Donnerstag, 5. Mai 2016

„420“ braucht Eure Starthilfe

 

 

Was war da los?

 

Foto: Floh Söllner
Foto: Floh Söllner

 

Noch vor 25 Jahren hat hierzulande kein Mensch Halloween gefeiert. Damals stand zu der Jahreszeit nur das Erntedankfest an. Das wurde eigentlich nur von denen, die dran glauben, aus religiösen Gründen gefeiert. Verkleidungen, Süßes oder Saures, hohle Kürbisse und Erntedank-Merchandising gab es nicht, im Grunde wurde das Datum nur von regelmäßigen Kirchgängern wahrgenommen.

 

Mit dem höchsten Kiffer-Feiertag weltweit, dem 20.April, verhält es sich ähnlich. Die „420“- Kultur ist noch nicht so richtig über den großen Teich geschwappt: Zudem ist das mit dem Datum, an dem mancherorts Neonazis Fackeln zu Hitlers Geburtstag anzünden, in Deutschland und Österreich so eine Sache. Die Medienberichte zum 20. April drehen sich fast ausschließlich um genehmigte oder verbotene Märsche von Rechtsaußen und die notwendigen Gegenmaßnahmen wie Blockaden oder Demos, spontane oder gar geplante Smoke-Ins und andere Events im Zeichen der verbotenen Pflanze finden selten bis nie statt. In diesem Jahr trafen sich lediglich in Hannover und in Berlin ein paar Dutzend Hanfaktive, um Punkt 16:20 die ersten Joints zu entzünden.

 

Aber: Alles hat einmal klein angefangen, wieso sollte 420 in zehn oder 15 Jahren nicht eine ähnliche Entwicklung wie Halloween erleben? Die Vorzeichen sind perfekt, in den USA und in Kanada entwickelt sich gerade eine 420-Industrie, die diesen Tag kollektiv nutzt, ihre Umsätze zu steigern. 420-Partys sind dort, wo Cannabis legal ist, die Volksfeste des 21.Jahrhunderts. Wäre ein bundesweiter Kiffertag nicht viel lustiger, als den Nazis die Innenstädte zu überlassen? Irgendwann ist mal Schluss mit dem Kult um Hitlers Geburtstag, „420“ ist genau der richtige Anlass, das Datum positiv und vor allen Dingen neu zu besetzen. Da man in Deutschland aber einen Smoke-In mit echtem Gras nur schwer anmelden kann, ist Eure Kreativität gefragt. In Hannover hat die Polizei sogar die Anmeldung von „Fakejoints aus Hanftee“ akzeptiert, in Stuttgart durften die falschen Tüten keine verdächtigen Kräuter enthalten und wurden vom Ordnungsamt vorab kontrolliert und in Berlin wurde einfach unangemeldet im Kollektiv gekifft. Egal wie man es macht, Hauptsache am 20.4. qualmt es richtig. Um hier eine echte 420-Kultur zu etablieren, braucht man nur eine „Geringe Menge“ Enthusiasmus, Mut und Weed. Der Rest liegt an Euch.

 

Eure Redaktion

5 Antworten auf „„420“ braucht Eure Starthilfe

  1. LittleGanja mit Ausnahmeerlaubnis

    Halloween ist meines Wissen nach ein alt germanisches Fest. Oder liege ich falsch?!

  2. https://www.facebook.com/fourtwentymommy/photos/a.990085424346427.1073741828.905825852772385/1059188730769429/?type=3

    Liebe/r @LittleGanja da habe ich keine Ahnung. Weiß das jemand?

    Lieber @Floh, liebe Redaktion – Zitat Floh: „Wäre ein bundesweiter Kiffertag nicht viel lustiger, als den Nazis die Innenstädte zu überlassen?“

    Lieber Floh, obwohl ich das Wort „Kiffer“ an und für sich nicht besonders mag. Zuviele negative Assoziationen sind damit, gerade in „good old Germany“, für mich, damit verbunden.

    Ansonsten möchte ich Deine Frage nur mit einem selbstbewussten JA, JA und nochmals JA beantworten. Wir haben es selbst in der Hand eine starke Bewegung zu werden, zu sein. Der Mut, der Schulterschluß und die Aktivität einer jeden Hanffreundin und eines jeden Hanffreundes sind gefragt. Gemeinsam sind wir stark. 🙂

    Darf’s ein bisschen mehr sein? Ein bisschen mehr Mut? Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein? Ein bisschen mehr Zusammenhalt? Ein bisschen mehr Lebensfreude?… Auch und gerade für uns Hanffreundinnen und Hanffreunde und HanfpatientInnen?

