Montag, 7. August 2017

Bürgermeisterin „bevorzugt“ Cannabis

 

Monika Herrmann verleumdet das Berliner Bier-Festival als „längste legale Drogenmeile“ der Stadt

 

Cannabis
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Eine tagesaktuelle Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Die Berliner Boulevardpresse ist empört: „Grünen-Bürgermeisterin keilt“ und „hetzt gegen Biermeile“. Und klar doch, liebe Saufbrüder und Trinkschwestern: Das geht natürlich gar nicht! Schließlich sind passionierte Biertrinker keine kriminellen Haschgiftfixer. Und so kam es zum Aufschrei der Tendenzjournalisten aus dem Hause Springer, die sich stellvertretend für die Bierjunkies künstlich aufregten und die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg einmal mehr unter Beschuss nahmen. Und das völlig zu Recht, denn wer den Schnapsdrosseln und Schluckspechten das „Fest des legalen Rausches“ vermiesen will, hat ihn verdient – den Zorn der Bierseligen.

 

Das Berliner Bier-Festival ist ein Weltsaufkulturerbe wie das Münchner Oktoberfest. Seit 1997 dürfen sich die Genießer der hohen Braukunst im „längsten Biergarten der Welt“ die Kante geben – und das mitten auf der Straße und vor aller Kinderaugen. Immer am ersten Augustwochenende heißt es „O zapft is!“. Bis gestern torkelten zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor an der Karl-Marx-Allee rund 850.000 Besucher von Zapfhahn zu Zapfhahn, um auszutesten, welche der 2.400 Biersorten aus 87 Ländern die meisten Gehirnzellen abtötet. Umrahmt wurde das dreitägige Massenbesäufnis von Volks- und Schlagermusik, die von 19 Bühnen plärrte und die Bierfreunde aus aller Welt schunkeln ließ.

 

Doch diese friedlich gelebte deutsche Saufkultur missfällt der Bezirkbürgermeisterin, die in bürgerlichen und rechten Kreisen den Kultstatus des bösen Gutmenschen hat und dringend des Amtes enthoben werden müsste. Am Donnerstag teilte die Hassfigur der Rechten auf ihrer Facebookseite mit, dass sie dem Bierwahn nichts abgewinnen kann und am „Internationalen Tag des Bieres“ ganz und gar nicht in Trinklaune sein wird. Zur Weißglut brachte die Grünen-Politikerin ihre Feinde allerdings mit der Begründung: „Und während Cannabis weiterhin illegalisiert ist, eröffnet morgen die längste legale Drogenmeile Berlins ihre Pforten.“ Auf Anfrage der Springer-Schmierfinken präzisierte Herrmann ihre Abneigung gegen die Biermeile: „Ein ganzes Fest suggeriert eine Harmlosigkeit, die Alkohol nicht hat, was ich falsch finde.“

 

„Viel Gerede, nichts dahinter“, keilt der CDU-Fraktionsvorsitzende des Bezirks Timur Husein (36) zurück. Bei den Grünen und Linken werde Bier ideologisch in die rechte Ecke geschoben: „Bier ist pfui, weil rechts. Cannabis ist gut, weil links“, hetzt Husein in dem Irrglauben, dass nur linksgrün versiffte Gutmenschen Cannabis konsumieren und Bier verschmähen.

Doch diese Lüge hat kurze, sehr kurze Beine: Dem zuständigen Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler war es nämlich vorbehalten, am Freitagabend das Fass zur Eröffnung des Festes anzustechen und den ersten Schluck zu nehmen: „Bier ist ein gesundes Getränk, isotonisch“, sagte der 59-jährige Linken-Politiker. „Aber man muss es in Maßen (sic) trinken.“

 

9 Antworten auf „Bürgermeisterin „bevorzugt“ Cannabis

  1. Chris d'Bongster

    Cannabis ist ein gesundes Kraut, antioxidativ, entzündungshemmend, stimmungsaufhellend, entkrampfend, entspannend, inspirativ. Aber man muss es im Verborgenen genießen 😉

  2. Ein Denker

    „Springer Schmierfifinken“….. ist sehr pauschal… Es soll auch gute Journalisten im Hause Springer geben…

  3. E.B.

    Flotte Glosse 🙂

    „So gehet dahin und trinket in Maßen.“ Prävention Level Bundesregierung.

