Mittwoch, 15. April 2015

Cannabis sicher für Erwachsene

Knackpunkt Jugendschutz

 

cannKG
Nur Regulierung schafft Transparenz

 

 

Professor Dr.Rainer Thomasius hat zusammen mit sechs deutschen Suchtmedizinern eine neue Meta-Studie zu den Gefahren des nicht medizinischen Cannabiskonsums veröffentlicht. Der Leiter des Suchtzentrums Eppendorf und seine Kollegen haben anhand der vorliegenden Zahlen festgestellt, dass Cannabiskonsum besonders bei Jugendlichen langfristig negative Auswirkungen haben kann. Zudem sei ein hoher THC-Gehalt problematisch für Heranwachsende.

 

Problematische Konsummuster bei Erwachsenen ließen sich der Studie zufolge meist ambulant behandeln, Todesfälle erwähnt die Publikation keine. Vergleicht man das mit den zahlreichen Entzugsklinken für Alkoholiker ist das ein vergleichsweise harmloses Szenario, auch wenn es im Einzelfall gar nicht so lustig sein sollte. Wer zu früh anfängt oder den Konsum zum Mittelpunkt des Lebens werden lässt, hat sicher ein Problem. Die Studie stellt zudem fest, dass es vor allen Dingen bei Langzeitkonsumenten zu wenig Daten über die  Auswirkungen ihres Konsumverhaltens gäbe. Was in der Studie allerdings unerwähnt bleibt: THC-Gehalt und Jugendschutz sind bei der derzeitigen Gesetzeslage ebenso wenig zu gewährleisten wie eine umfassende Erforschung gesundheitlicher Risiken. Um diese Forderungen der Wissenschaftler umzusetzen, müsste Cannabis reguliert werden.

 

 

7 Antworten auf „Cannabis sicher für Erwachsene

  1. Gasterl

    Mir fehlen ein paar Infos um die Studie einordnen zu können.
    Gab es einen Auftrag dazu? Wenn ja, von wem?
    Wird diese Studie der Regierung vorgelegt?
    Sind (hoffentlich positive) Konsequenzen in RIchtung Legalisierung durch die Studie zu erwarten?
    Wie gewichtig sind solche Studien generell?
    Bringt diese Studie Rückenwind mitsich bzgl. der Petition der Strafrechtsprofs? (Gibts dazu eigentlich News? Also tut sich da was, oder ist die Petition auch geschreddert worden?)

  2. Lars Rogg

    Boa ey was für eine Neuigkeit…das Drogen im Allgemeinen nix für Kinder sind weiss jeder nach dem ersten Schluck Bier. Das gilt für Alk wie für alles andere. Bisher war doch THC die böse Droge schlechthin. Warum werde ich mit über 40 dann aber behandelt wie ein Jugendlicher ??? Warum werde ich kriminalisiert und verfolgt obwohl ich nur legale Artikel (Udopea) gekauft und weitergegebne hab.?? Warum wird jeder, absolut jeder in Süddeutschland wie ein menschenverachtender Taliban d.h. wie ein Schwerverbrecher behandelt ?? Warum hat sich das noch nicht zu diesem abartigen Tiefflieger Gall rumgesprochen?? Was sagen denn die Experten Gröhe, Mortler, Henkel, Vogelsang, etc dazu ?? Wird sich durch diese Heiligsprechung durch den Dogmatiker Thomasius irgendetwas ändern, oder wird einfach ein neuer Experte gesucht, der entsprechend boshaftes, gemeingefährliches Verhalten unterstellt??? Wird sich diese Regierung endlich der Vernunft ergeben und diese abartige kriminalisierung schließlich beenden???
    Wir werden es erleben…die Antworten kennen wir alle !!!

  3. Gratzinger

    Daraus werden sicherlich keine positiven Konsequenzen gezogen und dass da gewisse Sachen nicht erwähnt werden ist auch klar. Schließlich ist Thomasius ja DER MANN wenn es darum geht, im Auftrag der CDU/CSU, Cannabis schlecht zu reden.

  4. carito

    Ich kann es nicht oft genug predigen Nur über einen Mitgliederstarken Interessenverband kann man Druck ausüben. Letztes Jahr kamen zur Hanfparade nicht einmal 4000 Protestler Und Sitting Bull sagte damals das man einen Ast leichter brechen kann als einen Stamm. nur die Hanf Bewegung besteht nur aus kleinen Ästchen Deshalb DHV Mitglied werden. Die Cannabis sozial Clubs müssen auch sein aber die arbeiten alle für sich alleine und deshalb haben wir nur viele kleine schen. Die CDU/CSU spricht immer von Geschlossenheit und das macht sie so stark!

  5. Surak

    Man hätte neutral von den Auswirkungen sprechen sollen. Das Wort „Gefahren“ zu verwenden impliziert bereits eine tendenziöse Begrifflichkeit. Gestandenen Akademikern – erst recht, wenn sie nicht allein publizieren, sondern zu sechst sind – sollte so ein Missgeschick eigentlich nicht passieren. Habt Ihr sie richtig zitiert? Denn das ist schon ein irritierender Aspekt dieser Studie, der selbst dem Laien auf den erstem Blick offensichtlich werden müßte…
    Nun, dennoch ist es erholsam zu lesen, daß diese Studie zur Abwechslung mal nicht explizit dazu dienen soll, den unsäglichen Status Quo in der Konsumentenrepression zu rechtfertigen. Weiter so, Herr Professor: „Wenn die Pferde es nicht schaffen, dann schaffen es die Esel.“ (Papst Johannes XXIII)

  6. Gasterl

    Da der DHV den Grünen extrem nahe steht, kann ich mich dem leider nicht anschliessen!
    Es gibt für mich neben einer Cannabislegalisierung noch viele weitere wichtige, politische Themen – und da sind die Grünen für mich unwählbar (ganz abgesehen davon, dass die Grünen vor der Wahl viel versprechen und nach der Wahl das Gegenteil machen.)

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