Mittwoch, 28. Juni 2017

Der Preis von legalem Marihuana

 

Einem Naturprodukt den richtig Wert beimessen.

 

Foto: Archiv

 

Mit der Legalisierung von Cannabis an verschiedenen Orten der Welt stellte sich bei Geschäftstreibenden und Gesetzesmachern sicherlich schon häufiger die Frage, wie hoch der Preis von legalem Marihuana eigentlich sein darf. Zu hoch angelegt, lässt er die mündigen Bürger weiterhin auf dem Schwarzmarkt günstiger einkaufen, zu niedrig eingestuft, könnten Gefahren drohen, dass zu viele Menschen auf die Idee kommen, mit dem natürlichen Produkt auf engere Tuchfühlung zu gehen. Auch in Kanada, wo im Juli kommenden Jahres Hanf zu Genusszwecken erlaubt werden wird, überlegt man sich aktuell Antworten auf die anstehenden Veränderungen in der Drogenpolitik, die sich mit geschätzter Versorgungsmenge und anvisierter Preisgestaltung des legalen Marktes auseinandersetzen.

 

Vertretern der kanadischen Regierung und verschiedener Provinzen fiel auf einem Treffen zur Planung der künftigen Legalisierung auf, dass der Bedarf an berauschenden Hanfprodukten „ziemlich hoch wäre. Bereits die Menge von unter 200.000 Medizinalhanfpatienten könne nach Meldungen von Bloomberg nur unvollständig auf legalem Wege versorgt werden, weshalb bei der Aussage von 900.000 kanadischen Menschen, dass sie Marihuana nutzen wollen, sobald es gesetzlich erlaubt verfügbar ist, das angedachte System schnell zum Einsturz kommen könnte. Kanada würde das Gras ausgehen, sobald es legal verkauft werden würde, befürchten daher jetzt schon sich mit dem Bereich befassende Personen. Weil sich in Kanada aber derzeit auch der Finanzminister besonders enthusiastisch mit der Thematik befassen soll, ließe sich daraus schnell schließen, dass nicht der gestärkte Jugendschutz, sondern wachsende Steuereinnahmen im eigentlichen Interessengebiet der Regierenden liegen. Diese würden sich nach Schätzungen – bei einem überlegten Preis von 15 $ Dollar pro Gramm Cannabis – jedoch eher produktiv auf den dann günstigeren Handel auf der Straße auswirken, zeitgleich würden bei diesem Betrag aber auch nicht genügend Gelder in Umlauf gebracht, an denen sich der Staat profitabel bedienen könne.

 

Da in Uruguay in der Cannabispolitik aber schon ab dem nächsten Monat ein vergleichbares Umdenken umgesetzt wird – bei dem der Preis von legalem Marihuana bei 1,20 € Euro liegt – sollten die kanadischen Gestaltungsmöglichkeiten für das Ermitteln einer gerechten Bezahlsumme vielleicht lieber anhand vergleichbarer Rohstoffe ausgelotet werden. 500 Gramm feinster Raffinadezucker kosten schließlich auch nur 80 Cent im Supermarkt und trotzdem kaufen das selbst die dicken Kinder nicht im Papierpaket zum Direktverzehr…

5 Antworten auf „Der Preis von legalem Marihuana

  1. ADHSPatient

    Genau darum ist es so wichtig den Eigenanbau zu legalisieren.

    Um Preiskontrollen und überhöhten Steuern einen Riegel vorzuschieben.

    Ich hätte selber keine Lust anzubauen (kein grüner Daumen), aber wenn der legale Märkt politisch gewollte repressive Preise böte, und der Eigenanbau legal wäre, dann würde ich natürlich den Gärtner in mir entdecken.

    Die ausbleibenden Kunden würden dann die Politik zwingen die Preiskontrollen aufzugeben und die Steuern zu senken, oder eben damit leben zu müssen, dass die allermeisten Konsumenten selbst anbauen und damit vergleichsweise wenig Steuern zahlen (der Strom und die Mehrwertsteuer für diverse Utensilien/Geräte/etc. würde dem Staat auch mit dieser Variante noch zu Gute kommen, unterm Strich wäre es jedoch weniger).

  2. Drunkfail

    Cannabis ,ist eine Medizin und nicht tödlich ! 10 Millionen Menschen , sterben Jährlich Weltweit ,an Alkohol und Tabak . Alkohol und Tabak das ist Terror ! Nicht durch Bomben sterben Menschen , sondern durch Tabak und Alkohol . Dort wo Alkohol und Tabak verkauft wird , dort wuchert die Wurzel des Terrors .

  3. rainer sikora

    Schlands Demokratie ist das Recht frei zwischen Alk-und Tabacksorten auswählen zu können.Man darf sogar nein zu Cannabis sagen.Superregierung.

  4. SJ

    Wenn es zu einer Legalisierung kommt bestimmt der Markt den Preis. Und mal ehrlich, Hanf wächst überall und das beste ist, vollkommen alleine. Es wäre dann ein Landwirtschaftsprodukt wie Weizen. Der Preis wäre so gering wie auch bei Alkohol. 15 Canadische Doller für ein Gramm? Ich lach mich kringelig. Wer ist hier nun der Schwarzmärker? Das schönste an einer Legalisierung wäre, dass es genug Fachpersonal gibt, beim Anbau, bei der Kontrolle, ja sogar bei der Verteilung. 😛 Die ganzen Kriminellen Anbauer und Dealer würden auf einmal Geschäftsleute werden…der heimliche feuchte Traum eines jeden konservativen Politikers. Da bei einer Legalisierung aber auch der Anbau privat legalisiert werden muss, ist der Markt, nunja, nicht so unternehmerfreundlich. Der Anbau muss legalisiert werden, weil der einzige Hinweis darauf, dass jemand anbaut ist der Geruch. Und dieser Hinweis fällt durchs Kiffen ja weg. Und da die Kiffer immer mehr werden und die alteingesessenen Säufer langsam aussterben, wird die Legalisierung kommen. Vermutlich in den nächsten 10 Jahren, gleich welche Partei regieren mag. Damit wäre dann Cannabis das erste wirkliche Genussmittel, welches von der Bevölkerung selber erwirtschaftet werden kann. Gut, für Tabak und Alkohol galt das früher auch mal und zu teilen auch heute. Aber im Gegensatz zum Tabak ist ja Hanf eine einheimische Pflanze und gedeiht ganz wunderbar hier und im Verhältnis braucht man viel weniger Platz, was ja das Hauptproblem des Tabakanbaus ist.

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