
Bern, Juli 2025 – Der Startschuss zur Regulierung von Cannabisprodukten in der Schweiz ist gefallen: Die Vernehmlassung zum neuen Gesetz wird im August eröffnet. Die IG Hanf Schweiz begrüßt den Vorstoß der Sozial- und Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK-N) – fordert aber Nachbesserungen. Denn klar ist: Nur mit realitätsnahen Regeln kann man den Schwarzmarkt effektiv austrocknen, Jugendschutz gewährleisten und eine starke, lokale Hanfwirtschaft aufbauen.
🌍 Regional statt Global: Schweizer Cannabis für Schweizer Konsumenten
Im Zentrum der Forderungen steht der Schutz des heimischen Marktes: Nur in der Schweiz angebautes und verarbeitetes Cannabis soll legal in den Verkauf kommen. Der Import von Billigprodukten aus Niedriglohnländern würde sonst nicht nur das Preisniveau drücken, sondern auch regionale Produzenten verdrängen.
„Einheimische Produktion schafft Arbeitsplätze, stärkt ländliche Regionen und sichert Qualität – von der Pflanze bis zum Point of Sale“, so die IG Hanf.
🏪 Keine Staatsbuden, sondern kompetente Fachgeschäfte
Die IG Hanf spricht sich klar gegen ein staatliches Verkaufsmonopol aus – wie es etwa durch ein Bundes-Onlineportal droht. Stattdessen sollen private Fachgeschäfte unter klaren Auflagen Cannabisprodukte vertreiben dürfen. Nur so sei Beratung, Jugendschutz und ein attraktives Angebot möglich.
Wichtig dabei:
- Lizenzvergabe für alle, die Standards erfüllen
- Keine Marktverzerrung durch Monopole
- Klare Spielregeln gegen Überproduktion
🚫 Klare Kante gegen synthetische Cannabinoide
Der legale Markt soll ausschließlich natürliche Cannabisprodukte umfassen. Halb- oder vollsynthetische Stoffe (wie Spice & Co.) seien nicht kalkulierbar, gefährlich und nur schwer regulierbar. Diese Stoffe untergraben das Vertrauen in die neue Regulierung und gefährden die Konsumentengesundheit – insbesondere bei Jugendlichen.
📉 Realistische THC-Grenzen statt illusorischer Deckel
Die IG Hanf fordert ein Ende pauschaler THC-Obergrenzen, wie etwa den 20%-Limit aus den Pilotversuchen. Diese Grenzen seien nicht alltagsnah und förderten letztlich nur den Schwarzmarkt.
Die Vorschläge im Überblick:
- THC-Grenze bei Blüten: realistisch 25–30 % mit Toleranzspielraum
- Konzentrate/Extrakte: keine Obergrenze
- Esswaren: 10 mg THC pro Portion zur besseren Dosierung
Fazit: Jetzt wird’s ernst – und jetzt braucht es Mut!
Die Schweiz steht vor einem historischen Wendepunkt in ihrer Drogenpolitik. Jahrzehntelang galt die 4-Säulen-Strategie international als Vorbild – mit Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. Nun kann Cannabis mit einer evidenzbasierten Regulierung endlich integriert werden – und zwar so, dass Jugendliche geschützt, Konsument:innen sicher versorgt und kleine Produzent:innen gefördert werden.
Doch dafür braucht es Mut – politischen Willen, pragmatische Lösungen und ein Ohr für die Realität vor Ort.












Endlich mal eine vernünftige Legalisierung mit Fachgeschäften. Daran sollten sich die Unsrigen gefälligst orientieren, denn das ist noch immer das beste Mittel, die Schwarzmärkte weitgehend zu verdrängen.
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