Sonntag, 12. März 2017

Marihuanaindustrie in den USA in Sorge

 

Trump macht mobil.

 

 

Schon vor dem Amtsantritt Donald Trumps sorgte sich ein Teil der amerikanischen Cannabisindustrie um die Zukunft der Branche. Da medizinisches Cannabis in mehr als der Hälfte aller US-Bundesstaaten durch die Landesgesetze mittlerweile genehmigt ist, aber immer noch im Widerspruch zu den Bundesgesetzen steht, war es lange fraglich, wie die neue republikanische Regierung mit der Situation umzugehen gedenken wird. Nun ist die Marihuanaindustrie in den USA in Sorge, denn Trump macht mobil.

 

Selbst auf aktuellen Digitalkonferenzen beherrschte das Thema Trump und Cannabis das Gespräch. Während der South by Southwest in Austin wurde bei einer Podiumsdiskussion über die keimenden Gefahren aus Washington geredet und berechtigte Angst über den Justizminister Jeff Sessions ausgedrückt. Motell Williams fürchte, dass Session zu einem Berserker werden könne, der seine Macht ausüben wird. Und auch weitere von Trump eingesetzten Personen – darunter der Pharmalobbyist Dr. Scott Gottlieb als Leiter der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA – bereiten Cannabisbefürwortern in den Vereinigten Staaten von Amerika leichte Kopfschmerzen.
Mit einem eher überraschenden Austausch von 46 Bundesstaatsanwälten, die noch aus der ehemaligen Obama-Regierung ihre Posten innehatten, schaffte die Trump-Regierung schließlich gerade auch einen folgsamen Stab, der im Falle eines wiederaufflammenden Cannabiskrieges im Land, alle dafür anfallenden Papiere unterzeichnen würde. Da jedoch selbst in den eigenen Reihen der Republikaner gewisse Fortschritte in Denkprozessen stattgefunden haben und Mitglieder der Partei auch vollständige Legalisierungsgedanken zum Thema Cannabis besitzen, sollte der Teufel noch nicht voreilig an die Wand gemalt werden. Dank des Jobmotors der Marihuanaindustrie und dem globalen Umschwung in der Drogenpolitik rät es sich wohl auch in diesem Fall an, nicht gleich in Panik zu verfallen.

 

Abwarten und Tee trinken lautet der medizinische Rat hierzulande.

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