Montag, 5. November 2018

Cannabis-Verbot schafft Arbeit – auch für Kinder

 

 

Wiener Polizei gehen bei der Jagd nach Straßendealern immer öfter Kinder ins Netz

 

 

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Im Grunde gebührt den Prohibitionisten großer Dank, denn ihr Engagement im Kampf gegen fair gehandelte Hanfprodukte ist die Basis für den florierenden Schwarzmarkt, der vielen fleißigen Cannabis-Fachverkäufern einen sicheren Arbeitsplatz garantiert. Ohne das Cannabis-Verbot wären unzählige arbeitswillige Arbeitskräfte arbeitslos und müssten sich einreihen ins Heer der Nutzlosen, die Vater Staat bis zur nicht vorgesehenen Anschlussverwendung im Jobcenter parkt. Das illegale Cannabis-Gewerbe ist für diese armen Seelen die einmalige Chance, sich von ganz unten nach ganz oben hochzuarbeiten und dabei sogar noch etwas Gutes zu tun.

 

Kein Wunder also, dass immer mehr Kinder nur noch einen Traumberuf haben: Cannabis-Dealer. Vorbei sind die Zeiten, als der Nachwuchs noch Feuerwehrmann, Polizist und Hartz-IV-Empfänger werden wollte. Die wahren Helden unserer Zeit stehen bei Wind und Wetter in dunklen Ecken und beglücken die von Hast und Eile getriebenen Menschen mit einem Tütchen Gras. Und früh übt sich, wer ein Meister-Dealer werden will. Statt sich mit Zeitungsaustragen oder dem Putzen von Papas SUV ein bisschen Taschengeld hinzuzuverdienen, jobben die cleveren Minderjährigen von heute auf der Straße, wo sie erwachsenen Männern und Frauen ihre Dienste als fliegender Kräuterhändler anbieten.

 

Und das Geschäft der Kinderhanfdealer brummt. Besonders in Österreich sind sie kaum mehr wegzudenken, die vielen, vielen Kinderchen, die die Erwachsenen auf offener Straße anbetteln und zum Kauf von Cannabis nötigen. Die Polizei versucht zwar alles, um der Plage der dealenden Kinder Herr zu werden, doch es ist wie ein Kampf gegen die Hydra – jenem vielköpfigen schlangenähnlichen Ungeheuer, dem mit jedem abgeschlagenen Kopf zwei neue nachwachsen.

Erst letzten Montag konnten die Gendarmen am Wiener Praterstern einen 14-jährigen Buben in Handschellen legen, der einem Volljährigen Suchtgift verkaufte. Bei dem Jugendlichen wurden sechs Tütchen hochwirksames Cannabis sichergestellt. Am Samstagabend schlugen die Drogenfahnder an gleicher Stelle erneut zu, als ein 13-jähriger Steppke einem 24-jährigen Erwachsenen ein Tütchen Gras verkaufen wollte. Und just in diesem Moment könnte die Polizei wahrscheinlich wieder einen Dealerkindskopp abschlagen, um zwei neue nachwachsen zu lassen.

 

Die Polizeimeldungen sind natürlich nur die Spitze des Eisbergs. Überall in Österreich, auf Schulhöfen, in Kinderkrippen und auf Bahnhofstoiletten sind sie subversiv aktiv, die dealenden Grünschnäbel. Wer in der Alpenrepublik etwas zu quarzen kaufen will, der geht nicht wie in den Niederlanden in den Coffeeshop, sondern zu Kindern, die die Cannabis-Versorgung der erwachsenen österreicherischen Bevölkerung sicherstellen. Und das Schöne dabei ist, dass diese mitteleuropäische Form der Kinderarbeit politisch gewollt ist, denn sonst wäre das Cannabis-Verbot aus Jugendschutzgründen längst verboten.

 

 

10 Antworten auf „Cannabis-Verbot schafft Arbeit – auch für Kinder

  1. Rainer Sikora

    Kaum auszuhalten,daß ausgerechnet die Gemeinen und Dummen,Fiesen und Rücksichtslosen an der Macht sind ,und das Sagen haben.

  2. Der Realist ohne Kraut

    Es gibt so vieles, wo ein Genussler sich aufregen könnte, aber selbst dazu fällt mir nichts mehr ein…

    So sieht’s nicht nur in der Alpenregion aus, auch im guten Mortler-Land ist das nicht anders.

    Da machen die Cannabisgegner doch einen tollen Dienst, was? Unfassbar!

  3. Der Realist ohne Kraut

    @ Rainer Sikora

    Das ist ja nicht nur in der Politik so. Gestern erst sah ich einen Bericht von ARD über die FIFA…

    Und am Ende tun viele so schockiert und können sich nicht erklären, wieso so etwas passieren konnte.