  4. rainer sikora

    Zumindest können und dürfen die Jornalisten nicht wie sie wollen oder müßten.

  5. Fetales Alkoholsyndrom

    200 Mitbürger werden täglich in Deutschland mit Hilfe legal erhältlicher Alkoholhaltiger Getränke , vorsätzlich getötet . Verbale , Gewaltlose Notwehr , gegen das Berliner Bier-Festival aus dem Munde einer Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg , ist mehr als nötig .

  6. Fetales Alkoholsyndrom

    200 Mitbürger werden täglich in Deutschland mit Hilfe legal erhältlicher Alkoholhaltiger Getränke , vorsätzlich getötet . Verbale , Gewaltlose Notwehr , gegen das Berliner Bier-Festival aus dem Munde einer Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg , ist wirklich nötig !

  7. U-G

    Hat zwar etwas gedauert, doch das Erwachen nimmt langsam Gestalt an!!!!

    Eine Buergermeisterin, die das Problem erkannt hat und sich Vorbildlich über Cannabis und Bier Gedanken gemacht hat…Politikerin bzw. dem Bürger zu dienen, so wenige einsichtige sie auch sein mögen, es bewegt nun mal. Tja hier wären auch die Justicias gefragt, JUDAS gegenüber Cannabis Konsumenten. Hier müsst IHR EUCH AUCH MAL BEKENNEN.
    Die einzige Farbe die IHR kennt ist Schwarz, wie die SS. Neutral und Blind. Neutral ist mir bekannterweise WEIß. Ein Blinder sieht halt Schwarz.
    Sorry an die Nichtsehenden!!! Diesen Vergleich sehe ich so, leider.
    Ne weiße Weste haben die wenigsten und darüber lässt sich reden, was falschgelaufen war bzw. läuft.

    Wie viele Skandale braucht es noch von 4 Jahres -Perioden. Besser Perioden, so viele Tampons gibt es nicht um die Löcher zu stopfen.

    Mfg

    Ansonsten wie es kommt, nach wie vor Cannabis for FREE.

  8. Lars Rogg

    an den Denker…
    klar in der Witze Rubrik sind gute Journalisten am Werk…so ein blödes Geschwätz, dieses Drecksblatt auch noch zu verteidigen…
    Denker ?? Das ich nicht lache…

  9. Ralf

    Es soll auch gute Journalisten im Hause Springer geben… sagen unbewiesene Gerüchte die allen empierischen Erkenntnisssen entgegenstehen……!
    Was die Grünen angeht so habe ich in den letzten Tagen eine kleine Lektion lernen müssen. So hat doch tatsächlich die Grüne Basis in Niedersachsen das gemacht was auch mit Kretschmann und Konsorten in BW gemacht gehört. Die Mitglieder haben sich dafür entschieden diesem zur CDU gewechselten korrupten, was sie sonst noch so ist sag ich hier lieber nicht, stück D..ck, keinen Listenplatz mehr zu geben, also hat sie kurzerhand die Partei gewechselt und, wie in den Massenmedien zu sehen war, ihr Mandat zur CDU mitgenommen. Diese Praxis des Abgeordnetenkaufs der CDU ist schon von den Verrätern rund um die damalige SPD-Kandidatin in Hessen, Ypsilanti bekannt, die ja bekanntlich mit der Linken eine Koalition machen wollte, die dann von dem Prohibitionsverbrecher Bouffier kaputtkorrumpiert wurde, indem drei Abgeordnete der SPD gekauft wurden. Den Hut ziehe ich aber vor den Grünen in Niedersachsen die sich anscheinend darauf besonnen haben, was sie mit Sicherheit nicht sind, nämlich ein rechter der CDU naher Scheißhaufen und auch die entsprechenden Leute nicht mehr parteiintern auf Listenplätze wählen. Man sollte also tatsächlich differenzieren, welche Grünen man ablehnen sollte, und nicht alle über einen Kamm scheren, damit man nicht die falschen Grünen trifft. Hier in Rheinland Pfalz und im Bund, sind sie noch nicht wieder wählbar, in Niedersachsen und Berlin anscheinend schon.

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