Freitag, 28. November 2025

Premium Legalisierung für die Schweiz

Cannabis-Regulierung: IG Hanf sieht für die Schweiz die Chance auf das bessere Gesetz

„Die Schweiz kann es besser machen als Deutschland“ – mit dieser klaren Botschaft reagiert die IG Hanf auf den Vorentwurf des neuen Bundesgesetzes über Cannabisprodukte (CanPG). Der Branchenverband begrüßt den Entwurf grundsätzlich als historischen Schritt hin zu einer modernen, wissenschaftsbasierten Regulierung – mahnt aber zugleich entscheidende Nachbesserungen an, damit die Schweiz ihr Potenzial voll ausschöpft.

Am 26. November präsentierte die IG Hanf in Bern ihre umfassende Einschätzung zur Parlamentarischen Initiative Regulierung des Cannabismarktes für einen besseren Jugend- und Konsumentenschutz (20.473). Für den Verband ist klar: Zum ersten Mal hat die Schweiz die Möglichkeit, einen transparenten, sicheren und realitätsnahen Cannabismarkt zu gestalten, der sowohl Konsumentenschutz als auch wirtschaftliche Machbarkeit vereint.


Paradigmenwechsel: Vom Schwarzmarkt zu klaren Regeln

Der Vorentwurf markiert aus Sicht der IG Hanf einen notwendigen Kurswechsel. Jahrzehntelang habe das repressive System in erster Linie den illegalen Markt gestärkt, während Konsument*innen ohne Qualitätskontrolle oder verlässliche Informationen konsumierten.

Das CanPG soll nun genau diese Schwächen korrigieren – mit klaren Standards, streng kontrollierten Produkten und einem legalen Zugang, der den Jugendschutz ins Zentrum stellt.

Damit das neue System funktioniert, müssen laut IG Hanf mehrere Kernziele gleichzeitig erfüllt werden:

  • Jugend- und Gesundheitsschutz stärken – durch Aufklärung, Prävention und klare Vorgaben.
  • Den Schwarzmarkt wirksam zurückdrängen – über Qualität, Kontrolle und realitätsnahe Rahmenbedingungen.
  • Einen funktionsfähigen legalen Markt schaffen – fair, transparent und mit Raum für eine starke Schweizer Produktion.

Der Verband betont: Nur ein legaler Markt, der konkurrenzfähig und zugänglich ist, kann tatsächlich schützen.


„Die Schweiz kann aus Deutschlands Fehlern lernen“

IG-Hanf-Präsident Elias Galantay sieht die Schweiz in einer komfortablen Ausgangsposition:

„Die Schweiz hat die Chance, es besser zu machen als Deutschland, weil sie aus den dortigen Regulierungsfehlern lernen und gleichzeitig auf die umfassenden wissenschaftlichen Evidenzen aus den eigenen Pilotversuchen zurückgreifen kann. So kann von Beginn an ein praxistaugliches, wirksames und marktfähiges Modell entwickelt werden.“

Während Deutschland mit überregulierten, teils widersprüchlichen Vorgaben ringt und die Ziele der Legalisierung vielerorts verpuffen, könne die Schweiz nun einen effizienteren, wissenschaftlich fundierten Weg einschlagen.


Planbarkeit, Produktionssicherheit und sinnvolle Lenkungsabgaben

Besonders wichtig ist der IG Hanf eine Regulierung, die den illegalen Markt konsequent adressiert – und dies am besten direkt im Gesetz verankert.

Zu den zentralen Forderungen gehören:

  • Praxisnahe THC-Grenzwerte und Risikoklassen, die Konsummuster realistisch abbilden.
  • Verlässliche Vorgaben für Verkaufsstellen, damit Planungssicherheit herrscht.
  • Stärkung der Schweizer Produktion, um Qualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
  • Eine maßvolle Lenkungsabgabe, die den legalen Markt nicht durch überhöhte Preise torpediert.

Der Verband warnt:

„Wenn legale Produkte zu teuer sind, bleibt der Schwarzmarkt attraktiv.“


Ein Gesetz für eine sichere, moderne Zukunft

In ihrer detaillierten Stellungnahme zum CanPG zeigt die IG Hanf auf, welche Anpassungen nötig sind, um einen funktionierenden, sicheren und zukunftsfähigen Markt zu schaffen. Die Schweiz habe die Expertise aus den eigenen Pilotprojekten, das gesellschaftliche Momentum und die ökonomische Basis, um Cannabisregulierung pragmatisch, nachhaltig und wissenschaftlich fundiert umzusetzen.

Der Auftrag ist klar: Ein realitätsnahes Gesetz, das Schutz, Qualität und legale Alternativen vereint – und die Fehler anderer Länder nicht wiederholt.

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2 Kommentare
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buri_see_kaeo
10 Tage zuvor

Zum ersten Satz: Ja? mal sehen…
Und DE will es wieder schlechter machen…
Muss ja wohl, sind immerhin ganz schlechte Deppen am Ruder.
Der Hr. Streek,
Kapitel 1, Coke, Braunpulver und synth. Derivate, ziemlich wirr
Kapitel 2, ein Zahlenjongleur labert Lischen Müller dumm, ääh?
Kapitel 3, neuer Feind: alte Patienten, also weg, wie’s Undeutsche?, wie’s CanG?
Zum Anhören:
https://www.deutschlandfunk.de/interview-prof-streeck-hendrik-drogenbeauftragter-der-bundesregierung-cdu-100.html
Etwas suchen, auch als .pdf verfügbar, läßt sich in Ruhe durcharbeiten… echt viele sprachliche Patzer,
es fällt mir nicht zum ersten mal auf, dass CxU-ler auf dem Posten irgendwelche Defizite in Kommunikation/Umgang mit anderen (Menschen) aufweisen… dann macht mal schön schlecht, besser könnt‘ ihr’s nichts.
mfG  fE

Haschberg
6 Tage zuvor

Das ist eben der feine Unterschied. In der Schweiz arbeitet man an einer Prämium Legalisierung, bei uns dagegen arbeitet man an einer Prämium Verschärfung. Neue Repressionspakete sollen über die Cannabiskonsumenten ergossen werden, in der Hoffnung, dass die saatlichen Schwarzmärkte weiterhin gefüttert werden und ihr gestrecktes Dreckszeug unter die User bringen. Einfach nur irre und unglaublich gemein ! ! !