Mittwoch, 19. Februar 2020

Bienen fliegen auf Cannabis sativa

Hanf könnte eine Lösung gegen das Bienensterben darstellen

Bild: Archiv


Zwei Drittel unserer Pflanzen sind darauf angewiesen, dass Bienen ihre Pollen verteilen und damit eine großflächige Befruchtung weiblicher Exemplare einleiten. Leider geht es der Population der Bienen weltweit aktuell nicht besonders gut und berechtigte Befürchtungen über deren Zukunft führen zu großer Sorge. Gründe für die Dezimierung des Bienenvolkes sind in der Klimaerhitzung, der Zerstörung ihres Lebensraums und im Einsatz von Pestiziden zu finden, die ihre Population in den vergangenen Jahren um 41 Prozent reduzierte. Jetzt zeigt eine neue Studie der Cornell Universität des Staates New York, dass Hanf eine Lösung gegen das fatale Bienensterben darstellen könnte. Bienen fliegen auf Cannabis sativa, obwohl weder ein Nektar noch bunte Blüten die kleinen Insekten anlocken.

Ausgerechnet männliche Pflanzen der Gattung Cannabis sativa sollen ein gefundenes Fressen für 16 verschiedene Bienenarten sein, wie nun in der Februarausgabe Volume 49 von Environmental Entomology erwähnt wurde. Sicher, warum sich die Bienen besonders für die männlichen Exemplare interessieren, ist man sich zwar noch nicht, doch konnte festgestellt werden, dass große Pflanzen im zentralen Interesse der nützlichen Insekten stehen. Je größer ein Gewächs, desto mehr Bienen wollen an den Pollen gelangen. Nicht nur, weil männliche Hanfpflanzen weit weniger THC besitzen, sondern auch weil es Bienen am entsprechenden Rezeptor fehlt, beeinflusst der Kontakt mit der Graspflanze nicht die Wahrnehmung der fliegenden Honigmacher. Da Hanfpflanzen weder stark gedüngt werden müssen und auch nicht sonderlich viel Wasser verbrauchen, sieht man jetzt eine Chance, dass mit dem vielseitig einsetzbaren Gewächs eine Hilfe für die Bienenvölker gefunden wurde, die dem Aussterben entgegenwirken könnte. So fassen die Autoren der veröffentlichten Studie zusammen, dass Hanf aufgrund seiner zeitlich einzigartigen Blütenphänologie das Potenzial besitzt, einer vielfältigen Bienengemeinschaft, während einer Zeit der Blumenknappheit, eine wichtige Nährstoffressource bieten zu können. Somit könne die Pflanze stark dazu beitragen, die agrarökonomischen Bestäubungsdienste für andere Kulturen in der Landschaft aufrechtzuerhalten.

Diese Nachricht sollte auch im erzkonservativen Bayern für Aufsehen und Begeisterung sorgen, da dort schließlich das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ zu dem erfolgreichsten Volksbegehren im modernen Freistaat zählte und dort auch weitreichende Folgen für die Umweltpolitik der Staatsregierung nach sich zog. Vielleicht wacht man ja nun etwas auf und sieht ein, dass frei wachsendes Cannabis sativa gut für die gesamte Welt ist – für Natur, Mensch und Biene.

5 Antworten auf „Bienen fliegen auf Cannabis sativa

  1. R. Maestro

    Wenn die Rettung der Bienen mitunter von Hanf abhängt, dann scheisst man hier in Bayern halt auf die Bienen.
    In Zeiten reihenweisen Artensterbens wird ja weiter an der Vernichtung eines Konkurrenzproduktes, naja, des Hanf gearbeitet.
    Das zeigt, alle angeblichen Bemühungen zum Umweltschutz sind Makulatur, gute Mine zum bösen Spiel, Beschiss.
    Die Wirtschaft will es so, die Politik macht es so! Somit werden auch weiterhin Leben und Zukunften von Menschen zerstört, um sich die Zuwendungen und seine Gönner nicht zu verprellen.
    Seelenverkäufer, Menschenhändler, Volksverräter!
    Und der Spahn sollte sich daran erinnern, dass er mit dem §175, bis 1994 im selben Boot gesessen hat, wie jeder Hanf-Konsument!
    …. dann waren es Frauen, welche das Joch der Unterdrückung abgelegt haben.
    Später Homosexuelle. Heute tragen es die „Haschgiftverbrecher“.
    Man braucht Ersatz dafür, um sich weiter mit diktatorischem Verh(w)alten die Hierarchie zu sichern.

    Grüße aus Gallien. 🙂

  2. DIE HANFINITIATIVE

    Ohne Bienen wird es in Zukunft kaum noch Nahrung für den Menschen geben. (Hanf ist übrigens ein Windbestäuber, also die Pflanze benötigt keine Insekten zur Befruchtung und ihre Samen sind darüber hinaus eine ausgezeichnete Proteinquelle – Stichwort „kontra Welthunger“.)

    Also lieber Herr Markus Thomas Theodor Söder (derzeitiger [Januar 2020] CSU-Ministerpräsident in Bayern) bitte entspannen Sie sich 🙂 – Sie sind doch ein „Bienenfreund“, bitte werden Sie auch ein „Hanffreund“ – helfen Sie den Bienen, den Wäldern UND den Menschen. Einem gesunden und lebenswerten Leben unserer lieben Kinder und Enkel – und dem Schutz der Schöpfung – zuliebe. Liebe Grüße 🙂

    Wir, als DIE HANFINITIATIVE, wollen, dass wir und unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte und gesunde Gegenwart und Zukunft erleben und erwarten dürfen.

    Wir sind deshalb vielseitig aktiv und recherchieren auch Fakten und stellen diese zur Debatte.

    Wir vertreten auch unsere eigenen Wertvorstellungen, Meinungen, Emotionen und Erkenntnisse.

    Bitte prüfen Sie unsere Fakten und Schlußfolgerungen und ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse, wenn Sie sich umfangreich informiert haben.

    Wenn Sie auch zu dem Ergebnis gelangen, dass wir handeln müssen, werden Sie bitte aktiv.

    Unterstützen Sie unsere Sache oder gründen Sie eigene Initiativen und Aktivitäten.

    Tun Sie es für sich und für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel.

    Zeigen Sie Empathie.

    Vielen lieben Dank.

    EUER 😉 Team von DIE HANFINITIATIVE 🙂 🙂 🙂

  3. Günther

    @ Die Hanfinititive

    Sehr gut geschrieben, aber eiskalte Zyniker haben keine Empathie und kein Gewissen, ansonsten würde Deutschland heute ganz anders aussehen.

  4. Robin

    @günther

    Ne nicht wirklich 2+4 Vertrag, Besatzung?

    Cannabis wird in den USA / Kanada produziert und nach Deutschland verschifft……

    So lange die Besetzer mit uns Geld verdienen werden sie nie zulassen das Deutschland souverän wird. Sie ziehen nur weiterhin die kapitalistischen Fäden und verdienen sich eine goldene Nase….. Und das nicht nur mit Hanf!

    Lg Robin

  5. Sonny Wiesenthal

    ‚Besetzer‘
    Zunächst meint Robin wohl „Besatzer“ – und das ist ganz schön erbärmlich. Wie man an seinem protoantisemitischem Kommentar sehen kann, schützt Hanfkonsum nicht vor mehr als problematischen Weltbildern.

    Robin – du verbreitest üble Verschwörungsideologie, die der von Neonazis nicht unähnlich ist.

    Ziemlich erbärmlich.

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