Freitag, 18. August 2017

Apotheken in Uruguay werden aufgrund legalen Hanfhandels von Banken verschmäht

 

Entweder den Cannabisverkauf stoppen, oder das Bankkonto wird gesperrt.

 

 

Nachdem man in Uruguay fortschrittliche Wege einschlug, um die eigene Bevölkerung von Schwarzmarkthändlern illegaler Substanzen fernzuhalten, scheinen sich unerwartete Hürden im ersten Land der Re-Legalisierung von Cannabis aufzutun. Die Apotheken in Uruguay werden aufgrund legalen Hanfhandels von Banken verschmäht und müssen um ihre bisher gepflegten Geldkonten bangen. Entweder der Cannabisverkauf würde eingestellt, oder man verzichte auf den ehemals geschätzten Kunden, heißt es aufseiten der Geldinstitute.

 

Der Präsident der staatlichen Banco de la República Jorge Polgar erklärte, dass keine Beziehungen zu Apotheken aufgenommen würden, die eine Lizenz für den Handel mit Marihuana erhalten hätten. So wolle man verhindern, dass eine internationale Isolierung der Bank eintreten könne, die tatsächlich aufgrund von grenzübergreifenden Tätigkeitsfeldern der heimischen Geldinstitute in den USA möglich wäre. Nach internationalen Regelungen dürften schließlich keine Konten geführt werden, die in jedweder Form mit Drogenhandel in Verbindung stünden. Selbst wenn die Regierung in Uruguay keine strafrechtliche Verfolgung für den öffentlich stattfindenden Handel mit Cannabis vorsieht – sogar hinter dem staatlichen Vertrieb steht – fühlen die Banken des mutigen Landes ihre Hände an das international geltende Recht gebunden.
Falls keine Lösung für die überraschend entstandene Zwickmühle in Uruguay gefunden würde, müssten viele der zwanzig zugelassenen Apotheken den Handel mit der begehrten und äußerst günstig zu erwerbenden Natursubstanz beenden. Eine angedrohte Sperrung des eigenen Bankkontos zwänge die Medizingüter anbietenden Geschäftsleute zum widerwilligen Handeln, erklärte ein Rechtsanwalt der Apothekervereinigung Uruguays.

 

Banken versus Apotheker – erste offizielle Erpressungsversuche im öffentlichen Drogenmilieu!

5 Antworten auf „Apotheken in Uruguay werden aufgrund legalen Hanfhandels von Banken verschmäht

  1. COSMO

    Chapeau Hr. Anslinger. Das haben sie geschickt eingefädelt. So untergräbt man souveräne Staaten und ihre freiwilligen Entscheidungen. Friede den Kartellen, Krieg dem Souverän.

  2. Lars Rogg

    Alle Großbanken auf der Welt waschen Drogengelder der illegalen Narcos sowie der legalen Pharmafia…aber hier stellen die sich quer…was für eine ekelhafte Heuchelei. Mit Drogengelder Gewinne machen aber bitte nur wenns keiner sieht. Pervers…
    Die geschätzten Einnahmen des Drogenhandels wandern in Deutschland sogar in das offizielle Bruttosozialprodukt mit ein…dafür ist das Zeug für die Regierung gut genug. Peinlich, peinlich, peinlich…

  3. Andreas

    Das sind ja Zustände wie in Colorado, dass die Banken kein Drogengeld annehmen wollen… (oder dürfen). Vielleicht wird in Uruguay jetzt auch alles über Bargeld abgewickelt.

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