Montag, 19. Oktober 2020

Cannabis-Schmuggler in Marokko und bei Bad Bentheim aufgeflogen

Immer mehr Haschisch geht auf dem Weg vom Rif-Gebirge nach Europa verloren

Cannabis

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Seit Beginn der Corona-Langzeitkrise wird die Welt immer enger. Wie es scheint, ist die Orwellsche Dystopie des totalen Überwachungsstaates nunmehr keine Fiktion mehr, sondern bittere Realität. Big brother is watching you – und bis auf ein paar wenige Aufrechte machen alle mit – weltweit. Im Gewand des Coronavirus hat sich der „Große Bruder“ in die Herzen der Menschen geschlichen – mit dem Versprechen, die Bevölkerung vor eingebildeten Gefahren und Bösewichten zu schützen. Die Pandemie ist das Fanal, das den Überwachungsbehörden den allumfassenden Freifahrtschein gibt, die Freiheit der Bürger einzuschränken und die Gesellschaft zu tyrannisieren.

 

Den Aufbruch der Pietisten und Sittenwächter in die Ära des neuen Staatsterrors bekommen derzeit nicht nur die Bürger zu spüren, die ein bescheidenes und braves Leben führen, sondern auch jene Zeitgenossen, die ohnehin den Makel des Bösewichts haben. Zu diesen Aussätzigen gehören vor allem Menschen, die sich ihr bisschen Leben mit illegalen Drogen versüßen und mitunter täglich gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen.

Die Corona-Dauerkrise erlaubt es nun den Strafverfolgungsbehörden, den Drogensumpf in aller Ruhe trockenzulegen und den „Drogis“ den Kopf zurechtzurücken – auf dass alle nur noch stur geradeaus gucken und dem Staat und seinen Eliten widerspruchslos dienen.

 

Die Verengung der Welt macht insbesondere den Cannabis- und Drogenschmugglern zu schaffen, die im großen Stil agieren, um den Hunger der Weltbevölkerung nach bewusstseinsverändernden Substanzen zu stillen. Kein Tag vergeht, an dem insbesondere die Zunft der Cannabis-Schmuggler schwere Verluste hinnehmen muss. In den letzten Wochen und Monaten erbeuteten die Schergen der spanischen Drogenfahndung tonnenweise bestes marokkanisches Haschisch, und etliche Importeure landeten hinter schwedischen Gardinen.

 

Vergangenen Freitag schlugen nun Sondereinheiten der Kriminalpolizei von Casablanca mit aller Härte zu. Nach Hinweisen des Auslandgeheimdienstes DGST (مديرية مراقبة التراب الوطني ) konnte die Polizei die Ausfuhr von knapp fünf Tonnen Haschisch verhindern. Die Generaldirektion für Nationale Sicherheit (DGSN) teilte mit, dass die Drogenfahnder nach einer Observierungs- und Abhöraktion einen Transporter vor den Toren der Stadt Mohammedia abfangen und die Handelsware beschlagnahmen konnten.

Der Fahrer wurde festgenommen und von der zuständigen Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl beglückt, um ihn in Verhören nett und freundlich dazu zu bewegen, nähere Auskünfte über das „kriminelle Netzwerk“ und seine Verzweigungen auf nationaler und internationaler Ebene zu geben.

 

Marokko reiht sich also brav ein im Kampf gegen das Böse, und für Haschischschmuggler wird es immer schwieriger, ein einigermaßen sicheres Schlupfloch zu finden. Doch selbst wenn der marokkanische Exportschlager seinen Weg nach Europa findet, bedeutet das noch lange nicht, dass die Rauchware auch beim Konsumenten in Deutschland ankommt.

 

Auf den letzten Metern erwischte es letzten Donnerstag einen 32-jährigen Mann bei Bad Bentheim, der gegen Mittag auf der A 30 mit seinem PKW die deutsch-niederländische passierte. Ein grenzüberschreitendes Polizeiteam ließ sich nicht lange bitten und zog das Fahrzeug auf dem Parkplatz “Bentheimer Wald” aus dem Verkehr. Während der Kontrolle stießen die deutsch-niederländischen Cannabis-Schnüffler auf ein „professionell installiertes Versteck in der Fahrgastzelle“ – bestückt mit 73 Kilogramm Haschisch. Laut Polizei soll die beschlagnahmte illegale Rauchware einen Straßenverkaufswert von rund 600.00 Euro haben. Der Fahrer wurde noch an Ort und Stelle in Eisen gelegt und am Freitagmorgen auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter des Amtsgerichts Nordhorn vorgeführt. Und der erließ ohne viel Federlesen einen Haftbefehl. Die Verhörspezialisten des Zollfahndungsamtes haben nun alle Zeit der Welt, den armen Kerl zum Singen zu bringen.

 

 

6 Antworten auf „Cannabis-Schmuggler in Marokko und bei Bad Bentheim aufgeflogen

  1. Hans

    Tja, mit dem Verstecken und andere für sich kämpfen lassen ist es wohl vorbei. Die Welt ändert sich, nicht nur das Klima. Wer was will, muss es schon sagen und dafür kämpfen. Eigentlich war es nie anders.

  2. M. A. Haschberg

    Diese üblen Beschlagnahmungen der besten Heilpflanze unserer geschundenen Erde machen nichts besser und bewirken nur noch mehr Elend unter den verzweifelten Menschen.
    Im Gegenteil, sie tragen massiv dazu bei, dass die gigantische Virusschleuder Alkohol noch mehr hilflose Konsumenten findet und uns irgendwann in naher Zukunft wohl auch noch eine 3. Coronawelle beschert.
    Die daraus resultierenden Konsequenzen möchte ich mir nicht weiter ausmalen, denn sie dürften schrecklich sein.

  3. Mathemate

    73 kg für 600.00 Euro klingt nach gepressten zusammengekehrten Staub aus dem Hühnerstall?

  4. Rainer

    Wofür der supergefähliche Virus alles gut ist.Mit ihm läßt sich alles verändern und durchsetzen.Genial für die Regierenden.Wenn wir uns schützen wollen,müssen wir aufhören zu kiffen und immer brav machen was man uns sagt.Problem gelöst.

  5. Ralf

    @gein
    Das kommt davon daß du das wahre Haschisch aus Marokko in Deutschland gar nicht erst kennen lernst. In den Niederlanden ist es unerschwinglich teuer, es gibt es aber. Wenn du so etwas zu erträglichen Preisen rauchen willst mußt du schon mal selbst ins Rif Gebirge fahren, oder zu mindest in den Süden von Andalucia. Dort mußt du allerdings ein wenig Zeit mitbringen und Geduld haben, dann verspreche dir, daß du dein Urteil über Haschisch revidierst,sofern du deinen Rauch nicht eh mit Tabak streckst. Leute die das tun haben eh wenig Ahnung von wahrer Qualität. Ich ziehe es jedenfalls jedem Gras vor.

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