    Nochmals JA, JA, und JA! Schön, dass es Dich gibt Floh und das DU Dich so für uns einsetzt und die richtigen Fragen stellst. Danke für Deinen Mut und Dein Vorbild.

    Wir möchten heute auch an unsere liebe Freundin „Serra Frank“ https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/26-augen-blicke heute denken, die ein großes Vorbild für uns ist. Sie ist eine „420 Mommy“, in Idaho, USA und sie ist eine gute und wundervolle und mutige Seele. 🙂 Serra wir lieben Dich und Sheryl und die „Moms for Marijuana“.

    Wir wünschen EUCH einen schönen Feiertag und stets ein Lächeln 🙂

    EURE Hanfini

  3. Ralf

    Jeder zweitklassige Fußballverein bringt mehr Solidarität und jedes Wochenende zigtausende Gleichgesinnte in Bwewegung, als die Cannabisanhänger. Kein Wunder müssen sie sich doch sogar von unseren Mainstream-Legalisierern pauschal als Mafiosi verunglimpfen lassen die die armen Kiffer auf dem Schwarzmarkt ausschließlich mit gestrecktem vergiften und im Falle einer Legalisierung, als „Vorbestrafte“ (Auch eine einzige verschissene Nazigeschichte solche Menschen die für ihren Fehler bezaht haben noch auf Jahre hinaus nachzukriminalisieren) keine Lizenz zum Anbau bekommen. Sie arbeiten mit den Böcken zusammen, die sogar zu (Hanf)Gärtnern gemacht werden und die von ihnen geschundenen Opfer weiterhin stigmatisieren. Sie sind selbst teilweise so Gehirn gewaschen daß auch sie selbst den Humbug von der nicht-ungefährlichkeit von Cannabis verbreiten (Was angesichts der giftigkeit von Alk ein schlechter Witz ist) und den Nazis (Wo doch jeder weiß dass der Ursrung des Verbotes von Anslinger über Nixon und Reagen eine reine Nazi Geschichte ist die keinem anderen Zweck gedient hat als Scwarze und uns Hippies kaputt zu machen) damit voll auf den Leim gehen. Gleichzeitig erwarten sie die Mitarbeit aller Kiffer, spalten sie aber von vorneherein. Wo soll da die Solidarität denn herkommen. Da kann ich doch nur lachen! Meine und die meiner Freunde werden sie jedenfalls auf diese Art und Weise nicht bekommen !

  4. https://diehanfinitiative.de/index.php/aktionen/41-menschenrechte-menschenrechte

    Das hast Du gut auf den Punkt gebracht lieber @Ralf. Deshalb müssen wir uns wehren und dürfen uns nicht Versprechungen unterwerfen. Meiner Meinung nach können wir uns – das ist meine Erfahrung als HanfaktivistIn – nicht auf „die Politik“ verlassen.

    Zu oft sind wir – meiner Meinung nach – irgendwelchen schönen Versprechungen aufgesessen, die sich dann doch als „Realsatire“ entpuppt haben. Mögen einzelne PolitikerInnen auch ehrlich gewillt sein etwas zu tun, der „Mainstream“ ist es oftmals nicht.

    Bei all dem Wissen, das wir heute haben und welches wir so vehement verbreiten, stellt sich mir immer wieder die eine Frage:

    W A R U M?

    Ist die Presse, sind die Medien faktenresistent?

    Sind die (von Ausnahmen abgesehen) wirklich ferngesteuert?

    Ideologiegesteuert oder sogar dogmatisch aus sich heraus?

    Welche/r SoziologIn – PolitikwissenschaftlerIn – PolitikerIn – Medienschaffende – JournalistIn – RedakteurIn… kann mir das schlüssig erklären?

    Wenn die Presse, die Medien wirklich so frei sind, [wir wollen uns da vor Generalisierung hüten] warum schweigen sie uns entweder tot oder verunglimpfen uns und schreiben oft so einen verdammten Schrott – und das seit zig Jahren und trotz des Wissens und der unzähligen Fakten, die wir den JournalistInnen auf dem Silbertablett zur Überprüfung anbieten?

    Viele Fragen, auch an die Medien: https://diehanfinitiative.de/index.php/aktionen/41-menschenrechte-menschenrechte

    WIR WOLLEN ENDLICH ANTWORTEN HABEN!

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