Mittwoch, 28. Dezember 2016

Über eintausend Cannabispatienten in Deutschland

 

Anfrage der Linkspartei von der Regierung beantwortet.

 

Foto: Schmiddie

 

Da in 2017 der Weg für einen unbeschwerten Zugang zu Marihuana für Kranke seitens der Bundesregierung weiter frei gemacht werden soll, gab es eine offizielle Parlamentsanfrage, die nach dem Stand der Patientenzahlen fragte. Eine klare Antwort gab die Bundesregierung daraufhin heraus: Über eintausend Cannabispatienten in Deutschland haben ein theoretisches Anrecht auf medizinische Versorgung mit Hanfblüten. 1004 Personen, um genau zu sein, wovon sogar zwei Menschen die Ausnahmegenehmigung in der Ausnahmegenehmigung besitzen, selbst Cannabis anbauen zu dürfen. Allein in 2016 wären 452 Genehmigungen erteilt worden, was einen Anstieg dieser hilfebedürftigen Personengruppe von circa 45 % Prozent ausmacht.

 

Frank Tempel, Mitgründer von Leap-Deutschland und ehemaliger Kriminalbeamter, stellte die Parlamentsanfrage und forderte nach der Beantwortung alle bürokratischen Hürden im Sinne der Patienten endlich abzuschaffen. Je weniger kompliziert die Hürden wären, desto vorteilhafter wäre es für die betroffenen Patienten. Eine zukünftige Überprüfung von Erkrankten seitens der medizinischen Dienste der Krankenkassen ginge daher in die Richtung der bestehenden Forderungen, bedeute dies einen Wegfall der Ausnahmegenehmigungen, die bisher nur durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte(BfArM) verteilt wurden. Sichergestellt gehöre dabei dann nur, dass die Kostenübernahme stattfände, sobald der Arzt die Behandlungsnotwendigkeit diagnostiziert.

 

Eine komplett straffreie 70-Gramm-Lösung für die Produktion, den Besitz und den Konsum von Marihuana – wie gerade in Georgien vom Verfassungsgericht aufgrund des dort herrschenden humanitären Verständnisses durchgesetzt – würde dagegen wohl nicht nur den bisherigen eintausendundzwei bedürftigen deutschen Cannabispatienten mit einer Ausnahmegenehmigung sofort ganz schnell weiter helfen.

 

Unkomplizierter als legal geht es kaum.

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4 Kommentare
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Gasterl
Gasterl
5 Jahre zuvor

Neben mir gibt es also noch 1001 legale Konsumenten in Deutschland! Das freut mich, denn das ist nun schon das Doppelte, als zu der Zeit, in der ich meine Ausnahmegenehmigung erhielt. Und wie schon so oft geschrieben, kann ich mir zwar bei weitem nicht die verschriebene Dosis leisten – aber selbst knapp ein Viertel davon hat meinen Alltag so erleichtert, dass ich fast keine Einschränkungen mehr habe. Jetzt (dank Weihnachtsgeld) kann ich auch mal meine komplette Dosis nutzen und habe weder Schmerzen, noch sonst irgendetwas negatives……ich hoffe sehr, dass meine 3 Gramm pro Tag demnächst von der Versicherung übernommen werden. Denn dann hätte ich endlich ein komplett normales Leben ohne irgendwelche Schmerzen oder sonstigen Beeinträchtigungen! Achja….Nebenwirkungen wie bei den unzähligen… Weiterlesen »

Rainer Sikora
Rainer Sikora
5 Jahre zuvor

Ohne Nachfrage und erinnnern,mahnen und drängeln, wird sich nichts mehr bewegen.

U-G
U-G
5 Jahre zuvor

Langsam und spärlich werden auch die letzten Mauern fallen, aufgebaut von den Verarschenden Staaten von Amerika, „UN“-tergang und diversen Drogen-beauftragenden Alkoholikern um den Ausstieg von Alkohol zu verhindern. Wenn man sich vor kurzem Michel aus Löhneberga angeschaut hat, was Michel vom Verzehr aus gegorenen Kirschen angerichtet hat und Krözamaja empört durchs Dorf lief und überall verkündet hatte. :“ Der Michel hat sich betrunken und hat alle Hühner totgeschlagen, dachte ich an die Frau Marlene Mortler in der Rolle von der die den Kirschwein bei Michels Mutter bestellt hatte“. Ich freue mich für alle 1004 nicht mehr so leidenden Menschen, aber es gibt die 40.000 jährlich an Krebs erkrankten Menschen, die jedes Jahr sterben müssen mit oder ohne Chemo-Therapie und eigentlich… Weiterlesen »

Karl
4 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich bin seid 12 Jahren Schmerzpatient und bekomme von meinen Orthopäden Oxycodon. Im Februar habe ich ihn auf Cannabis angesprochen und er sagte mir er müsse sich erst erkundigen weil er sich nicht damit auskennt. Jetzt habe ich ihn wieder darauf angesprochen und er sagte mir er dürfe es mir nicht verschreiben. Ich dachte jeder Arzt darf es ?