Mittwoch, 25. August 2004

Sedoussa –

Sedoussa (four music)

Wie gut,
dass ich diese Kritik
wohl eher dieses Lob, um meine Meinung mal vorwegzunehmen erst für die August-Ausgabe verfassen konnte. Denn
sonst wäre der Four Music-Abend im Berliner Magnet Club, an dem mich Sedoussa zwischen
Franky Kubrick und Clueso auch live in absolute „Verzückung“ brachte, unerwähnt
geblieben. Weiß bis heute nicht, ob es einen ethymologischen Zusammenhang
zwischen Bandname und dem englischen „seduce“ gibt, doch zumindest an diesem
Abend hab ich mich von Celinas wunderschöner Stimme verführen lassen. Denn
diese Musik war voll mit Soul-Melodien, Funk und R’n’B, die Texte hungrig nach
Sinn und Suche, voll Liebe und Hass, Witz und Wahnsinn, Verzweiflung und eben
auch Verführung. Ganz Berlin kam angerannt und fing Feuer.
Auf ihrem Debutalbum haben Sängerin Celina,
Drummer Leon und Bassist Chriz aka Sedoussa zwölf wunderschöne Songs in
deutscher Muttersprache mit himmlischen sowie markanten Harmonien eingespielt.
Anfangs ist es tanzbar und funky, wie beim heißen „Tanz mit mir“ und der ersten
Party-Single „Eins Eins Zwo“, bei „Zicken“ schiebt dann der Bass, und später
dominiert süßer Soul, der mit dem angejazzten „Monster im Schrank“, dem
abrechnenden „Allein“, der nach Trost suchenden Ballade „Halt mich“ und dem
rührseligen „Warum“ eher zum Zuhören und Nachdenken anregt. Mein Lieblingstrack
ist mit Sicherheit „Alles dreht sich (um dich und mich)“, da der Begriff
„Soulmate“ auch für mich eine ganz besondere Bedeutung hat. So ist das
Debütalbum „Sedoussa“ zum Schmusen wie zum Arschwackeln äußerst empfehlenswert
und sehr sehr cool!

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