Samstag, 11. November 2023

Kiffen geht ans Herz

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Kiffen geht ans Herz und erhöht bei täglichen Konsum das Risiko für Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall. Somit hat Cannabis neben den gewünschten (medizinischen) Wirkungen wie jedes andere Medikament auch Nebenwirkungen. Diese Nebenwirkungen gehen hauptsächlich auf das Herz. Dies berichtet netdoktor.de.

Ein jüngere Untersuchung zeigt, dass Personen mit einer Cannabiskonsumstörung ein um etwa 60 Prozent erhöhtes Risiko haben, an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer anderen kardiovaskulären Erkrankung zu leiden. Die Forschenden um Dr. Anees Bahji  haben Daten von rund 30.000 Kiffern mit der nicht-konsumierenden Allgemeinbevölkerung der gleichen Größe verglichen.  Die Studie lief über einen Zeitrahmen von sieben Jahren. 

“Während in der Cannabisgruppe bei 2,4 Prozent (721) erstmals kardiovaskuläre Erkrankungen auftraten, waren es in der Abstinenzgruppe nur 1,5 Prozent (458)” berichtet Netdoktor.de. Dies ist allerdings erstmal nur eine Korrelation und keine Kausalität. Die Daten reichen nicht aus, um zu belegen, dass Cannabis tatsächlich der Herzgesundheit schadet. Das kann auch an einer allgemein ungesünderen Lebensweise bzw. am Mischkonsum mit Tabak liegen. 

Eine Forschergruppe um Dr. Ishan Paranjpe von der Stanford University hat sich auf den Zusammenhang von KHK und Cannabiskonsum konzentriert. Bei dieser Studie kam heraus, dass Cannabiskonsumenten ein etwa 30 Prozent höheres Risiko hatten, an einer KHK zu erkranken. Wer nur einmal im Monat gekifft hatte, hatte dabei kein erhöhtes Risiko. Tabak und Alkoholkonsum kann hierbei die Ergebnisse verzerrt haben. Was allerdings evident ist, dass THC an Gefäßrezeptoren der Herzens andockt. So könnten Plaques entstehen, die Entzündungen verursachen. Ebenfalls kann THC den Puls und Bluthochdruck steigern. Somit wäre selbst das Risiko für Herzerkrankungen bei Edibles erhöht. Somit ist es wichtig, bei dem eigenen Konsum die Herzgesundheit im Auge zu behalten.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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13 Kommentare
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Rogg
6 Monate zuvor

Kann ich mit leben…die Gefahren durch die legalen Drogen sind ungleich höher. Selbst an einer viel befahrenen Straße zu wohnen ist schlecht für die Gesundheit. Wenn ich dann noch zusammenrechne wie oft ich als Radfahrer von irren Autofahrer*innen fast über den Haufen gefahren werde, dann nehme ich das Risiko des Kiffens gerne in Kauf. Nach einer 30 minütigen Fahrt mit dem Rad oder der Betrachtung der deutschen Politik sowie unserer Zukunft als halblegale Kiffer, ist die notwendige Entspannung nur so zu erreichen….wer will da schon aufrechnen..??

Fred
6 Monate zuvor

Wie eben mit allem: Zuviel ist immer ungesund. Gilt für Fleisch, Alkohol, Schokoriegel usw, und natürlich auch für Cannabis.

Fred
6 Monate zuvor

Viel schlimmer ist die jetzt amtliche Verschiebung der Entkriminalsierung auf voraussichtlich März 24 !

Wegen Unstimmigkeiten in der Ampel. Warum man diese Unstimmigkeiten erst jetzt auf den Tisch legt, und damit den Zeitplan torpediert, ja, da hätte ich jetzt gerne eine plausible Erklärung !

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/cannabis-gesetz-verschiebung-bundestag-ampel-streit-bmg/

Rainer
6 Monate zuvor

Dann ist der Beweis jetzt erbracht,daß Cannabis viel gefährlicher ist,als ich 45 Jahre lang gemeint habe.Da ich soweit es möglich war täglich Konsumierte,sah ich absolut gar kein Risiko.Nicht einmal eine Gehirnbeeinträchtigung weil ich zwischen 16 und25 Jahren besonders intensiv konsumierte.Jetzt muß ich alles überdenken.Dann ist das Verbot wohl doch nicht ganz verkehrt.

Rogg
6 Monate zuvor

@Fred Ich denke wir können froh sein, wenn diese möchtegern Entkriminallisierung tatsächlich noch kommt. Was wurde nicht alles versprochen….und..??? Was ist davon übrig…??? Ein lächerlicher, kläglicher Rest der uns weder einen Anbau ermöglicht ohne gegen die 25 Gramm Doktrin zu verstoßen, noch uns auch nur ansatzweise vor den wildgewordenen Hunden schützt. Nichts….gaaarnichts ist tatsächlich erreicht. Null !!! Es gibt zwar viele die gerne in einem Club mitmachen würden und Mitglied werden würden, doch auch diese Vereine wurden durch die Auflagen praktisch unmöglich gemacht. Werden nicht viele öffnen oder sich halten können. Jetzt wird das ganze Vorhaben immer weiter verzögert, so dass keine echte Möglichkeit mehr besteht Erfahrungen zu sammeln und diese sinnvoll zu interpretieren. Die nächste Wahl wird dann den… Weiterlesen »

Ali
6 Monate zuvor

Wöchentlich wird da eine andere Sau durch das Dorf getrieben. Nun ist es halt mal wieder die “Cannabissau!” Absolut lächerlich. Ich gehe mal davon aus, dass diese Studie wie so viele andere auch, gekauft ist. Nach dem Motto: “Wer zahlt, schafft an!”

