Freitag, 12. September 2014

Notwendigkeit der Cannabis-Regulierung

Neue Studie untermauert Notwendigkeit der Cannabis-Regulierung

Cannabis gehört nicht in Kinderhände – Ein Kommentar

 

keine Lügen über Drogen
Auf Kosten des Jugendschutzes: Wissenschaft macht Politik

 

Zahlreiche Medien haben eine neuseeländisch/australische Studie zitiert, die einen kausalen Zusammenhang zwischen täglichem Cannabiskonsum und schlechten oder fehlenden Schulabschlüssen beweist. Zudem seien Personen, die zwischen dem 12. und dem 17. Lebensjahr täglich kiffen, suizidgefährdeter als gleichaltrige Nicht-Kiffer, ihre Karriere-Chancen seien ebenso schlechter als die der abstinenten Vergleichsgruppe. Tenor der aktuellen Schlagzeilen ist „Cannabiskonsum gefährdet den Schulabschluss.“

 

Hallo? Moment mal bitte. Wer um alles in der Welt nimmt sich das Recht heraus,  Ergebnisse, die auf der unkontrollierten Abgabe über einen jugendschutzfreien Schwarzmarkt beruhen, als Grundlage für die Wahrung des Status Quo anzuführen? Immer, wenn den Betonköpfen der Prohibitionisten-Front nichts mehr einfällt und sie sich medial in der Defensive sehen, müssen die Kinder herhalten. Keine Frage, wer jeden Tag in der Schule kifft, am besten schon ab der sechsten oder siebten Klasse, wird es ziemlich schwer haben, das notwendige Wissen für den erstrebten Abschluss im dauervernebelten Hirn zu behalten. Das zu verstehen, bedarf es weder eine Studie von den Kiwis noch einer medialen Offensive gegen Gras im eigenen Land. Die Frage ist doch viel eher, weshalb 12 bis 17-jährige jeden Tag kiffen und wie sie ans Kraut kommen?  Da wären wir ganz schnell wieder bei der fehlenden Regulierung, dem nicht zu gewährleistenden Jugendschutz eines Schwarzmarktes und den vielen anderen kleinen Dingen angelangt, die es Schülern viel zu einfach machen, bedenkliche Konsummuster zu entwickeln. Zudem ist es äußert fragwürdig, wenn der Leiter der Studie als unabhängiger Wissenschaftler politische Statements gegen die Regulierung von Cannabis abgibt:

 

„Unsere Forschungsergebnisse kommen genau zu dem Zeitpunkt, an dem einige US-Bundesstaaten sowie Südamerikanische Länder Cannabis jungen Menschen einfacher zugänglich zu machen scheinen.“

 

Wenn einer den Knall nicht gehört hat, dann sicher Professor Richard Mattick. Bei diesem Statement muss man sich fast fragen, von wem er sein Geld bekommt. In den angeführten Ländern, Colorado, Washington State und Uruguay, wurde Minderjährigen der Zugang zu Cannabis nicht erleichtert, sondern verboten. Das Verbot wird staatlich überwacht und scheint sehr erfolgreich zu funktionieren. Das Cannabis-Verbot ist Ursache der Probleme mit dem Jugendschutz, nicht dessen Garant.

 

 

 

 

6 Antworten auf „Notwendigkeit der Cannabis-Regulierung

  1. Ralf

    Woher wissen die denn welche der Schüler gekifft haben? Irgendwie muß das ja bekannt gwesen sein und wenn das irgendwo in dieser cannaphoben Gesellschaft bekannt wird, kann sich jeder an einer Hand abzählen wie objektiv die Notengebung dieser Pauker noch war. Wenn sie gewußt haben, dieser Schüler ist ein Kiffer, wird der doch von vorneherein als ein Versager abgestempelt. Nicht einmal die zu Grunde liegenden Noten sind als objektive Daten anzusehen, da sie alle sujektive Bewertungen von Einzelpersonen sind. Ich frage mich, wie ist so ein UNWISSENSCHAFTLER der nicht mal die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens beherrscht, nur auf einem Professorenstuhl gelandet, etwa auf die gleiche Art mit der die Schavan zu ihrem Doktortitel gekommen ist ?

