Freitag, 1. April 2011

Coffeeshops für Freiburg im Breisgau?

Modellprojekt im Dreiländereck geplant

Das Stadtparlament von Basel strebt schon seit einiger Zeit ein Coffeeshopmodell nach niederländischem Vorbild an. Wie gestern aus dem Freiburger Rathaus gemeldet wurde, plant der Grüne Oberbürgermeister von Freiburg, Dieter Salomon, sich nach dem Wahlsieg von Grün-Rot dem Basler Modell in naher Zukunft anschließen zu wollen.

„Das Phänomen der neuen, synthetischen jedoch legalen Drogen, die besonders in Süddeutschland aufgrund der repressiven drogenpolitischen Ansatzes vermehrt im Umlauf sind, hat sich in unserer Region zu einem Problem entwickelt. Auch bindet der „Kleine Grenzverkehr“ mit Cannabisprodukten wichtige Ressourcen unserer Polizeiarbeit, die auf anderen Feldern dringender benötigt werden. Wir wollen die Gelegenheit nun nutzen, Ur-Grüne Positionen als Modell in Freiburg auch umzusetzen, indem wir zusammen mit Basel die negativen Auswirkungen des Drogenhandels und des Konsums effektiv bekämpfen. Zu diesem Konzept gehört es, Cannabisprodukte im Rahmen eines Modellversuchs unter strengsten Jugendschutzauflagen dem Schwarzmarkt zu entziehen. Wir planen deshalb als Modellprojekt die Einrichtung eines so genannten „Cannabisfachgeschäfts“ auf dem Stadtgebiet von Freiburg, zu dem ausschließlich Bürger über 18 Jahre Zutritt haben, die sich vorher registriert haben. Als maximale Abgabemenge sind fünf Gramm pro Person und Woche geplant. Durch die Registrierung könnten wir von vorneherein einen Missbrauch des Systems ausschließen“, so ein Sprecher der Stadt.

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