Fred
6 Monate zuvor

@Rogg um die Unzulänglichkeiten im Gesetz geht es wohl jetzt. Das man dort nacharbeitet, ist grundsätzlich richtig. ABER WARUM ERST JETZT ? Das ist die Frage. Seit Monaten debattiert man, hat auch von Seiten der Grünen und FDP Änderungsvorbehalte öffentlich gemacht, und jetzt wenige Tage vor der Verabschiedung des Gesetzes reicht die Zeit nicht mehr um das ganze zu Papier zu bringen oder Herrn Lauterbach zu überzeugen. Ich bin ja durchaus als geduldiger Mensch bekannt, aber jetzt reicht es auch mir. Ich will Ergebnisse sehen und zwar umgehend. Die Zeit für Debatten ist vorbei. // Nichts….gaaarnichts ist tatsächlich erreicht. Null !!! // Nach meiner Meinung unterschätzt du die positive Wirkung des Gesetz. Es ist, auch wenn es keine Fachgeschäfte gibt,… Weiterlesen »

Rogg
6 Monate zuvor

@Fred
Wie gesagt…ich bin davon überzeugt das die Süddeutschen Blauen das komplett anders interpretieren und umsetzen werden. Ich hab die hiesigen Staatsanwälte, Richter und Drogenbullen als komplette Hardliner kennen und hassen gelernt. Möglicherweise sprechen meine langjährigen, äusserst negativen Erfahrungen aus mir. Doch ich denke das sie unabhängig von Grammzahlen Hausdurchsuchungen als Standardprogramm durchführen werden….könnte ja ein Dealer dabei sein, der ne Tonne zuhause bunkern. Wenn ich Unrecht behalten sollte, dann fall ich vom Glauben ab und werde dankbar sein…aber wir werden sehen. Die Starrsinnigkeit der Süddeutschen Vergewaltiger ist ziemlich ausgeprägt. Ich wünsche uns, dass Du recht behälst….ich zweifle allerdings daran…

Haschberg
6 Monate zuvor

Sicherlich sollte man mit Herzproblemen beim Kiffen vorsichtig sein. Mir selbst hat es trotz jahrzehntelangem Konsum jedoch nicht geschadet, obwohl man bei mir schon mit 23 Jahren Herzrhythmusstörungen festgestellt hat. Habe mich im vergangenen Jahr auf Anraten meiner Hausärztin beim Herzspezialisten mal eingehend durchchecken lassen und siehe da, er konnte keine negativen Veränderungen feststellen. Das heißt, mir hat der sehr lange Konsum dieser Heilpflanze überhaupt nicht geschadet. Im Gegenteil, durch den oralen Konsum haben sich mittlerweile sogar meine Leberwerte verbessert und das mit 70 Jahren! Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich schon seit 2010 nicht mehr mit Tabak zusammen inhaliere, sondern ausschließlich oral konsumiere. Jedenfalls bin ich mit dieser Entscheidung bislang sehr zufrieden. . . . . .… Weiterlesen »

Ramon Dark
6 Monate zuvor

Ein paar Punkte erscheinen mir bei dieser aktuellen Studie ungeklärt: 1. Nicht nur Tabak und Alkohol könnten die Ergebnisse verzerrt haben, sondern auch der gleichzeitige Konsum von anderen Drogen einschliesslich Koffein sowie eine gleichzeitige ungesunde Ernährungs- und Lebensweise. 2. Wenn das isoliert betrachtete THC an die Gefässrezeptoren des Herzens andocken und dort Ablagerungen erzeugen kann, wie verhält es sich dann in Kombination mit anderen Cannabinoiden wie z.B. CBD und welche anderen Einflüsse könnten das eventuell verhindern? 3. THC kann aber auch Puls und Blutdruck senken, das ist zumindest meine eigene Erfahrung als jahrelanger Dronabinolpatient. Auch hier kommt es auf gleichzeitig wirkende andere Einflüsse an wie u.a. gleichzeitiger Konsum anderer Substanzen wie z.B. Koffein, Alkohol oder Nikotin, psychische Faktoren, Bewegungsmangel, Ernährungsweise… Weiterlesen »

horst
6 Monate zuvor

Studien bei denen Rauchen und Verdampfen nicht getrennt sind für mich für die Tonne.

Qi San
6 Monate zuvor

kann, könnte … 0,9 Prozent sind nichts. Völlig wertlose Zahlen.

Wir werden täglich durch Tausende von chemischen Stoffen, Giften zugeballert.
Aus der Luft, dem Wasser, der Nahrung, aus Plastik-Verpackungen …
Da mach ich mir wegen meiner Hanf-Medizin nun wirklich keine Sorgen.

Andreas
6 Monate zuvor

“Kiffen geht ans Herz und erhöht bei täglichen Konsum das Risiko für Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall.” Klick mich an!!!

weiter unten im Text:

“Dies ist allerdings erstmal nur eine Korrelation und keine Kausalität. Die Daten reichen nicht aus, um zu belegen, dass Cannabis tatsächlich der Herzgesundheit schadet. Das kann auch an einer allgemein ungesünderen Lebensweise bzw. am Mischkonsum mit Tabak liegen.”