  2. GHad

    Hier noch ein Schmankerl von der letzten CDU Diskussion bzgl. Freigabe:

    Hubert Hüppe vertrat indes die CDU-Linie und sprach sich rigoros gegen die Freigabe aus. Heutzutage hätten nahezu alle Jugendlichen Erfahrungen mit Alkohol, „mit Cannabis aber 70 Prozent nicht“. Dass man heimlich kiffen müsse, „erhöhe die Hemmschwelle“. Es sei immerhin bewiesen, dass der Konsum von Cannabis für Jugendliche nicht gut sei, weil er die Entwicklung des Gehirns beeinträchtige.

    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/cdu-diskutiert-ueber-die-bedeutung-von-cannabis-aimp-id9795818.html

  3. Bobelchen

    Neue Studie beweißt: Wer täglich Alkohol trinkt erreicht keinen , oder nur einen schlechten Schulabschluß!

  4. Surak

    »Mündigen Bürgern steht ein uneingeschränkt entkriminalisierter Konsum pflanzlicher Produkte nicht nur gemäß etwa der religiös-biblischen Tradition zu, sondern er trägt auch dem verfassungsgemäßen Postulat nach Rechtssicherheit bei der Inanspruchnahme unserer verbürgten freiheitlichen Grundordnung in angemessener Weise Rechnung, richtig?«

    Antwort: „OH MEIN GOTT – DIE ARMEN KINDER!“

    »Schwerstkranken und schulmedizinisch austherapierten Patienten, denen außer Cannabis keine Medizin mehr helfen würde, sollten dieses in einfacher und unbürokratischer Form kostenfrei erhalten können oder zumindest sich selber auf preisbewußte Weise ohne amtliche Interventionen damit versorgen dürfen, richtig?«

    Antwort: „OH MEIN GOTT – DIE ARMEN KINDER!“

    »Probleme durch exzessiven Cannabiskonsum bei Jugendlichen, etwa im schulischen Umfeld, sollten durch die Einführung eines regulierten Marktes für Erwachsene mit gleichzeitig und erstmals implementierten Jugendschutzvorkehrungen besser vermieden als indirekt gefördert werden, richtig?«

    Antwort: „OH MEIN GOTT – DIE ARMEN KINDER!“

    »Die Kriminalitätsraten sind nach der legal geregelten Abgabe in Colorado merklich gesunken, ebenso die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr. Die Cannabisindustrie schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern bringt auch beträchtliche Steuereinahmen in den Staatshaushalt. Wäre es nicht also an der Zeit, allein aus diesen Gründen auch im dichtbesiedelten und urban geprägten Europa konkrete Schritte in Richtung einer entkriminalisierten Cannabisverfügbarkeit für Erwachsene zu unternehmen?«

    Antwort: „OH MEIN GOTT – DIE ARMEN KINDER!“

    »Würde mal bitte jemand die Schallplatte umdrehen? Die erste Seite scheint einen Sprung zu haben!«

    Antwort: „OH MEIN GOTT – DIE ARMEN KINDER!“

  5. Bobelchen

    Seite zwei:

    Frage: Warum wird in Deutschland Cannabis nicht „legalisiert“?

    D ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt – ein Großteil der Drogendollars landet irgendwann bei der Rüstungsindustrie

    Frage: Warum wird in Deutschland Cannabis nicht „legalisiert“?

    D hat eine riesen Pharmalobby – Cannabis hilft bei einer Vielzahl von Krankheiten und Alltagsbefindlichkeiten und hat wenig Nebenwirkungen. Jeder könnte leicht Cannabis anbauen.
    Stell Euch vor, Ihr habt euer Kopfschmerzmittel auf dem Balkon in einem Blumentopf und müßt nicht mehr in die Apotheke

    Frage: Warum wird in Deutschland Cannabis nicht „legalisiert“?

    Das Verbot stärkt die „Autorität des Staates“. Randgruppen/gesellschaftliche Bewegungen können stigmatisiert/ krimminalisiert werden usw

    Frage: Warum wird in Deutschland Cannabis nicht „legalisiert“?

    Die heuchelnden Gutmenschen mußten erst vor kurzen den Vorhang der Atomlüge lüften.
    Wenn jetzt auch noch der Vorhang der Drogenlüge fällt, könnte sie das in Ihren Grundfesten so erschüttern, daß das Gebaüde anfängt zu zerbröseln und der eigene Vorhang fallen könnte

    Frage: Warum wird in Deutschland Cannabis nicht „legalisiert“?

    Alkohllobby, Verkehrsrechtler, Anwälte, Hersteller von Drogentest, Tomasius………

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