    Das Schlimmste daran ist neben der Volksverblödung, den Gutmenschen und den unwissenden Befürworter und Unterstützer doch, dass die ‚richtigen‘ an der Macht und ihre Stellung genauso weitermachen können, wie sie’s immer taten…

  4. Realwirtschaft 300

    Das ist nur die spitze des Rattenschwanzes einer Schädlichen Katholischen Drogenpolitik . Das rekatholisierte Beamtentum begreift , auch nach 10 Bier und 5 Korn , Leid ,als Buße für begangene Sünden und den Status Quo ,als Gottes heiliger Wille . Doch bevor sie für ihre Arbeit bezahlt werden können ,muß sich die Frau Merkel und der Finanzminister ,das Geld bei der Bank ausleihen , darum steigen auch die Staats-Schulden ,Stündlich immer schneller ,weiter und höher , siehe Staats-Verschuldungs-Uhr .

  5. Geldschöpfung 1971

    Die Realwirtschaft ist nur noch ein Anhängsel der Finanzwirtschaft!

    Heutzutage beträgt das Volumen der uns bekannten gehandelten Derivate (Finanzwirtschaft)
    zwischen 600 und 700 Billionen Dollar. Alles , komplett , Steuerfrei .
    Das ganze globale,Bruttoinlandsprodukt (Realwirtschaft) , in anderen Worten, alles, was die Länder
    produzieren, beträgt ungefähr ,gerade einmal ,60 Billionen Dollar und wird ,auch noch hart besteuert ,ausschließlich .

  6. Vertreter

    Deutschland möchte nicht, dass man sich mit einer Pflanze berauscht, wo eigentlich nichts dran auszusetzen ist, da sie fast nur positive Eigenschaften hat und vor allem höchst medizinische Eigenschaften hat berauscht.

    Deutschland möchte, dass wir für Mindestlöhne arbeiten, Alkohol und Zigaretten konsumieren. Sie wollen, dass wir kein gesunden Menschenverstand haben. Sie wollen uns lieber krank halten und uns dann mit ungesunden Tabletten behandeln, die zum Beispiel nur eine positive Eigenschaft aufweißt, dafür aber hunderte Nebenwirkungen.

    Wofür steht der Bundes Deutsche Adler nochmal? Stärke, Mut und ewiges Leben?

  7. Vertreter

    Entschuldigt meine Schreibfehler, ich habe vorher einen verdammt großen Text verfasst und sollte jetzt langsam Schluss machen.

  8. Ralf

    @Geldschöpfung 1971
    Aha, da hat sich also das Luftgeld seit meinem letzten Informationsstand vor 2 Jahren etwa, um 200 Billionen vermehrt!
    Das schlimme daran ist, das diesen wertlosen 640 Billionen irgendwann ein Wert gegeben werden muß, der von der Weltbevölkerung erarbeitet werden muß, sonst bricht das System zusammen, was es ja auch regelmäßig tut. Dann muß es mit noch mehr Luftgeld gerettet werden was zu einer zigfachen Verschuldung, jetzt also schon um das zehnfache was sie an echten Werten besitzt, und damit Versklavung der gesamten Weltbevölkerung führt. Dabei spielt es keine Rolle ob sie um das zehn- oder hundertfache verschuldet ist, Sklave bleibt Sklave.
    Und in die Welt geschissen hat dieses System die USA mit ihrer hoch kriminellen FED, die das alles darf weil sie 6500 mal die Atombombe hat und die ganze Welt bedroht.
    In ihrem 240- jährigen bestehen hat diese teuflische Nation über 200 Kriege(bis auf einen immer auf fremdem Boden) geführt und es waren nur 20 Jahre kriegsfrei.
    Auch der Krieg gegen Cannabiskonsumenten, der so viel Leid über die ganze Welt bringt, ist ja auf ihrem perversen Mist gewachsen. Noch Fragen?

  9. Ralf

    @Vertreter
    Da gibt es nichts zu entschuldigen, wichtig ist das es verstanden wird! Dabei ist die richtige Wortwahl das Entscheidende. Worte werden heutzutage so mißbraucht, das man immer wachsam sein muß. So ist z.B. das Wort Reform, welches immer einen Fortschritt beinhaltet hat, pervertiert worden wie kein anderes, und heute wird es von den Neoliberalen für den großen Schritt zurück in Feudalzeiten mißbraucht. Gesetze, die den Jahrhunderte alten fortschrittlichen Kampf der arbeitenden Klasse, und ihren Erfolg 200 Jahre zurückdrehen, werden von so genannten „Wirtschaftswissenschaftlern“ und den Juristenpolitikern (Der ganze Bundestag ist durchseucht von schleimigen Rechtsverdrehern, der Rest der Bevölkerung ist nicht repräsentiert) als fortschrittlich verkauft und keiner merkt`s.

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