahren und das ist nicht
wenig. Ich werde also, denke ich, gut bis zum nächsten Jahr damit
hinkommen. Jetzt habe ich zwei Fragen. Die erste ist, wie ich das am
besten trocken kriege? Das ist jetzt noch ziemlich . . . na ja,
pflanzlich feucht und klebrig. Und wie lagere ich das denn am besten,
wenn ich nicht will, dass es in fünf oder sechs Monaten nur noch
geschmacklose Krümel sind? Ich habe mal was gehört von einfrieren? Es
sollte auch nicht allzusehr stinken, ich wohne noch zuhause. Meine
Eltern haben zwar so nichts dagegen (die sagen, so ist besser als wenn
ich zu einem Dealer gehe), wollen aber auch nicht nur noch breit durchs
Haus rennen, weil es doch heftig duftet.“

Kascha antwortet:
„Hey Robert,
ich denke mal dass jetzt einige vor ähnlichen Fragen stehen wie du,
auch wenn sicher nicht alle so korrekte Eltern haben. Die meisten
Grower rupfen bei deinem Problem erst einmal die Blätter ab und hängen
die Stiele mit den Blüten an einem trockenen, dunklen Ort auf. Manche
machen die Blüten auch gleich ab und legen sie auf Papier zum Trocknen.
Das Blütenabrupfen ist aber eine klebrige Angelegenheit und man kriegt
das Harz auch nicht so leicht wieder ab. Wenn man vorher saubere Finger
hat, kann man natürlich hinterher das Harz von den Fingern pulen und
rauchen, das ist eine schöne Belohnung nach getaner Arbeit. Optimal ist
eine schonende Trocknung. Wenn wenig Zeit oder Platz zur Verfügung
steht, geht es aber auch bei bis zu 50 Grad Celsius im Ofen. Doch
aufgepasst, hier haben schon viele Grower ihr Gras zu sehr getrocknet
und es wurde sehr kratzig.
Gegen den Geruch hilft es, zuerst einmal das getrocknete Gras
einzuschweißen. Du kannst das Gras auch einschweißen, bevor es richtig
trocken ist, solltest es dann aber auch täglich lüften. Schimmel ist
kein Freund des Growers. Vakuumverpacker gibt es im Handel ab circa 30
Euro und das ist keine schlechte Investition. Das so verpackte Gras
kannst du (dabei musst du natürlich darauf achten, dass die
Vakuumbeutel dafür geeignet sind) einfrieren oder auch im Kühlschrank
lagern, eingefroren dürfte es sich mit Sicherheit ohne allzu große
Qualitätsverluste bis zur nächsten Ernte halten.“

Jasmin und Maria (beide 24, Berlin) möchten wissen:
„Hallo Kascha,
Wir haben uns ein paar Pflanzen auf dem Balkon gezogen. Weil die nicht
so hoch wachsen sollten, haben wir Indica-Samen genommen. Stimmt es,
dass die für Haschisch besser geeignet sind? Wenn ja, würden wir gerne
mal probieren Haschisch herzustellen, da wir bis jetzt immer nur Gras
hatten und ja auch gerne mal was Neues probieren wollen.
Wie geht das am besten, kann man das überhaupt einfach so machen oder
brauchen wir dazu teure Geräte und so? Die Pflanzen harzen jedenfalls
ziemlich stark, falls das wichtig ist.“

Kascha weiß Bescheid:
„High ihr beiden,
natürlich kann man aus harzigen Indica-Pflanzen Haschisch herstellen.
Dazu braucht man kein Gerät, es gibt aber welche, wie zum Beispiel den
Pollinator. Der ist nicht ganz billig, dafür aber wesentlich
professioneller als das, was ich euch jetzt beschreiben werde. Außerdem
gibt es, so als semiprofessionelle Variante, auch den Hash-Shaker.
Darin schüttelt man gefrorenes Pflanzenmaterial. Die
„Handmade“-Variante funktioniert allerdings auch.
Dabei wird erst einmal alles von der Pflanze abgerupft, was harzig ist.
Das sind natürlich vor allem die Blüten (der weiblichen Pflanze, ich
sag das nur zur Sicherheit noch mal dazu). Das muss dann erst einmal
fachgerecht getrocknet werden. Jetzt nimmt man einen feinen Stoff
(beispielsweise eine Gardine oder ein Moskitonetz), der über eine
Schüssel gespannt wurde. Je nach Größe und Form der Schüssel vielleicht
mit einem großen Gummiring, da muss man halt einfach erfinderisch sein,
damit es auch hält. Es sollte jedenfalls gut fest sein, denn jetzt
müssen die getrockneten (nicht staubtrockenen) Blüten über den Stoff
hin- und hergerollt werden. Natürlich nicht alles auf einmal, sondern
nacheinander, bis nichts mehr abfällt. Das, was sich in der Schüssel
sammelt, sind schon mal Harzdrüsen. Das sollte jetzt getrocknet werden.
Aus den Blütenteilen rollen manche alte Grower auch noch einen Joint,
die sind nämlich durch die Behandlung nicht völlig THC-frei geworden.
Und ausgefuchste Mitbürger, die das nicht mehr rauchen, werfen die
Reste einfach in eine Flasche Primasprit oder Wodka und stellt diese
dann in die Sonne. Der Alkohol und die Wärme lösen das restliche THC
und ihr habt eine schöne Zutat für Cocktails (sollte man aber durch ein
Sieb gießen, sonst hat man immer so Pflanzenteile im Drink).
Mit leicht angefeuchteten Händen und etwas beschwingter als vorher
kommt dann der letzte Teil der Arbeit: Das harzige Pulver zu Kügelchen,
Würstchen oder Klumpen formen, je nachdem, wie das Dope aussehen soll.
Und das war’s schon!“

Antonia (17) aus Erfurt fragt:
„Hallo Kascha,
ich wüsste gerne mal was eine Holland-Bong ist. Ich hab das mal irgendwo gehört, aber mir kann das keiner genau erklären.“

Kascha weiß Bescheid:
„Hi Antonia,
das kann ich dir gerne erklären. Als Holland-Bong bezeichnet man eine
Bong ohne Kickloch. Eine typische Holland-Bong sieht etwa aus wie eine
Vase, ein schmaler, hoher Kegel, meistens aus Keramik.
Touristischerweise sind da dann auch Windmühlen, Hanfblätter oder
Aliens drauf gezeichnet, manche sind aber auch nur einfarbig.
Da Holland-Bongs kein Kickloch haben, sitzt der Kopf da nicht
aufgeschraubt, sondern gesteckt auf dem Chyllum. Man kickt also nicht
mit dem Daumen, sondern indem man den Kopf abnimmt. Das ist nicht
jedermanns Sache, da man sich ungeübt auch mal die Finger verbrennt
oder die Asche verkippt. Da bietet sich auch ein Holzköpfchen oder eins
aus Keramik eher an als ein metallenes. Leute, die eh nur Flutschkopf
rauchen, merken vielleicht auch den Unterschied gar nicht, da kann man
ja den Kopf dranlassen. Der Vorteil ist, dass man kein Wasser durchs
Kickloch verschüttet, wenn man die Bong über den Tisch weiterreicht
oder so.
Natürlich gibt es in Holland auch „richtige“ Bongs mit Kickloch,
Holland-Bongs sind dort allerdings wesentlich verbreiteter als hier.“

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